SALUS

SALUS steht für Selbsttonometrie und Datentransfer bei Glaukompatienten zur Verbesserung der Versorgungssituation.

Das Projekt SALUS möchte als Alternative zum stationären Aufenthalt des Glaukompatienten in einer Klinik für die Tagesdruckmessung ein ambulante Versorgungsform entwickeln, bei der der Patient seinen Augeninnendruck selbst in seiner häuslichen Umgebung mit einem Selbsttonometer messen kann. Die Ergebnisse können anschließend beim nächstgelegenen Augenarzt besprochen werden und die Therapie ggf. angepasst werden. 

Wir möchten mit dem Projekt

  • für die Patienten eine bessere Versorgung in ländlichen, strukturschwachen und ohnehin vom Facharztmangel betroffenen Gebieten ermöglichen.

  • eine für den Patienten komfortable Alternative zum stationären Klinikaufenthalt bieten, ohne Zeitaufwand und Arbeitsausfall.

  • die Patienten über ihren Krankheitsverlauf und Therapiemöglichkeiten besser informieren.

  • die Augenkliniken und Augenärzte über die elektronische Fallakte besser vernetzen und damit Doppeluntersuchungen vermeiden.

  • die Ressourcen in den Kliniken (Pflege und Ärzte) sparen und damit die Kosten für die Gesundheitsversorgung senken.

Wissenschaftliche Evaluation

Die Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld wird die Studie wissenschaftlich auswerten. Im Rahmen dieser Untersuchung werden medizinische Daten sowie Daten zur Lebensqualität erhoben und ausgewertet.

Darüber hinaus erfolgt auf Basis von Abrechnungsdaten der beteiligten Krankenkassen ein Vergleich von der Interventionsgruppe (Selbsttonometrie) mit der Kontrollgruppe (stationärer Aufenthalt). Der Vergleich erfolgt vornehmlich hinsichtlich der Kosten der Gesundheitsversorgung.

 
 
 
 

KONTAKT

Lea Holtrup
Wissenschaftsmanagerin
Klinik für Augenheilkunde
Universitätsklinikum Münster
Albert-Schweitzer-Campus 1
48149 Münster

lea.holtrup(at)­ukmuenster(dot)­de

Konsortialpartner

Barmer
DAK Gesundheit
IKK classic

Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT
KV Westfalen-Lippe
Universität Bielefeld

Als weitere kooperierende Krankenkasse ist die KKH beteiligt.

ZAHLEN

  • Die Projektlaufzeit ist vom 1. August 2019 bis 31. Juli 2022.
  • Vom 1. Februar 2020 bis zum 31. Januar 2021 werden 2.200 Glaukom-Patientinnen und Patienten in die Studie aufgenommen.
  • Das Projekt wird mit 5,3 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Bundes gefördert.