Forschung & Lehre

Die Sektion Forschung, Lehre und Therapieentwicklung in der zentralen Einrichtung verfolgt das Ziel, den Fortschritt in der medizinischen und therapeutischen Versorgung voranzutreiben und dafür Sorge zu tragen, dass aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse den Patientinnen und Patienten in der Versorgung unmittelbar zu Gute kommen. Dafür setzen wir eigenständige Forschungs- und Qualitätsentwicklungsprojekte um, beteiligen uns als Kooperationspartner an Forschungsprojekten und kooperieren mit Hochschulen.

In der Ausbildung engagieren wir uns für eine wissenschaftliche Ausbildung in den Therapieberufen, indem wir praxisbasierte wissenschaftliche Abschlussarbeiten ermöglichen und als Lernort für die praktische Ausbildung kooperieren. 

Wir freuen uns über ihre Kontaktaufnahme!

Die Sektion wurde im Jahr 2019 gegründet. Ziel ist es Forschungsprojekte durchzuführen und zu unterstützen, die einen Beitrag zu einer patientenzentrierten und exzellenten Versorgung der Patient/inn/en am UKM leisten. Die aktuellen Schwerpunkte entnehmen sie bitte der Seite Themen. 

Die zentrale Einrichtung Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie engagiert sich für akademische Ausbildung von Therapeutinnen und Therapeuten. 

So finden große Teile der praktischen Ausbildung im Studiengang Therapie- und Gesundheitsmanagement insbesondere für die Studierenden der Physiotherapie in der zentralen Einrichtung Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie statt. Informationen zum Studiengang Therapie- und Gesundheitsmanagement Physiotherapie und Logopädie finden Sie hier: https://www.fh-muenster.de/gesundheit/studienbewerber/bsc_tgm.php.

Die Therapeutinnen und Therapeuten unterstützen aktiv die Lernprozesse der Studierenden z.B. im Rahmen des OSLO Projektes: https://www.fh-muenster.de/gesundheit/forschung/oslo.php.

Wir bieten die Möglichkeit Abschlussarbeiten zu praxisrelevanten Fragestellungen bei uns zu schreiben. Bei Interesse nehmen Sie gerne Kontakt auf marion.grafe(at)­ukmuenster(dot)­de.

 

 

Das Traineeprogramm ist ein Angebot für Bachelorabsolventen in den Therapieberufen und in der Pflege. In dem einjährigen Programm werden die Trainees darin unterstützt, ihre im Studium erworbenen Kompetenzen anzuwenden und zu vertiefen. Zudem fördern wir durch die Zusammensetzung der Gruppe den interprofessionellen Austausch im Sinne einer interprofessionellen evidenzbasierten Praxis.  Die Trainees bearbeiten in diesem Jahr eigenständig ein Praxisentwicklungsprojekt, welches einen Beitrag zur Evidenzbasierung des therapeutischen, pflegerischen und interprofessionellen Handelns am UKM leistet. 

Phasen des Traineeprogramms

  • Planungsphase: theoretischer Input (Schwerpunkt Evidenzbasierte Praxis und Projektmanagement) und Entwicklung von Projektideen sowie Projektplanung
  • Umsetzungsphase: Recherche und Synthese von Evidenz zum Projekt sowie Zusammenstellung identifizierter Interventionen. Prüfung der Umsetzbarkeit und Relevanz von Interventionen in einer Projektgruppe. Entwicklung von Implementationsstrategien, Umsetzung und Evaluation.  

Das Traineeprogramm beginnt in der Regel im September und endet mit einer Abschlusspräsentation im September des darauffolgenden Jahres.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an marion.grafe(at)­ukmuenster(dot)­de (Therapie) oder nina.kolbe(at)­ukmuenster(dot)­de (Pflege).


 

Aktuelles

"Forschung und Lehre werden in der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie am UKM Realität“

In den Therapieberufen findet eine immer weiter zunehmende Akademisierung statt. Allein in der Zentralen Einrichtung Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie am UKM haben 32 Prozent der Therapeuten einen akademischen Abschluss, das ist ein deutschlandweit hervorragender Wert.

Marion Grafe arbeitet seit einigen Monaten als Leiterin der Sektion Forschung, Lehre und Therapieentwicklung hier am UKM. Die promovierte Therapiewissenschaftlerin und Physiotherapeutin ist Nachwuchsprofessorin an der FH Münster und mit einer halben Stelle am UKM angestellt. Ein wichtiger Teil ihrer Aufgabe ist der „Theorie-Praxis-Transfer“. Dies wird zum Beispiel im bereits bestehenden Traineeprogramm gemeinsam mit der Pflege umgesetzt.  Aktuell gibt es drei Therapeuten, die an diesem Programm teilnehmen und durch Marion Grafe dabei unterstützt werden, Fragestellungen aus der eigenen Praxis zu entwickeln, auf Grundlage aktueller Evidenz zu beantworten und konkrete Veränderungen oder Maßnahmen zu implementieren. Eine weitere Aufgabe ist die Stärkung der interprofessionellen Ausrichtung mit allen Berufsgruppen, beispielsweise findet ein enger Austausch mit der Stabsstelle Pflegewissenschaft statt.

Um die bereits bestehenden Verbindungen zwischen FH und UKM in der Ausbildung der Therapeuten zu stärken, werden an der FH Studierendenprojekte zu Themen aus dem UKM angeboten. Die zentrale Einrichtung stellt sich mit diesen Entwicklungen als Kooperationspartner für Projekte der Versorgungsforschung auf und wirbt damit gleichzeitig für das UKM als attraktiver Arbeitgeber.Marion Grafe gibt ein klares Signal: „Die Evaluation und Verbesserung von Versorgungsprozessen ist eine Aufgabe aller beteiligten Berufsgruppen. Insbesondere zu der Frage, wie eine frühzeitige Mobilität und Selbstständigkeit wiedererlangt werden kann, werden die therapeutischen Berufsgruppen einen wertvollen Beitrag leisten!“

Dr. rer. medic. Jochen Bräunig unter den Gewinnern des deutschen Pflegepreises

Im Rahmen der 36. Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für Neurointensiv- und Notfallmedizin (DGNI), die vom 17.-19. Januar in Berlin stattfand, präsentierte Dr. Jochen Bräunig den state of the art zum Thema Spitzfussprophylaxe. Mit diesem Vortrag wurde er mit dem zweiten Platz des deutschen Pflegpreises der DGNI ausgezeichnet.

Jochen Bräunig erwirbt als erster Physiotherapeut in der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie die Doktorwürde

Eine frühzeitig einsetzende Physiotherapie nimmt eine wichtige Position in der Förderung kritisch kranker Patienten ein. Der Focus liegt in der Reduktion von Sekundärkomplikationen, wie Pneumonien, Kontrakturen, Dekubiti und der Verbesserung der funktionellen Langzeitprognose. Jochen Bräunig untersuchte nun im Rahmen seiner Promotionsarbeit in einer prospektiven Studie bei Patienten mit extrakorporalen Kreislaufunterstützungsverfahren (ECLS) die Langzeitergebnisse einer früh-rehabilitative Interventionen. Mit den Ergebnissen seiner Arbeit „Qualitative Effekte bei früh einsetzender Physiotherapie auf der Intensivstation bei Patienten unter ECLS-Therapie nach kardiogenem Schock“ erwarb sich Jochen Bräunig damit nun den Titel des „doctor rerum medicinalium“ der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Er ist damit der erste Physiotherapeut, der sich in unserer Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie diesen Titel erworben hat.

 

 
 
 
 

Kontakt

Foto Dr. Marion Grafe, UKM-Physiotherapie

Sektion Forschung, Lehre und Therapieentwicklung

Dr. rer. medic. Marion Grafe

T 0251 83-48160
marion.grafe(at)­ukmuenster(dot)­de