Die öffentliche Teststelle der Münsterschen Haus- und Fachärzte (Medis Münster) am UKM hat den Betrieb zum 30.06.2021 eingestellt. Derzeit werden auf dem Gelände keine öffentlichen Testungen mehr durchgeführt. Personen mit Corona-verdächtigen Symptomen, fraglichem Kontakt zu Corona-Infizierten oder roter App-Warnung sowie Reiserückkehrer oder Lehrer:innen/Erzieher:innen wenden sich an den Hausarzt oder erfragen unter T 116117 die jeweils zuständige Teststelle und deren Öffnungszeiten. Alternativ hat die Stadt Münster eine Liste mit allen Teststellen in Münster zusammengestellt.

Die Teststelle des UKM, an der ausschließlich Patient:innen sowie stationär aufgenommene Begleitpersonen getestet werden, bleibt geöffnet.

Informationen für stationäre Patienten

Angesichts der aktuellen Infektions-Situation in Deutschland führen wir bei allen ambulanten und stationären Patienten eine ausführliche telefonische oder persönliche Anamnese durch. Patienten, die ab dem 08.02. geplant stationär aufgenommen oder ambulant operiert werden, müssen einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. In Ausnahmefällen kann dieser Test an unserer Corona-Teststelle durchgeführt werden. Die betroffenen Patienten werden von unseren Kliniken und Ambulanzen kontaktiert. 

Bitte beachten Sie: Notfälle werden aufgrund eines fehlenden Testergebnisses nicht abgewiesen.

Bitte beachten Sie: Um unsere Patienten, Mitarbeitenden und Besucher vor einer Infektion zu schützen und die Ausbereitung von SARS-CoV2 einzudämmen, ist in allen Gebäuden des UKM das Tragen einer medizinischen Maske (OP-Maske oder FFP2-Maske) erforderlich. Die bisher genutzen Stoffmasken können nicht mehr verwendet werden. Achtung: Auch FFP-Masken mit Ausatemventil sind nicht erlaubt.

Für den Besuch des UKM dürfen Sie Ihre eigenen, privaten Masken nutzen. Sollten Sie keine Maske dabei haben, stellen wir Ihnen für Dauer ihres Aufenthaltes im Klinikum an der jeweiligen Pforte einen geeigneten Schutz zur Verfügung.

Das Betreten der Gebäude ist ohne medizinische Maske nicht gestattet.

Der Schutz unserer Patientinnen und Patienten, unserer Mitarbeitenden und auch Ihr Schutz stehen für uns an erster Stelle.

Um dem Recht der Patientinnen und Patienten auf soziale Kontakte nachzukommen, passt das UKM seine Besucherregelung an: Ab dem 28. Juni 2021 darf jeder Patient pro Tag für eine Stunde einen geimpften, genesenen oder negativ getesteten Besucher empfangen. Dies gilt ab dem ersten Aufenthaltstag. Besonders gefährdete Bereiche können abweichende Regelungen erlassen. Die einstündigen Besuche sind möglich in der Zeit von 8 bis 19 Uhr. Um die Rückverfolgbarkeit gewährleisten zu können, benötigen Besucher eine Zutrittsberechtigung, die durch das Ärztliche Personal auf der jeweiligen Station ausgestellt wird.

Bitte beachten Sie: Besucher dürfen grundsätzlich keine Symptome einer möglichen COVID-19-Erkrankung haben.

Liegen eine Zutrittsberechtigung und Symptomfreiheit vor, müssen Besucherinnen und Besucher folgende Nachweise vorlegen:

- einen tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltest oder PCR-Befund

ODER

- bei kompletter Impfung: Nachweis einer vor mindestens 14 Tagen abgeschlossenen vollständigen Impfung (zweimalige Impfung) gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff  (Nachweis durch Impfausweis oder Impfbescheinigung). Als komplett geimpft gelten auch Personen mit durchgemachter COVID-19-Erkrankung mit Nachweis eines positiven Testergebnisses (Nukleinsäurenachweis wie PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) in Verbindung mit dem Nachweis einer nach der Erkrankung erfolgten und mindestens 14 Tage zurückliegenden Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff. (Nachweis durch positiven PCR-Test + Impfausweis bzw. Impfbescheinigung)

- bei von COVID-19 genesenen Personen: Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vorherigen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durch ein positiven Testergebnis (Nukleinsäurenachweis wie PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik), welches mindestens 28 Tage sowie maximal 6 Monate zurückliegt. (Nachweis durch positiven PCR-Test)

Bitte beachten Sie: Diese Regelung gilt aktuell nur für Besucher, nicht für Patienten.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Hinweis zu unseren Ambulanzen und Sprechstunden

Liebe Patientin, lieber Patient,

wenn Sie in den kommenden Tagen einen Termin in einer unserer Ambulanzen haben, melden Sie sich bitte vorab, wenn

- bei Ihnen folgende Symptome bestehen: Fieber, Halsschmerzen und/oder Schluckstörungen, Husten, Atemnot, Geschmacks- oder Geruchsverlust, allgemeine Abgeschlagenheit und/oder Leistungsverlust, soweit nicht durch eine bestehende Vorerkrankung erklärbar, Magen-Darm-Symptome, starken Schnupfen

- Sie Kontakt zu einer SARS-CoV-2 positiven Person hatten

- oder positiv auf Coronavirus getestet wurden.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Kommen Sie bitte nicht in unsere Ambulanzen, wenn Sie unsicher sind, ob Sie von COVID19 betroffen sind.


Vielen Dank!

Therapiewissenschaften

Die StabsstelleTherapiewissenschaften in der zentralen Einrichtung verfolgt das Ziel, den Fortschritt in der medizinischen und therapeutischen Versorgung voranzutreiben und dafür Sorge zu tragen, dass aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse den Patientinnen und Patienten in der Versorgung unmittelbar zu Gute kommen. Dafür setzen wir eigenständige Forschungs- und Qualitätsentwicklungsprojekte um, beteiligen uns als Kooperationspartner an Forschungsprojekten und kooperieren mit Hochschulen.

In der Ausbildung engagieren wir uns für eine wissenschaftliche Ausbildung in den Therapieberufen, indem wir praxisbasierte wissenschaftliche Abschlussarbeiten ermöglichen und als Lernort für die praktische Ausbildung kooperieren. 

Wir freuen uns über ihre Kontaktaufnahme!


 

Aktuelle Publikationen und Kongressbeiträge

 

Hülsdünker, J. & Grafe, M. (2021). Motivation und Bereitschaft zur Verhaltensänderung. Wie körperliche Aktivität bei Patienten mit Epilepsie gefördert werden kann. pt-Zeitschrift für Physiotherapeuten. 73 (05), 45-50.

Grafe, M., Stickdorn, I., Baune, B. (2021). Identifying barriers and change aspects for implementing evidence-based physical activity interventions in a clinic for psychiatry. World Physiotherapy Congress 2021, online.

Stickdorn, I. & Grafe, M. (2021). Unterschätztes Handlungsfeld - Physiotherapeuten als Experten für Bewegung bei psychischen Erkrankungen. physiopraxis, 2, 36-39.

Adermann, S. & Thomas, M. (2020). Wenn die Worte fehlen: Aphasie im klinischen Alltag begegnen. Ein Kooperationsprojekt von Logopädie und Pflege. 93. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), online, 4.-7.11.2020.

Grafe, M. & Kolbe, N. (2020). A trainee program to enhance competencies for an evidence-based practice of novice therapists in an acute care setting. European Region Worls Physiotherapy Online 2020 (Vortrag).

Elliott, J., Grafe, M., Markfort, A., Breitbach-Snowdon, H., Störkel, F. (2020). A study of first year physiotherapy and speech and language therapy students´ perceptions of real-life clinical practice in a maximum care hospital setting. European Region Worls Physiotherapy Online 2020 (Vortrag).

Krämer, C., Grafe, M., Robrecht, D., Schmidt, J. (2020). The role of physiotherapy during the pandemic – a need for leadership and interprofessional collaboration. European Region Worls Physiotherapy Online 2020 (Posterbeitrag)

Döhring, S. & Rauwolf, K. (2020). Physiotherapie in der pädiatrischen Onkologie. Knochentumore der unteren Extremität. pt-Zeitschrift für Physiotherapeuten. 03, 42-46.

Grafe, M. & Kolbe, N. (2020). Perspektiven nach dem Studium eröffnen. Interprofessionelles Traineeprogramm für Bachelorabsolventen in Pflege und Therapie. pt-Zeitschrift für Physiotherapeuten. 03, S. 82-86.

Bräunig, J. (2019). Effects of early goal directed physiotherapy in neurological patients on the intensive care unit.European Congress of Neuro-Rehabilitation 2019, 9–12 Oktober 2019. Budapest, Ungarn. (Poster)

Bräunig, J. (2019). Prophylaxis and therapy of pes equinus in immobile patients in the intensive care unit. European Congress of Neuro-Rehabilitation 2019, 9–12 Oktober 2019. Budapest, Ungarn. (Poster)

Bräunig, J. (2019). Wie lässt sich bei immobilen Patienten aktuell am besten ein Spitzfuß vermeiden? Intensiv, 27 (06).

Bräunig, J. (2018). Qualitative Effekte bei früh einsetzender Physiotherapie auf der Intensivstation bei Patienten unter ECLS-Therapie nach kardiogenem Schock. Dissertation, Medizinische Fakultät der Westtfälischen-Wilhelms-Universität Münster. Abrufbar unter: https://miami.uni-muenster.de/Record/37335f81-f798-4507-b00b-83de7c83726f

Grafe, M. (2018). "Immer im Takt bleiben" - eine Untersuchung der physiotherapeutischen Interaktion in der ambulanten Physiotherapiepraxis. Dissertation, Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Abrufbar unter: http://digital.bibliothek.uni-halle.de/hs/content/titleinfo/2892493

 

Forschung

Die Stabsstelle wurde im Jahr 2019 gegründet. Ziel ist es Forschungsprojekte durchzuführen und zu unterstützen, die einen Beitrag zu einer patientenzentrierten und exzellenten Versorgung der Patient/inn/en am UKM leisten.  

 

Aktuelle Projekte

  • Online-basierts präoperatives physiotherapeutisches Management von Patient*innen vor viszeralen Operationen (PräOpPT)

    • Kooperationspartner: Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Univ.-Prof. Dr. Pascher

    • Finanziert durch Mittel aus münster.land.leben/ Innovative Hochschule (FH Münster)

    • Mitarbeiterin: Romina Stenzel (B.Sc.)


       

  • mi-AKTIV - Entwicklung und Implementierung eines multidimensionalen,

    interprofessionellen bewegungsbezogenen Versorgungskonzeptes zur

    Steigerung der körperlichen Aktivität bei Patienten mit psychischen

    Erkrankungen während des stationären Aufenthaltes – eine mixedmethods

    Pilotstudie (mi-AKTIV)

    • gemeinsames Projekt mit der Klinik für Psychische Gesundheit, Univ.-Prof. Dr. Baune

    • Mitarbeiterin: Isabelle Stickdorn (B.Sc.)

    • Ziel des Forschungsvorhabens ist die partizipative Entwicklung und Implementierung eines multidimensionalen, bewegungsbezogenen Versorgungskonzeptes zur Steigerung der körperlichen Aktivität von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen in stationärer Behandlung unter Berücksichtigung aktueller externer Evidenz und Involvierung wichtiger Stakeholder.


       

  • Patient*innen in Bewegung (PiB), sensorgestützte Erfassung körperlicher Aktivität von Patient*innen während der Krankenhausversorgung
    • Kooperationspartner: Fachbereich Physikalische Technik FH Münster
    • Finanziert durch Institut IGTA (Interdisziplinarität in Gesundheit, Technik, Arbeitsfähigkeit) der FH Münster
    • abgeschlossen

Qualifizierung

Die zentrale Einrichtung Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie engagiert sich für akademische Ausbildung von Therapeutinnen und Therapeuten. 

So finden große Teile der praktischen Ausbildung im Studiengang Therapie- und Gesundheitsmanagement insbesondere für die Studierenden der Physiotherapie in der zentralen Einrichtung Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie statt. Informationen zum Studiengang Therapie- und Gesundheitsmanagement Physiotherapie und Logopädie finden Sie hier: https://www.fh-muenster.de/gesundheit/studienbewerber/bsc_tgm.php.

Die Therapeutinnen und Therapeuten unterstützen aktiv die Lernprozesse der Studierenden z.B. im Rahmen des OSLO Projektes: https://www.fh-muenster.de/gesundheit/forschung/oslo.php.

Wir bieten die Möglichkeit Abschlussarbeiten zu praxisrelevanten Fragestellungen bei uns zu schreiben. Bei Interesse nehmen Sie gerne Kontakt auf marion.grafe(at)­ukmuenster(dot)­de.


Aktuelle Abschlussarbeiten

  • Judith Elliott (2020). Berufliche Rollenbilder akademisch qualifizierter Pflegender und Therapeut*innen in der klinischen Versorgung.
  • Sindy Steglich (2020). Kann Physiotherapie die sensorische Entwicklung von Frühgeborenen unterstützen? Physiotherapeutische Handlungsempfehlung für die neonatologische Intensivstation auf Basis aktueller Evidenz.
  • Annika Prickartz (2020). Der Einfluss präoperativer Physiotherapie bei Patienten vor viszeralen Operationen in Hinblick auf die postoperative Funktionsfähigkeit und die Entwicklung postoperativer Komplikationen.
  • Steffen Saldsieder (2020). Eine vergleichende Analyse von Assessments zur Messung der körperlichen Aktivität von Patienten während der stationären Versorgung.
  • Annalena Paus (2019). A review of functional outcomes and applicable outcome measurements for patients in an acute care stroke unit in Germany. Hanzehogeschool Groningen.
  • Pauline Grau (2019). Entwicklung einer Orientierungshilfe für die physiotherapeutische Frühmobilisation auf der Stroke Unit und der neurologischen Intensivstation auf Grundlage externer und interner Evidenz.
  • Miriam Otte (2019). Überprüfung der Machbarkeit eines physiotherapeutischen Gruppenangebots für kardiologische Patienten in einem Klinikum der Maximalversorgung.
  • Saskia Pohlen (2019). Umsetzbarkeit der Mainzer-Mobilitäts-Matrix in der akutchirurgischen Versorgung - am Beispiel des Verlaufs der Mobilität von kardiologischen Patienten nach Operation mittels medialer Sternotomie.
  • Anna Christmann (2019). Entwicklung eines Studiendesigns zur Evaluation des Nutzens des Gleichgewichtstests GGT.
  • Christina Hauptmeier (2019). Indikationen für die Anwendung der Manuellen Lymphdrainage bei multimorbiden Patienten im Akutkrankenhaus - eine explorative Untersuchung der Erfahrung von Physiotherapeuten.

Traineeprogramm

Das Traineeprogramm ist ein Angebot für Bachelorabsolventen in den Therapieberufen und in der Pflege. In dem einjährigen Programm werden die Trainees darin unterstützt, ihre im Studium erworbenen Kompetenzen anzuwenden und zu vertiefen. Zudem fördern wir durch die Zusammensetzung der Gruppe den interprofessionellen Austausch im Sinne einer interprofessionellen evidenzbasierten Praxis.  Die Trainees bearbeiten in diesem Jahr eigenständig ein Praxisentwicklungsprojekt, welches einen Beitrag zur Evidenzbasierung des therapeutischen, pflegerischen und interprofessionellen Handelns am UKM leistet. 

Phasen des Traineeprogramms

  • Planungsphase: theoretischer Input (Schwerpunkt Evidenzbasierte Praxis und Projektmanagement) und Entwicklung von Projektideen sowie Projektplanung
  • Umsetzungsphase: Recherche und Synthese von Evidenz zum Projekt sowie Zusammenstellung identifizierter Interventionen. Prüfung der Umsetzbarkeit und Relevanz von Interventionen in einer Projektgruppe. Entwicklung von Implementationsstrategien, Umsetzung und Evaluation.  

Das Traineeprogramm beginnt in der Regel im September und endet mit einer Abschlusspräsentation im September des darauffolgenden Jahres.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an marion.grafe(at)­ukmuenster(dot)­de (Therapie) oder nina.kolbe(at)­ukmuenster(dot)­de (Pflege).

 

Aktuelles Traineeprojekt

- Paus, Annalena (B.Sc.). Die Implementierung von evidenz-basierten Assessments zur Messung von Beeinträchtigungen in Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL) bei akuten Schlaganfall-Patienten auf der Stroke Unit des UKM

Abgeschlossene Traineeprojekte aus den Therapieberufen

- Döhring, Sarah (B.Sc.). Welche physiotherapeutischen Maßnahmen können bei pädiatrischen Patienten mit Osteosar-kom bzw. Ewing-Sarkom vor und nach endoprothetischer Versorgung der unteren Extremität zu einer schnelleren postoperativen Mobilität ohne Hilfsmittel führen?

- Chrobak, Jonas (B.Sc.). Physiotherapeutische Behandlung
bei Herzpatienten nach einer Sternotomie

- Thomas, Marion (M.A.). Plötzlich ungehört - Welche evidenzbasierten Kriterien gibt es für die Gestaltung der ersten Angehörigenberatung von Patienten mit akuter Aphasie am UKM?

- Hülsdünker, Jutta (B.Sc.).Welche Maßnahmen eignen sich um körperliche Aktivität bei Patienten mit Epilepsie zu steigern

 

 

Aktuelles

Beitrag von Therapie und Pflege im Rahmen der Drei-Länder-Tagung

Dr. Marion Grafe (Zentrale Einrichtung PEL) und Nina Kolbe (Stabstelle Pflegewissenschaft) haben am 07.11.2019 in Bochum einen Workshop im Rahmen der Drei-Länder-Tagung an der hsg in Bochum durchgeführt. Im Mittelpunkt des Workshops stand die Frage, wie sich Evidenzbasierung und Interprofessionalität bedingen und welche Voraussetzungen eine interprofessionelle evidenzbasierte Praxis hat. Das UKM hat sich hier bereits auf den Weg gemacht. Zum Beispiel durch die interprofessionelle Planung von Journal Clubs und das gemeinsame Trainee Programm. Weitere Ideen stehen bereits in den Startlöchern, denn nur gemeinsam können wir gut versorgen.

Abschlusspräsentationen der Trainees aus Pflege und Therapie

Erstmalig sind im letzten Jahr Kolleginnen und Kollegen aus Pflege und Therapie in das nun interprofessionelle Traineeprogramm für Bachelorabsolventen am UKM gestartet. Ihre Traineezeit haben vier Teilnehmende jetzt erfolgreich abgeschlossen – und drei von ihnen haben am Dienstag ihre wissenschaftlichen Projekte den interessierten Kollegen vorgestellt. Ziel des innovativen Traineeprogramms ist es, eine Brücke zwischen Theorie und Praxis zu bauen – und so aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in die pflegerische und therapeutische Praxis einfließen zu lassen. Herzlichen Glückwünsch zum absolvierten Traineeprogramm und zur gelungenen Präsentation!

Die Traineeprojekte aus der Physiotherapie:

Jonas Chrobak: Evidenzbasierte physiotherapeutische Behandlung bei Herzpatienten nach einer Sternotomie auf der Akut‐Station im Hinblick auf die frühestmögliche Mobilität. (chrobak.jonas(at)­ukmuenster(dot)­de)

Sarah Döhring: Physiotherapeutische Maßnahmen bei pädiatrischen Patienten mit Osteosarkom bzw. Ewing‐Sarkom vor endoprothetischer Versorgung der unteren Extremität zur Verbesserung der postoperativen Mobilität. (sarah.doehring(at)­ukmuenster(dot)­de)

"Forschung und Lehre werden in der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie am UKM Realität“

 

In den Therapieberufen findet eine immer weiter zunehmende Akademisierung statt. Allein in der Zentralen Einrichtung Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie am UKM haben 32 Prozent der Therapeuten einen akademischen Abschluss, das ist ein deutschlandweit hervorragender Wert.

Marion Grafe arbeitet seit einigen Monaten als Leiterin der Sektion Forschung, Lehre und Therapieentwicklung hier am UKM. Die promovierte Therapiewissenschaftlerin und Physiotherapeutin ist Nachwuchsprofessorin an der FH Münster und mit einer halben Stelle am UKM angestellt. Ein wichtiger Teil ihrer Aufgabe ist der „Theorie-Praxis-Transfer“. Dies wird zum Beispiel im bereits bestehenden Traineeprogramm gemeinsam mit der Pflege umgesetzt.  Aktuell gibt es drei Therapeuten, die an diesem Programm teilnehmen und durch Marion Grafe dabei unterstützt werden, Fragestellungen aus der eigenen Praxis zu entwickeln, auf Grundlage aktueller Evidenz zu beantworten und konkrete Veränderungen oder Maßnahmen zu implementieren. Eine weitere Aufgabe ist die Stärkung der interprofessionellen Ausrichtung mit allen Berufsgruppen, beispielsweise findet ein enger Austausch mit der Stabsstelle Pflegewissenschaft statt.

Um die bereits bestehenden Verbindungen zwischen FH und UKM in der Ausbildung der Therapeuten zu stärken, werden an der FH Studierendenprojekte zu Themen aus dem UKM angeboten. Die zentrale Einrichtung stellt sich mit diesen Entwicklungen als Kooperationspartner für Projekte der Versorgungsforschung auf und wirbt damit gleichzeitig für das UKM als attraktiver Arbeitgeber.Marion Grafe gibt ein klares Signal: „Die Evaluation und Verbesserung von Versorgungsprozessen ist eine Aufgabe aller beteiligten Berufsgruppen. Insbesondere zu der Frage, wie eine frühzeitige Mobilität und Selbstständigkeit wiedererlangt werden kann, werden die therapeutischen Berufsgruppen einen wertvollen Beitrag leisten!“

Dr. rer. medic. Jochen Bräunig unter den Gewinnern des deutschen Pflegepreises

Im Rahmen der 36. Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für Neurointensiv- und Notfallmedizin (DGNI), die vom 17.-19. Januar in Berlin stattfand, präsentierte Dr. Jochen Bräunig den state of the art zum Thema Spitzfussprophylaxe. Mit diesem Vortrag wurde er mit dem zweiten Platz des deutschen Pflegpreises der DGNI ausgezeichnet.

Jochen Bräunig erwirbt als erster Physiotherapeut in der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie die Doktorwürde

Eine frühzeitig einsetzende Physiotherapie nimmt eine wichtige Position in der Förderung kritisch kranker Patienten ein. Der Focus liegt in der Reduktion von Sekundärkomplikationen, wie Pneumonien, Kontrakturen, Dekubiti und der Verbesserung der funktionellen Langzeitprognose. Jochen Bräunig untersuchte nun im Rahmen seiner Promotionsarbeit in einer prospektiven Studie bei Patienten mit extrakorporalen Kreislaufunterstützungsverfahren (ECLS) die Langzeitergebnisse einer früh-rehabilitative Interventionen. Mit den Ergebnissen seiner Arbeit „Qualitative Effekte bei früh einsetzender Physiotherapie auf der Intensivstation bei Patienten unter ECLS-Therapie nach kardiogenem Schock“ erwarb sich Jochen Bräunig damit nun den Titel des „doctor rerum medicinalium“ der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Er ist damit der erste Physiotherapeut, der sich in unserer Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie diesen Titel erworben hat.

 
 
 
 

Kontakt

Stabsstelle Therapiewissenschaften

Dr. rer. medic. Marion Grafe

T 0251 83-48160
marion.grafe(at)­ukmuenster(dot)­de