Geschichte der Klinik


Die "Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin der Medizinischen Einrichtungen Münster" wurde im Jahr 1976 gegründet. Herr Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c. Peter Lawin vom Allgemeinen Krankenhaus Hamburg-Altona wurde auf den neu geschaffenen Lehrstuhl des Fachgebietes Anästhesiologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster berufen. Erstmalig in der Bundesrepublik Deutschland wurde dabei einer universitären Anästhesieeinrichtung auch die organisatorische und ärztliche Verantwortung für die operative Intensivstation übertragen, die in Münster 16 Betten umfasste.

Professor Lawin begann seine Amtszeit mit einem Team von 40 Ärzten und 61 Pflegekräften. Im Jahr 1995 wurde Herr Professor Lawin emeritiert. Bei der Amtsübernahme durch Herrn Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c. Hugo Van Aken umfasste die Klinik mit 85 Ärzten, 120 Pflegekräften und 20 weiteren Mitarbeitern eine beachtliche Größe. Die Klinik verfügte zu diesem Zeitpunkt über insgesamt 20 klinikeigene Intensivbetten auf drei Intensivstationen. Im Jahr 2012 wurde die "Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin" umbenannt in "Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie". Hierdurch wurde deutlich, dass auch die Schmerztherapie eine zentrale Rolle innerhalb unserer Klinik spielt.

Bis zum Jahr 2013 wurde die Intensiv- und Observationsbettenkapazität weiter ausgebaut, so dass seitdem auf fünf Intensivstationen bis zu 67 Intensivpatienten behandelt werden können.

Im Bereich der klinischen Anästhesie werden jährlich in 37 OP-Sälen und 14 Arbeitsplätzen außerhalb der Operationssäle (Non-Operating-Room-Anaesthesia, "NORA") über 37.000 Anästhesien durchgeführt, davon etwa ein Drittel bei Hochrisikopatienten (ASA ≥ 3). Im Zuge der Steigerung der Fallzahlen und der Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes wurde die Anzahl der ärztlichen Mitarbeiter seit 1995 beinahe verdoppelt.

Seit 1. Oktober 2016 ist Herr Univ.-Prof. Dr. med. Alexander Zarbock Direktor der "Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie".

 

  • Juni 1976:
    Gründung der "Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin" an der Universität Münster. Berufung von Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c. Peter Lawin aus Hamburg auf den neu geschaffenen Lehrstuhl des Fachgebietes Anästhesiologie.

  • 11. Dezember 1976:
    1. Münsteraner Symposium zum Thema "Schocklunge". Die Symposien entwickeln sich in der Folge zu einem besonderen akademischen Schwerpunkt der Klinik.

  • 1978:
    Aufbau einer Medizintechnik-Abteilung für das gesamte Klinikum

  • 1981:
    Einrichtung einer Schmerzambulanz zur Versorgung stationärer und ambulanter Patienten mit chronischen Schmerzen.

  • 1981:
    Einrichtung einer Weiterbildungsstätte für die Fachkrankenpflege "Anästhesie und Intensivmedizin", die eine zweijährige, berufsbegleitende Weiterbildung nach den Richtlinien der Deutschen Krankenhausgesellschaft anbietet.

  • 1983:
    Umzug in das neue Zentralklinikum. Von den derzeit 36 parallel zur Verfügung stehenden OP-Sälen liegen 18 im Zentral-OP des neuen Klinikums.  Mit Umzug in das Zentralklinikum verteilen sich die intensivmedizinischen Aufgaben auf drei Intensivtherapiestationen mit insgesamt 24 Betten.

  • 1992:
    Erweiterung der Schmerzambulanz durch eine Tagesklinik, mit ihrem Konzept der multimodalen Schmerztherapie die erste ihrer Art in Deutschland.

  • 01. August 1995:
    Übernahme der Klinik durch Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c. Hugo Van Aken, Lehrstuhlinhaber und Direktor des Departments of Anesthesia an der Katholischen Universität Leuven (K.U.L.).

  • 1995: 
    Einrichtung des Akutschmerzdienstes in der Klinik.

  • 1995:
    Die Weiterbildungsstätte für die Fachkrankenpflege "Anästhesie und Intensivmedizin" wird  ein eigenständiges Institut und führt diese Weiterbildung mit pflegerischen Mitarbeitern des UKM nunmehr nach der staatlichen Weiterbildungs- und Prüfungsordnung des Landes Nordrhein-Westfalen durch.

  • 1998:
    Einrichtung einer zentralen OP-Koordination.

  • 1998:
    Zusammenfassung der an den OP-Bereich angegliederten Intensiveinheit im Zentral-OP als "Perioperative Anästhesiestation" (PAS).

  • 1998:
    Die Klinik wird eine von sechs in Deutschland durch die European Academy of Anaesthesiology und das European Board of Anaesthesiology der UEMS zertifizierten europäischen Ausbildungsstätten für Anästhesisten.

  • 1999:
    Verabschiedung der ersten OP-Verfahrensordnung.

  • 1999:
    Die Klinik erhält als eine der ersten Kliniken Deutschlands die Anerkennung der DGAI als Fortbildungsstätte für die berufsbegleitende qualifizierte Fortbildung in der transösophagealen Echokardiographie (TEE) in der Anästhesiologie und Intensivmedizin.

  • 2005:
    Zuordnung der Intensivobservationsstation 19 B Ost als "Interdisziplinäre Operative Intensivstation (IOI) des Herzzentrums" zu der Klinik. Jetzt verfügt die Klinik über 47 Planbetten auf 4 Intensivtherapiestationen.

  • 2006:
    Start des Projektes "Schüler werden Lebensretter" unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. med. Thomas Möllhoff, M. Sc. aus Aachen und Herrn Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c. Hugo Van Aken.

  • 2013:
    Zuordnung der "Interdisziplinären operativen Observations- und Intensivstation 15 B Ost" zu der Klinik.

  • 17. September 2013:
    12.000 Schüler stellen einen neuen Weltrekord im Wiederbeleben im Rahmen der "Woche der Wiederbelebung" auf. Es erfolgt der Eintrag ins Guinness- Buch der Rekorde.

  • Oktober 2013:
    Einrichtung der Patient-Blood-Management-Ambulanz (PBM), in der Patienten auf eine präoperative Anämie untersucht und bei Vorliegen einer Eisenmangelanämie therapiert werden können.

  • Februar 2015:
    Der Klinik wird als einer der ersten zwei Kliniken in Deutschland das Zertifikat "Intensivmedizin in der Schwerpunktversorgung mit den Kompetenzmodulen Forschung und Lehre, Neuro, kardiovaskulär, ECMO, Entwöhnung von der Beatmung, Polytrauma, IMC und Transplantation" von der DGAI verliehen.

  • Juli 2015:
    Einrichtung von zwei "Adaptive Healing Rooms" auf der Intensivstation, die lebensbedrohlich erkrankte Patienten in Ihrer Genesung unterstützen und Folgekomplikationen verringern sollen.

  • März 2016:
    Re-Zertifizierung der Klinik durch die European Academy of Anaesthesiology und das European Board of Anaesthesiology der UEMS als europäische Ausbildungsstätte für Anästhesisten. Dabei wird die Zertifizierung  bis 2021 bestätigt.

  • Oktober 2016: 
    Univ.-Prof. Dr. med. Alexander Zarbock übernimmt die Leitung der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie.

  • April 2018: 
    Zuordnung der chirurgischen Stationen 8 und 9 als "Interdisziplinäre operative Observations- und Intensivstation (CIOI)" zur Klinik.

 

 

 
 
 
 

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c.
Peter Lawin †, FCCM
Klinikdirektor von 1976 bis 1995

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c.
Hugo K. Van Aken, FRCA, FANZCA
Klinikdirektor von 1995 bis 2016

Univ.-Prof. Dr. med.
Alexander Zarbock
Klinikdirektor seit 2016