Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie


Juni 2019

  • Verleihung akademischer Titel an Mitarbeiter der Klinik

"Wir freuen uns mit Ihnen und sind auch immer ein wenig stolz, wenn sich Kolleginnen und Kollegen unserer Klinik weiter qualifizieren und damit zusätzlich auszeichnen", so Univ.-Prof. Dr. med Alexander Zarbock, Direktor der Klinik für Anästhesie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie. Sein Blick ging dabei auf Prof. Dr. med. Andrea Steinbicker, Prof. Dr. med. Daniel Pöpping und Priv-Doz. Dr. med. Tim-Gerald Kampmeier.

Andrea Steinbicker, Oberärztin und gerade noch ausgezeichnet mit einem Förderpreis durch die Interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft für klinische Hämotherapie, und Daniel Pöpping, Oberarzt und Leiter der Chronischen Schmerztherapie der Klinik, wurde in den vergangenen Tagen die außerplanmäßige Professur verliehen.
Zudem erhielt Oberarzt Tim-Gerald Kampmeier mit der Verleihung der Venia legendi die Lehrbefugnis und damit die Anerkennung als Privatdozent.

"Sie alle verfügen über langjährige Erfahrung und haben seit Jahren bewiesen, dass im klinischen Bereich, in der Forschung und auch Lehre ihr Fach hervorragend beherrschen", so Univ.-Prof. Dr. Alexander Zarbock mit einem Glückwunsch an die frisch Ernannten.

Prof. Dr. med.
A. Steinbicker
Prof. Dr. med.
D. Pöpping
Priv.-Doz. Dr. med.
T. Kampmeier

  • Euroanaesthesia 2019 - European Anaesthesiology Congress in Wien

Einmal im Jahr veranstaltet die European Society of Anaesthesiology (ESA) einen der weltweit größten anästhesiebezogenen Kongresse, den Euroanaesthesia 2019 - dieses Mal in Wien, Österreich.

Rund 3.000 Mediziner und Wissenschaftler aus der ganzen Welt kamen zusammen, um sich hinsichtlich der neusten anästhesiologischen Expertise auszutauschen. Wie bedeutsam dieser Kongress ist, wird deutlich, wenn man die Herkunftsländer der 474 Referenten betrachtet: sie kamen aus Australien, Belgien, Brasilien, China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien Japan, Italien, Irland, Israel Kanada, Kroatien, Lettland, Malta, Norwegen, den Niederlanden, Österreich, Portugal, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Spanien, Schweiz, Schweden, Südkorea, Türkei, Ungarn, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten – hierunter auch Univ.-Prof. Dr. med. Esther Pogatzki-Zahn, Oberärztin und Leiterin der Akuten Schmerztherapie der Klinik für Anästhesiologie, operativen Intensivmedizin und Schmerztherapie am UKM. Sie stellte unter anderem die Bedeutung der/s Anästhesistin-/en in der Prävention und im Management post-operativer Schmerzen heraus und gab dazu vor breitem Publikum Handlungsempfehlungen auf der Basis aktueller Leitlinien und Forschungsergebnisse.

Zugleich fanden zudem Sitzungen der unterschiedlichen Forschungsprojekte und Forschungsgruppen statt, an denen unsere Klinik beteiligt ist. Kein Wunder also, das sich die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmertherapie mit Referenten und Teilnehmern in verschiedensten Funktionen an dem Kongress beteiligte. So begrüßte Oberärztin Dr. med. Hannah Listing zeitgleich einen neuen Gastarzt aus der Balkanregion, der in den kommenden Monaten über das Austauschprogramm der europäischen Gesellschaft für Anästhesiologie die Arbeit unserer Klinik genauer kennenlernen möchte.

Passend dazu wurde unsere Klinik mit einem internationalen Team um Oberärztin Univ.-Prof. Dr. med. Esther Pogatzki-Zahn und Oberärztin Dr. med. Hannah Listing sowie Dr. med. Rapahel Weiss, Doctor-Medic Rida Gallaby und Mahmoud Hawari vertreten.

Der nächste europäische Anästhesiologie-Kongress, Euroanaesthesia 2020, ist jetzt schon in der Planung und wird in Barcelona stattfinden.

v.l.n.r.: Dr. med. R. Weiss, Doctor-Medic R. Gallaby, Dr. med. H. Listing (Oberärztin)

Mai 2019

  • Aktionstag "Zurück ins Leben" in Münsteraner Innenstadt

Am 25. Mai fand der nationale Aktionstag „Zurück ins Leben" der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin (DGAI) statt. 

Auch die Klinik für Anästhesie, operative Intensivtherapie und Schmerztherapie des UKM unterstützt dieses Projekt und machte mit einem Informationsstand am Samstag in der Münsteraner Innenstadt auf diese Aktion aufmerksam. Ziel des Projektes ist es, mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen, um Ängste gegenüber der modernen Medizin (Stichwort „Gerätemedizin") abzubauen, Einblicke zu ermöglichen und Fragen zu beantworten.

Um hierbei möglichst viele verschiedene Blickwinkel der modernen Intensivtherapie zu beleuchten, stellten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichsten Bereichen der Intensivmedizin den Fragen der Münsteraner. So war es möglich neben der ärztlichen Perspektive, vertreten durch Oberärztin Dr. med. Hannah Listing, auch pflegerische (Holger Beuse, Fachkrankenpfleger und Verlegungskoordinator, Tobias Janßen, Intensivmedizinische Stationspflegeleitung) und rehabilitatorische Aspekte (Dr. rer. medic. Jochen Bräunig, Physiotherapeut) kennenzulernen. Ebenfalls vor Ort war Stephan Foschepoth, der als langjähriger Seelsorger an der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie menschliche Schicksale über die Medizin hinaus begleitet.

Ein besonderer Dank gilt der Familie Hülsmann. Als ehemaliger Patient der Klinik gewährte Martin Hülsmann interessierten Passanten intime Einblicke in die ganz persönlichen Erfahrungen, die er während seiner langen intensivmedizinischen Therapie aufgrund eines komplexen Multiorganversagens machte. Die Besuche seiner Frau bekam er wegen der Schwere der Erkrankung erst nach Wochen mit. „Sie hat mir aber viel Kraft gegeben, und ihre Besuche haben meinen Willen durchzukommen am Leben erhalten", erinnert sich der 44-Jährige.
Das heutzutage mehr als nur der Einsatz von hochmodernem medizinischem Equipment dazu gehört, um Menschenleben zu retten, sind sich die Anwesenden einig. Die Intensivtherapie ist viel mehr eine gemeinsame Teamleistung, die nicht nur Wissen, sondern auch viel persönliches Engagement, Einfühlsamkeit und Herzblut beinhaltet. "Uns ist es wichtig, dass man in solch belastenden Situationen Vertrauen hat und schafft. Deswegen möchten wir mit diesem Aktionstag Einblicke in die Intensivmedizin geben", so Oberärztin Dr. med. Hannah Listing. "Es steht nicht nur der Patient, sondern der Mensch im Mittelpunkt unser aller Berufe", fügt sie hinzu.

Es ist nicht selten, dass während der intensivmedizinischen Therapie Kontakte entstehen, die auch jenseits des Klinikaufenthaltes weiter gepflegt werden, erklären Hannah Listing und Tobias Janßen. So sind sie hoch erfreut, als sie am Ende des Tages von Herrn Hülsmann erfahren, dass er eigentlich mit dem Fahrrad zum Aktionstag "Zurück ins Leben" kommen wollte.

Wir wünschen der Familie Hülsmann für die Zukunft weiterhin alles Gute und stehen bei Interesse für Fragen und Einblicke in unsere Arbeit stets zur Verfügung.

» Hier gelangen Sie zu einem Interview mit Herrn Hülsmann.

v.l.n.r.: Dr. rer. med. Jochen Bräunig (Physiotherapeut) - Stephan Foschepoth (Seelsorger) - Tobias Janßen (Intensivmedizinische Stationspflegeleitung) - Holger Beuse (Fachkrankenpfleger & Verlegungskoordinator) - Dr. med. Hannah Listing (Oberärztin)

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik auf Deutschem Anästhesiekongress 2019 ausgezeichnet

In diesem Monat fand in Leipzig der Deutsche Anästhesiekongress 2019 statt, auf dem auch die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Münster eine wesentliche Rolle spielte. Jährlich werden hier Kolleginnen und Kollegen für Ihre herausragende Leistung in ihrem Fach und/oder in der Forschung ausgezeichnet. In diesem Jahr kam diese Ehre erneut Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Klinik zu teil.

Dr. med. Andreas Margraf gewann mit seiner Arbeit „Thrombozyten beeinflussen die Auflösung der pulmonalen Entzündung in der Maus“ den renommierten Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI). Er tritt hiermit in die Fußstapfen seiner wissenschaftlichen und klinischen Mentoren, Klinikdirektor Univ.-Prof. Dr. med. Alexander Zarbock und Oberarzt Priv.-Doz. Dr. med. Jan Rossaint. Die Preisträgerentscheidung erfolgte im Rahmen der Wissenschaftlichen Arbeitstage der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin, zu deren Anlass eine Vielzahl interessanter wissenschaftlicher Manuskripte eingereicht und ein Teil der Arbeiten zur Teilnahme am wissenschaftlichen Wettbewerb ausgewählt wurde, von denen nun die oben genannte Arbeit die Auszeichnung erhielt.

Frau cand. med. Jacqueline Schnittker, Doktorandin aus der Arbeitsgruppe von Frau Prof. Dr. med. Andrea Steinbicker, gewann den 1. Preis des wissenschaftlichen Vortragswettbewerbes mit einem Vortrag über ihre Promotionsarbeit mit dem Titel "HFE-Mangel verursacht einen ähnlichen Eisenüberladungsphänotyp wie ein HFE- / ALK3-Mangel in Mausmodellen der Eisenüberladung". Frau Schnittker und auch Herr cand. med. Marcel Rauer aus der gleichen Arbeitsgruppe erhielten darüber hinaus ein Reisestipendium vom WAKWIN, dem Wissenschaftlichen Arbeitskreis Wissenschaftlicher Nachwuchs der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin, für ihre Teilnahme am Deutschen Anästhesiekongress.

Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnungen und gratulieren zu diesen tollen Erfolgen!

v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. med. A. Zarbock, (Direktor der Klinik) - Prof. Dr. med. A. Steinbicker (Oberärztin & Leiterin AG "Iron Signaling") - cand. med. Jacqueline Schnittker (Doktorandin) - Dr. med. A. Margraf (SEED-Nachwuchsgruppenleiter) - cand. med. Marcel Rauer (Doktorand)

  • PJ-Tag an der WWU - Klinik stellt sich Fragen der Mitarbeiter von morgen 

Während des „Praktischen Jahres“ (PJ), also in der Endphase des akademischen Studiums, bietet unsere Klinik die Möglichkeit die Profession eines/r Anästhesisten/-in näher zu erleben und während dieser Zeit grundlegende berufsbegleitende Fähigkeiten und Arbeitsbedingungen kennenzulernen. Voraussetzung ist, man entscheidet sich für diese Fachrichtung.
Das Institut für Ausbildung und Studienangelegenheiten (IfAS) der Medizinischen Fakultät Münster lädt daher alle Studierenden zum PJ-Tag ein und bietet allen Kliniken in Münster und im erweiterten Münsterland die Plattform, sich zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern präsentieren.
Auch die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Münster nutzt diese Möglichkeit und präsentierte sich mit einem eigenen Infostand. Neben dem für die Lehre verantwortlichen Leitenden Oberarzt Prof. Dr. Manuel Wenk, waren drei weitere Ärzte unserer Klinik vertreten und konnten Rede und Antwort stehen.
Die Studierenden erhielten einen ersten Einblick in das interessante und vielfältige Aufgabenfeld der Anästhesiologie, das viele von ihnen so noch nicht kannten. In kleinen praktischen Workshops konnten sie interventionelle Tätigkeiten selbstständig simulieren. Die Präsentation und der direkte Austausch mit den anwesenden Kolleginnen und Kollegen fand breite Anerkennung, so dass die Resonanz keine Wünsche übrig ließ.

Univ.-Prof. Dr. med. Alexander Zarbock, Klinikdirektor der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie, zeigte sich zufrieden: „Dies ist mehr als eine Job-Börse. Eine Vielzahl ganz individueller Fragen werden von denen beantwortet, die es selbst gerade erfahren. Die Studierenden gewinnen hierdurch Klarheit, denn es geht um eine wichtige zukunftsprägende Entscheidung. Hierbei helfen wir gerne, auch wenn der Aufwand für uns stets sehr groß ist. Zudem konnte unsere Klinik die Anzahl der PJ-Studierenden durch dieses Engagement in den letzten Jahren deutlich erhöhen.


April 2019

  • Oberarzt Christian Ertmer zum Professor berufen

Christian Ertmer, Oberarzt und stellvertretender Leiter des Bereiches "Operative Intensivmedizin" unserer Klinik, ist in diesem Monat zum Professor berufen worden.

Prof. Dr. med. Christian Ertmer verfügt über eine langjährige Erfahrung und zeigt seit Jahren in Forschung und Lehre, dass er sein Fach nicht nur thematisch, sondern auch methodisch hervorragend beherrscht.

"Wir freuen uns immer, wenn einem motivierten Kollegen diese zusätzlich erarbeite Anerkennung gewährt wird und gratulieren Herrn Prof. Ertmer herzlich", so  Klinikdirektor Univ.-Prof. Dr. med. Alexander Zarbock. "Dies zeichnet ihn aus und ist zugleich ein Ausdruck der anerkannt hohen medizinischen Qualität unseres Hauses." 


  • Müllreduktion im zentralen Operationsbereich durch die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie

Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist ein wesentliches Kernprinzip des Umweltschutzes. Gerade im alltäglichen Bereich schlummern hier viele versteckte Ressourcen. Die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Münster ist sich dieser Tatsache bewusst und sucht hier immer neue Wege. Bereits seit dem Jahreswechsel befinden sich die umweltschonenden, wiederverwendbaren Mehrweg-Larynxmasken im flächendeckenden Einsatz am Universitätsklinikum. Nun gelang eine weitere, umweltschonende Umstellung, die zeigt, dass Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Bewusstsein anfangen. Bisher war es im Zentral-OP Gang und Gebe Wasser, Tee und Kaffee aus Einmalplastikbechern zu trinken. Eine enorme Müllproduktion, die wir nun beendet haben:
statt Plastikbechern gibt es jetzt individualisierte, von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Keramikstiften selbst verzierte Tassen.
So kann sich jede/r die "Tasse des Tages" heraussuchen - sei es "ZOP1, Lebensretter-Tasse, ❤-OP oder ein komplexes Henna-Muster - und den Tag über, aus dieser Tasse seine Getränke genießen.

"Aus einer echten Tasse schmeckt es auch viel besser als aus einem Becher. Zudem ist eine Wahl zur schönsten Tasse des Zentral-OPs angedacht", so Initiatorin Priv.-Doz. Dr. med. Andrea Steinbicker.


  • Oberärztin Andrea Steinbicker erhält IAKH-Förderpreis

Einen überaus erfreulichen Termin konnte Frau Priv.-Doz. Dr. med. Andrea Steinbicker, MPH, Oberärztin der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie jetzt in Ludwigshafen wahrnehmen. Die Interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft für klinische Hämotherapie (IAKH) e.V., vertreten durch Prof. Dr. Thomas Frietsch, gratulierte zum Erhalt des diesjährigen Förderpreises. Die IAKH ist eine interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft, in der sich transfundierende Ärzte, die Verantwortlichen der Transfusionsmedizin, die Qualitätsbeauftragten Hämotherapie und die Transfusionsbeauftragten mit allen, die im Behandlungsprozess mit Blut- und Gerinnungsprodukten zu tun haben, zusammengeschlossen haben. Sie strebt an, die Zusammenarbeit bei in der klinischen Hämotherapie zu verbessern, die Patientensicherheit zu erhöhen, den Behandlungserfolg zu optimieren sowie die Arbeitsbedingungen der Prozessbeteiligten zu verbessern, so die IAKH.

Frau Priv.-Doz. Dr. med. A. Steinbicker, wurde für ihre Arbeit "Bestimmung der Auswaschung von intravenösem Eisen durch Aufbereitung bei der maschinellen Autotransfusion" geehrt. Die Arbeit von Frau Dr. Steinbicker, so die IAKH, zur Detektion und Differenzierung des externen Eisengehalts vom patienteneigenen Hämoglobineisen ist ein wertvoller Beitrag zur klinischen Hämotherapie, weil es uns lehrt, die präoperative Eisengabe nicht zu knapp vor dem operativen Eingriff zu veranlassen. Das intravenös verabreichte hochdosierte Eisenpräparat findet sich sonst im Wundblut.

"Die durch den Förderpreis erworbenen Mittel fließen zurück in die Implementierung und Realisierung von Aktivitäten für Ausbildung, Qualitätssicherung und Forschung zur Verbesserung der klinischen Hämotherapie. Wir freuen uns mit Frau Dr. Steinbicker und gratulieren herzlich", so Univ.-Prof. Dr. med. Alexander Zarbock, Direktor der Klinik.

Priv.-Doz. Dr. med. Andrea Steinbicker

März 2019

  • Boys' Day 2019 am Universitätsklinikum Münster

Die berufliche Orientierung ist nicht immer leicht, zumal man manche Berufe nur aus dem Fernsehen kennt und das dargestellte Abbild nicht immer die Realität trifft. Und genau hierum ging es beim Boys' Day 2019 am UKM. Jungen Menschen wurde die Möglichkeit geboten, sich über die Berufsbilder zu informieren, die sie im Fokus hatten. „Plötzlich stehst du da und alles ist anders. du musst schnell und verlässlich handeln,“ so ein Teilnehmer des Boys' Day in der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie.

Mediziner erklären selbst ihren Beruf, skizzieren die Bandbreite und geben Einblicke in ihre täglichen Herausforderungen. Dabei blieb es nicht bei einem „trockenen“ Vortrag, die Schüler erlebten den Weg eines verunfallten und schwerverletzten Patienten. Direkt von Beginn waren sie mit der Reanimation vor Ort und der Stabilisierung der Wirbelsäule mittels Stiffneck sowie der Rettung mit einem Spineboard aktiv in das Gschehen eingebunden. Auch die Beatmung mit einem Beatmungsbeutel und der Einsatz eines Defibrillators konnte geübt werden. Zudem erhielten die Schüler Einblicke in die Abläufe im Schockraum, auf der Intensivstation und dem Operationssaal.
Dankbar und beeindruckt zeigten sich die Schüler am Ende des Tages und konnten sich so auf ihren weiteren Werdegang motiviert vorbereiten.


  • Hans wurde 44-mal reanimiert -
    Akademischer Ruder-Club zu Münster punktet mit Reanimation

Noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes werden in Norwegen 65 – 73 % der erfassten Personen mit Herzstillstand durch Laien reanimiert, in den Niederlanden sind dies 65 %, in Deutschland jedoch max. 28 % und da bereits nach 3 bis 5 Minuten Gehirnzellen absterben, ist die schnelle, frühzeitige Reanimation so wichtig“, so Dr. med. Raphael Weiss, Notarzt und Mitarbeiter der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie am Universitätsklinikum Münster.
Die Ruderinnen und Ruderer des Akademischen Ruder-Clubs (ARC) zu Münster waren sich ihrer Verantwortung bewusst und wollten sich im Rahmen des Projekts „Ein Leben retten“ mit der Laienreanimation vertraut und kompetent machen. Die Resonanz war groß, so dass bereits nach kurzer Zeit alle 22 Teilnehmerplätze vergeben waren.

Nach einem kurzen Einführungsvortrag hieß es 1. Prüfen 2. Rufen und 3. Drücken. An Hand zweier lebensechter Reanimationspuppen, von denen eine gleich „Hans“ getauft wurde, wurde intensiv geübt:

Woran erkenne ich, dass ich reanimieren muss? - Wie organisiere ich Hilfe und Ablösung? - Wie häufig, wie fest und wie schnell muss ich drücken? - Wie löse ich ab? - Kann ich etwas falsch machen? 

Das waren die zentralen Themenbereiche, die beim praktischen Training im Mittelpunkt standen. Ernsthaft und engagiert wurde geübt. Jede/r Teilnehmer kam mehrfach an die Übungspuppen, so dass „Hans“ mindestens 44-mal reanimiert wurde.
Auch die erwartete Frage: „Was mache ich mit einem Defibrillator?“  wurde beantwortet: „Ich habe zwei mitgebracht und die Verwendung üben wir jetzt ebenfalls.
Dass diese 22 Ruderinnen und Ruderer jetzt kompetent Hilfe leisten können, bekamen sie abschließend mit einem Diplom bestätigt. Alle waren sich einig - ein gutes und wichtiges Angebot, das Schule machen sollte.

Das Projekt „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation" - eine Initiative des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. in Kooperation mit dem German Resuscitation Council sowie der Stiftung Deutsche Anästhesiologie - wird von der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie am Universitätsklinikum Münster tatkräftig unterstützt.


Februar 2019

  • Repetitorium Anästhesiologie ist großer Erfolg

Zum wiederholten Mal haben Mitte Februar die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Münster und das Institut für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin des Klinikums Darmstadt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie für Anästhesiologische Fortbildung (DAAF) das »REPETITORIUM ANÄSTHESIOLOGIE« durchgeführt.

Diese renommierte Veranstaltung genießt mittlerweile einen so guten Ruf, dass sie binnen kürzester Zeit ausgebucht war. Ziel der Veranstaltung, deren Leitung bei Univ.-Prof. Dr. med. Alexander Zarbock und Prof. Dr. Martin Welte lag,  ist es, sich durch Auffrischung des Wissensstandes auf die Facharztprüfung  oder die  Prüfung für die Zusatzweiterbildung Intensivmedizin vorzubereiten oder generell als Fach-, Ober- und Chefarzt, sein Wissen zu überprüfen und den aktuellsten Stand zu reflektieren.

Eine Woche lang bestimmten Themen wie Pharmakologie, Atmen und Beatmung, Anästhesie für spezielle klinische Zielgruppen (herzkranke Patienten/Kinder/Schwangere/Stillende), Gerinnung und Transfusion, spezielle Formen der Regionalanästhesie, Notfall und Narkose, Schmerztherapie, (Neuro-) Endokrinologie im OP, Medizinrecht und eine Vielzahl von Fallbesprechungen den Erfahrungsaustausch.

Gut 200 Teilnehmer verfolgten das Repetitorium mit großem Interesse und zeigten sich von dem aktuellen, breit gefächertem Wissen beeindruckt.
„Die Kombination von 60 Fachvorträgen, Diskussionsrunden, Workshops, Fallbesprechungen und die unmittelbare Einbindung erfahrener praktizierender Kolleginnen und Kollegen macht diese Veranstaltung so wertvoll", so Univ.-Prof. Dr. med. Alexander Zarbock, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Münster.


  • Vierter Ultraschallkurs für Pflegende der Anästhesie

Am 2. Februar hat bereits zum vierten Mal ein Anwender-Ultraschallkurs für Pflegende der Anästhesie stattgefunden. 20 Teilnehmer wurden von einem berufsgruppenübergreifendem Dozententeam um Jasmin Pelizaeus (kniend mittig) und Franziska Beckers (2.v.r.) mit Unterstützung des UKM Trainingszentrums detailliert in die Grundlagen der ultraschallgesteuerten Punktion eingewiesen.

Der Kurs verfolgt dabei mehrere Ziele:

  • Technisches Verständnis für die Methode "ultraschallgesteuerte Punktion" und Steigerung der Anwendungssicherheit.
  • Verbesserte Zusammenarbeit mit den ärztlichen Kollegen der  Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin und Schmerztherapie im Rahmen von ultraschallgesteuerten Regionalanästhesieverfahren oder bei zentralen Katheteranlagen nach dem Motto "vier Augen sehen mehr als zwei".
  • Einzigartig: Schulung zur eigenständigen Anwendung von Ultraschall im Rahmen von schwierigen peripheren Punktionen und somit Erweiterung der Kompetenzen der Anästhesie-Pflege am UKM um ein hilfreiches Werkzeug.

Durch die kontinuierliche Qualifizierung konnte bereits ein Großteil der Mitarbeiter diesen Kurs durchlaufen. Weitere Termine werden geplant und die Einbindung der Pflegenden der anästhesiologisch geführten Intensivstationen ist vorgesehen.


  • Ultraschallkurs im Umfang bundesweit einzigartig

Sonografische Verfahren gewinnen in der Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie sowohl für die Diagnostik als auch für Interventionen zunehmend an Bedeutung. Die Möglichkeit einer gezielten Punktion unter Berücksichtigung der individuellen Anatomie kann helfen, Komplikationsraten zu reduzieren und Effektivität zu steigern. Bei der Anlage zentralvenöser Zugänge erlaubt die Sonografie die präinterventionelle Darstellung der Gefäße und damit die Planung des bestgeeigneten Punktionsweges im Gegensatz zu einer a priori Festlegung der Punktionsstelle nach Oberflächenlandmarken. Durch das Erkennen eines  kollabierten Gefäßes oder einer Thrombose können frustrane Punktionen oder Fehlpunktionen vermieden werden, so die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM).

Als anerkannter Partner der DEGUM bietet unsere Klinik zielgerichtete Fortbildungen an, die in Grund- und Aufbaukurse aufgeteilt sind. Im Aufbaukurs werden die Grundkenntnisse vertieft und die Untersuchungstechnik verbessert. Ein Schwerpunkt ist das Erkennen und Darstellen pathologischer Befunde und deren Differentialdiagnose. Gemeinsam mit dem Klinikum Neumarkt & der Caritas Klinik Saarbrücken konnte Dr. med. Thomas Ermert, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie am UKM, am ersten Februarwochenende 20 interessierte Teilnehmer begrüßten, die in den fortgeschrittenen Themen der Regionalanästhesie fortgebildet wurden. Deutschlandweit einmalig bestand im Rahmen dieses Kurses die Möglichkeit, die durch den Besuch im  anatomischen Institut gewonnenen Erkenntnisse, im praktischen Übungseinsatz anschließend direkt in Handlungskompetenzen umzusetzen, so der verantwortliche OA Dr. Thomas Ermert.


  • Doktorand der AG Translationale Schmerzforschung bester deutscher Schmerz-Nachwuchsforscher

Jan Linnemann, Doktorand in der AG Translationale Schmerzforschung der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie, ist auf dem Deutschen Schmerzkongress in Mannheim mit dem Vortragspreis der Deutschen Schmerzgesellschaft ausgezeichnet worden. Der 22-jährige Medizinstudent erhielt für die Präsentation seiner Doktorarbeit zum Thema „Etablierung eines präklinischen Modells für Cancer-induced bone pain (CIBP) und seine Untersuchung hinsichtlich verschiedener Schmerzmodalitäten“ den mit 150 Euro dotierten Preis. Die Deutsche Schmerzgesellschaft zeichnet jedes Jahr mit diesem Preis den besten Vortrag im Rahmen des „Top Young Scientists“- Symposiums aus, in der ambitionierte Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus der Schmerzforschung  ihre Arbeiten einem breiten Fachpublikum präsentieren. Jan Linnemann ist damit der beste Schmerz-Nachwuchsforscher Deutschlands. Er nimmt darüber hinaus am Förderprogramm des promotionsbegleitenden Medizinerkolleges (MedK) der Medizinische Fakultät Münster teil.

Knochenschmerzen sind ein ausgesprochen häufiges Symptom bei Patienten mit Knochenkrebs und bedeuten eine massive Einschränkung der Lebensqualität. Aktuelle Behandlungsoptionen sind stark limitiert und die präklinische Forschung ist methodisch noch lückenhaft. Die AG Translationale Schmerzforschung unter Leitung von Frau Univ.-Prof. Dr. med. Esther Pogatzki-Zahn entwickelt aus diesem Grund seit Jahren methodisch neue Ansätze in der präklinischen Schmerzforschung um diese Lücke schließen zu können. Die hier ausgezeichnete Arbeit von Jan Linnemann legt den Grundstein für die Etablierung neuer Methoden zur Erfassung schmerzrelevanter Outcome-Parameter.

Wir gratulieren herzlich zu diesem Erfolg!

cand. med.  Jan Linnemann

Januar 2019

  • Neuer Chefarzt in der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am UKM Marienhospital Steinfurt

Das UKM Marienhospital Steinfurt sichert die medizinische und wohnortnahe Grundversorgung für Steinfurt und die umliegenden Städte und Gemeinden im Landkreis Steinfurt. Es ist zudem 2018 erneut als lokales Traumazentrum anerkannt worden. Im Jahr 2016 wurde die Geschäftsführung durch das Universitätsklinikum Münster übernommen und seitdem profitiert das Marienhospital Steinfurt unmittelbar vom medizinischen "know how" des UKM.

Nachdem schon Dr. med. Steffen Roßlenbroich als neuer Chefarzt der Unfallchirurgie und Dr. med. Britta Wieskötter als Chefärztin für Handchirurgie vom UKM zum Marienhospital gewechselt sind, ist nun auch mit dem Einsatz von Dr. med. Holger Janssen ein weiterer erfahrener Mediziner vom UKM im Marienhospital als neuer Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin in Steinfurt tätig.

Dr. med. Holger Janssen verfügt über eine langjährige Erfahrung und war zuletzt Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, operativer Intensivmedizin und Schmerztherapie am UKM. Er übernimmt die  Chefarztfunktion im UKM Marienhopital Steinfurt für die kommenden 18 Monate.

Univ.-Prof. Dr. med. Alexander Zarbock, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, operativer Intensivmedizin und Schmerztherapie am UKM und zugleich geschäftsführender Chefarzt der Anästhesiologie am Marienhospital Steinfurt, gratuliert ihm herzlich und wünscht viel Erfolg für die neue Aufgabe!

Dr. med. Holger Janssen

  • Umweltschonende neue Mehrweg-Larynxmasken

Mit dem Jahr 2019 sind in Deutschland eine Vielzahl von Gesetzesänderungen in Kraft getreten. Zahlreiche Änderungen betreffen dabei auch den Umweltschutz. Neu ist auch das ab 1. Januar gültige Verpackungsgesetz, das die bisherige Verpackungsverordnung ablöst. Ziel ist es, die Recyling-Quoten zu erhöhen, dass Abfallaufkommen zu verringern und somit den Umweltschutz zu verbessern. Doch erfolgt die tatsächliche Umsetzung zur Zielerreichung erst im Alltag.

Die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Münster ist sich hier seiner Verantwortung schon lange bewusst und ständig auf der Suche nach neuen, innovativen Lösungen. Bereits im letzten Halbjahr wurde damit begonnen, verschiedene, umweltschonende Mehrweg-Larynxmasken zu erproben. Drei Typen kamen in die engere Auswahl. Ende des letzten Jahres fiel dann die Entscheidung.
Die neue Larynxmaske wird nun seit dem Jahreswechsel flächendeckend am Universitätsklinikum eingeführt. Sie hat den Vorteil, dass sie - anders als die Einweg-Vorgängermodelle - hygienisch-fachgerecht aufbereitet und so bis zu vierzigmal wiederverwendet werden kann. Sie bietet die gewohnte Sicherheit für die Patientinnen und Patienten und leistet durch ihre Wiederverwendbarkeit einen erfreulichen Beitrag zum Umweltschutz durch die signifikante Reduktion von Verpackungsmüll und Einwegartikeln.

Es ist nur eins von mehreren Projekten, die wir aktuell im Fokus haben“, erklärt Klinikdirektor Univ.-Prof. Dr. med. Alexander Zarbock. „Auch das nächste Projekt dient dem Umweltschutz: die Reduktion des Papierverbrauchs durch die Einführung eines elektronischen Narkoseprotokolls.


 
 
 
 

Kontakt

Prof. Alexander Zarbock, UKM-Anästhesiologie

Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie

Univ.-Prof. Dr. med.
Alexander Zarbock
Direktor der Klinik

Albert-Schweitzer-Campus 1
Gebäude A1
48149 Münster

T: +49 251 / 83-4 72 52
F: +49 251 / 83-4 86 67

zarbock(at)uni-muenster(dot)de

Anfahrt über
Albert-Schweitzer-Str. 33
48149 Münster

Informationen zur Anfahrt
Anfahrt mit Google Maps

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