WTZ Netzwerkpartner Münster

Besucherstopp wegen SARS-CoV-2 (Coronavirus)

Ab sofort und bis auf Weiteres gilt am UKM wegen der Corona-Pandemie ein kompletter Besucherstopp. Damit folgt das UKM dem Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Düsseldorf, nach dem an allen Krankenhäusern des Landes ab sofort ein Betretungsverbot für Dritte besteht.

Dies gilt für das Zentralklinikum sowie alle externen Kliniken. Ambulanzen beschränken sich ab sofort auf Termine, bei denen ein Aufschub ein medizinisches Risiko für die Patienten bedeuten würde. Ausnahmen werden lediglich für die Geburtshilfe, die Pädiatrie, für die Palliativstationen sowie – nach Absprache mit den verantwortlichen Ärztinnen und Ärzten – für schwerstkranke Patienten zugelassen. Bitte beachten Sie außerdem: Der Zugang zum Zentralklinikum ist NUR über die Haupteingänge Ost und West auf Ebene 04 möglich.

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Klinische Studien

Das Universitätsklinikum Münster (UKM) fördert die enge Verzahnung von Forschung, Lehre und Therapie, um eine bestmögliche Versorgung unserer Patienten zu gewährleisten. Dank innovativer präklinischer Forschung und einer Vielzahl klinischer Studien konnten in den letzten Jahren bei der Behandlung vieler Krebserkrankungen deutliche Fortschritte gemacht werden.

Studienambulanz

Für die meisten Patienten mit Krebserkrankungen ist am UKM die Studienambulanz des WTZ Netzwerkpartners Münster die erste Anlaufstelle, in der Beratungsgespräche und individuelle Therapieplanungen durchgeführt werden. Über drei Stockwerke werden hier Räume für ärztliche Patientengespräche, diagnostische Interventionen, Schmerztherapie, Palliativmedizin, Sozialdienst, Psychoonkologie, Studienambulanz, Pflegeberatung und Angebote für Selbsthilfegruppen geschaffen. Im Jahr 2018 waren am UKM 378 Studien aktiv, in denen allein in diesem Jahr über 1.500 Patienten aufgenommen wurden.

Early Clininal Trial Unit (ECTU)

Im Dezember 2019 hat das UKM eine Early Clinical Trial Unit (ECTU) für frühe klinische Studien (Phasen I und II) eröffnet, in der neue Therapieansätze für onkologische Patienten untersucht werden. Die ECTU ist Bestandteil des WTZ Netzwerkpartners Münster. Sie befindet sich im Ostturm des Zentralklinikums auf Ebene 12. In der Studieneinheit mit zurzeit vier Betten werden Patienten mit modernsten medizinischen Geräten, die eine intensivmedizinische Betreuung ermöglichen, entweder ambulant oder stationär betreut.

Die Durchführung klinischer Studien (Phasen I-IV) unterliegt in Deutschland einer strengen gesetzlichen Kontrolle. Die Berücksichtigung und Einhaltung von internationalen und nationalen Gesetzen, Richtlinien und Qualitätsanforderungen zusammen mit der hochmodernen Ausstattung der ECTU und dem speziell geschulten Personal garantieren eine sichere Überprüfung des neuen Wirkstoffs auf Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit. Ziel ist es, unseren Patienten den Zugang zu neuen Medikamenten zu ermöglichen und ihre Therapieoptionen zu verbessern.

Nationales Nebenwirkungsregister Strahlentherapie

Die Überlebenschancen für onkologisch erkrankte Kinder und Jugendliche sind inzwischen hoch. Doch welche Nebenwirkungen hat z.B. die Strahlentherapie bei jungen Krebspatienten auf längere Sicht und wie können diese reduziert werden? Dies zu dokumentieren ist Aufgabe des Nationalen Nebenwirkungsregisters für Strahlentherapie bei Kindern (RiSK), das in Münster geführt wird und mit Partnereinrichtungen in der ganzen Welt kooperiert.

Referenzzentren für Brustkrebs und Hirntumoren

Eine weit über Münster hinausgehende Bedeutung haben auch die am Universitätsklinikum angesiedelten Referenzzentren für Mammographie und Brustkrebspathologie. Das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening bedeutet z.B. für Frauen erheblich mehr Sicherheit bei der Früherkennung von Brustkrebs. Ein nationales Referenzzentrum existiert in vergleichbarer Form in Münster auch für Hirntumoren, das eine zentrale Stellung für klinische Studien bei Hirntzumoren in Deutschland hat.

Zentrum für Klinische Studien (ZKS)

In Münster trägt das Zentrum für Klinische Studien (ZKS) entscheidend zur Optimierung der klinischen Forschung als Einrichtung der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums bei. Im Interesse der Gesundheit der Patienten arbeitet das ZKS mit den Kliniken und Instituten des UKM/ der Medizinischen Fakultät, regionalen Krankenhäusern, niedergelassenen Ärzten, Studiengruppen und Partnern aus der Industrie zusammen. Zu einem der wesentlichen Standbeine des ZKS zählt die Erforschung der Therapien bei Tumorerkrankungen.

Kooperationen mit den Krebsregistern

Enge Verbindungen zum Klinischen Krebsregister (Onkologischer Schwerpunkt Münster) und zum Landeskrebsregister (LKR) NRW – dem größten in Europa – bilden die Voraussetzung für neue Erkenntnisse über Krebserkrankungen und neue Wege in Früherkennung, Behandlung sowie Nachsorge.

 
 
 
 

Weitere Infos und Kontakt

Klinische Studien werden beim WTZ Netzwerkpartner Münster – oder in Kooperation mit diesem – in verschiedenen Bereichen durchgeführt. Informationen zu den einzelnen Studien finden Sie in der folgenden Aufstellung. Weitere Fragen beantworten Ihnen gerne die jeweils zuständigen Prüfärzte und Studienverantwortlichen.

Klinisches Krebsregister

Der WTZ Netzwerkpartner Münster unterstützt intensiv eine flächendeckende klinische Krebsregistrierung in Westfalen-Lippe. Das klinische Krebsregister stellt eine wesentliche Basis für die Durchführung der Qualitätssicherung in der Tumormedizin dar. Dazu kooperieren wir mit dem Onkologischen Schwerpunkt Münster. Über einen definierten Datensatz werden bei Vorliegen einer schriftlichen Einverständniserklärung der Betroffenen wesentliche Informationen zur Tumorerkrankung an das Datensystem ONDIS der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe gemeldet. Im Gegenzug erhält der WTZ Netzwerkpartner Münster Informationen zur Erfüllung von Qualitätsanforderungen, wissenschaftliche Auswertungen und externe Leistungsvergleiche. Weitere Infos zum Klinischen Krebsregister finden Sie hier.