Kinderanästhesie

Insbesondere die Kinderanästhesie ist bei besorgten Eltern ein häufig diskutiertes Themenfeld. Hier trifft eine verständliche, nachvollziehbare Sorge auf nicht evidenzbasierte Vermutungen. Die kinderanästhesiologischen Fachgesellschaften weisen dabei ausdrücklich darauf hin, dass eine Verzögerung oder Vermeidung von notwendigen Operationen oder diagnostischen Maßnahmen das vorhandene Gesundheitsrisiko deutlich erhöht. Ebenso deutlich belegt ist, dass eine unzureichende Anästhesie zu erheblichen Komplikationen führen kann.

Fakt ist aber auch, dass speziell bei Kindern in den ersten Lebensjahren perioperative Komplikationen häufiger sind, als bei Erwachsenen. Wichtig ist ein erfahrenes Anästhesieteam, dem mit seiner fachlichen und handlungsorientierten Kompetenz eine bedeutende Schlüsselrolle zukommt.

Mit jährlich rund 40.000 Anästhesieleistungen, davon über 6.000 bei Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr und der unmittelbaren Einbindung aller Fachgebiete eines universitären Hauses, gibt es kaum ein Haus, mit größerer Erfahrung. Jedes Jahr führen wir dabei rund 600 Anästhesien bei Kindern innerhalb des ersten Lebensjahres durch.

Diese Erfahrung ist die Basis für ein bewährtes, starkes Team, das Narkosen bei Kindern noch sicherer macht. Schon unsere gut qualifizierten Assistenzärzte erhalten eine spezielle, strukturierte Ausbildung mit unmittelbarer Supervision durch erfahrene Fach- und Oberärzte. Auch unsere kompetenten Pflegekräfte werden zusätzlich geschult.

Qualifikation ist bei uns nicht statisch, sondern ein fortwährender, berufsbegleitender Prozess. Beispielhaft bieten wir modulare Veranstaltungen, wie z.B. Ultraschallkurse, einen wöchentlichen "Kinderanästhesie-Newsletter" oder eine weitere Zusatzqualifikation für Fachärzte an.

Sollten Sie Fragen zur Kinderanästhesie haben, können Sie sich gern auch unmittelbar an uns wenden.


Vom ersten Lebenstag an stehen wir unseren Kindern mit Rat und Tat zur Seite. So auch in der Medizin. Sollte es die Situation erforderlich machen, können wir bereits am Tag der Geburt eine Anästhesie durchführen. Dies ist durchaus nicht außergewöhnlich und mit rund 600 anästhesiologische Leistungen pro Jahr an Kindern unter einem Lebensjahr, dürfen wir uns nicht nur als kompetent, sondern auch als erfahren bezeichnen.
Diese Expertise ermöglicht ein breites Spektrum der medizinischen Versorgung von jungen und sehr kleinen Menschen. Dazu gehören grundlegende Maßnahmen wie die Einlage von Paukenröhrchen über komplexe Darmoperationen, bis hin zu hochspezialisierten Eingriffen bei Kindern mit schweren Herzfehlern oder syndromalen Erkrankungen, wie z.B. Operationen beim hypoplastischen Linksherzsyndrom.

Unsere universitätsmedizinische Exzellenz erlaubt es uns, nicht nur "state-of-the-art" zu arbeiten, sondern auch unsere Methoden und Techniken weiterzuentwicklen. Dies ermöglicht uns heute Anästhesien und damit Operationen, die vor fünf Jahren an sehr jungen und dennoch schwer erkrankten Patienten nicht möglich gewesen wären.

Neben der klassischen klinischen Anästhesie tragen wir zu Realisation von Interventionen und Untersuchungen bei. So führen wir regelhaft kürzere und flachere Narkosen für diagnostische Maßnahmen außerhalb des eigentlich Operationsbereiches durch ("NORA"). Auch bei sehr kleinen Kindern sind aufwendigere MRT-Untersuchungen oder Lumbalpunktionen möglich. Dies sichert das Untersuchungsergebnis bei gleichzeitig maximaler Sicherheit und hohem Komfort für das Kind.


Machen Sie sich im Vorfeld des Anästhesiegespräches Gedanken und informieren Sie uns über alle früheren oder aktuellen Erkrankungen, Unverträglichkeiten oder Auffälligkeiten. Sollte Ihr Kind kurz vor einer Narkose erkranken, bitten wir Sie uns umgehend zu informieren. Nachdem wir den aktuellen Gesundheitszustand Ihres Kind erneut untersucht haben, können wir entscheiden, ob eine Anästhesie zum jeweiligen Zeitpunkt zielführend ist.

Auf Grund zwingend notwendiger Hygiene-, Datenschutz- und Infrastrukturvorgaben, ist eine Begleitung der Eltern während der Narkoseeinleitung grundsätzlich nicht möglich. Wir bitten hierfür um Verständnis.
Die Erfahrung hat zudem gezeigt, dass sich häufig die verständliche Nervosität der Eltern unbewusst auf das noch kleine Kind überträgt. Dennoch sind Sie ganz nahe dabei. Sobald es uns möglich ist und es die Situation mit anderen Patienten im Aufwachraum zulässt, holen wir die Eltern frühzeitig in den Aufwachraum hinein, so dass das Kind beim Aufwachen in vertraute Augen schauen kann. Hinterlassen Sie uns hierzu während des Anästhesiegespräches eine Mobilfunknummer, so dass wir Sie nach einer Anästhesie so früh wie möglich informieren können.

Reden Sie im Vorfeld mit Ihrem Kind und erneut nachdem Sie mit uns gesprochen haben. Nehmen Sie Ihrem Kind die Ängste, indem Sie ihm alles erklären. Kinder verstehen vieles besser als wir häufig annehmen. Auch wir nehmen Ihr Kind sehr ernst, werden es in das Geschehen einbinden und unser Handeln erklären.

 


Korrespondenz
Priv.-Doz. Dr. med. Christiane Goeters
Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie
Universitätsklinikum Münster
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude A1, 48149 Münster

T: + 49 251 / 83 4 72 55 oder 4 72 57
F:  +49 251 / 83  4 86 67
E-Mail:  goeters(at)­anit.uni-muenster(dot)­de
 
 
 
 

Bereichsleitung Kinderanästhesie

Bereichsleitung Kinderkardioanästhesie

Prof. Dr. med.
Christoph Schmidt
Oberarzt

christoph.schmidt(at)­ukmuenster(dot)­de

Unsere aktuellen Fachärzte im Fellowship der Kinderanästhesie

Dr. med.
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Dr. med.
Sebastian Schubert
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