Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie

Speiseröhrenerkrankungen

Erkrankungen der Speiseröhre (Ösophagus) entwickeln sich häufig auf dem Boden einer anfänglich harmlos erscheinenden Refluxerkrankung. Diese entsteht, indem konzentrierter Magensaft über die Grenzen des Magens in den unteren Teil des Ösophagus tritt. Dort kommt es zu Entzündungen (Ösophagitis) und Zellveränderung (Dysplasie). Hierdurch entsteht ein s.g. Barret-Ösophagus. Diese Form der entzündungsbedingten Gewebeveränderung ist eine krebsvorstufe und kann zu Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom) entarten. Übermäßiger Alkoholkonsum und Rauchen können ebenfalls zu der Entstehung eines Ösphaguskarzinomes führen. Die frühzeitige chirurgische Vorstellung bei medikamentös, refraktärer Refluxerkrankung ist daher äußerst wichtig. Durch eine minimalinvasiv durchgeführte Operation kann in den meisten Fällen eine Heilung erfolgen.

Bei Auftreten des äußerst aggressiven Ösophaguskarzinomes ist eine professionelle und interdisziplinäre Anbindung überlebenswichtig. Die Therapieplanung erfolgt gemeinsam in unserem interdisziplinären Tumorboard anhand der aktuellsten klinischen Leitlinien.

Wandausstülpungen der Speiseröhre

Besonders bei älteren Patienten kommt es manchmal zu Wandaustülpungen im Bereich der oberen Speiseröhre (Zenker-Divertikel). Patienten bemerken Schluckstörungen oder Aufstoßen mit Hochwürgen von unverdauter Nahrung. Medikamente helfen hier wenig, da es sich um ein mechanisches Problem handelt. Diese Erkrankung wird durch chirurgische Entfernung des Divertikels behandelt. Der stationäre Aufenthalt beträgt hierbei normalerweise zwischen 5 und 7 Tagen.

 
 
 
 

Kontakt

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie

Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Andreas Pascher
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