WTZ Netzwerkpartner Münster

Die öffentliche Teststelle der Münsterschen Haus- und Fachärzte (Medis Münster) am UKM hat den Betrieb zum 30.06.2021 eingestellt. Derzeit werden auf dem Gelände keine öffentlichen Testungen mehr durchgeführt. Personen mit Corona-verdächtigen Symptomen, fraglichem Kontakt zu Corona-Infizierten oder roter App-Warnung sowie Reiserückkehrer oder Lehrer:innen/Erzieher:innen wenden sich an den Hausarzt oder erfragen unter T 116117 die jeweils zuständige Teststelle und deren Öffnungszeiten. Alternativ hat die Stadt Münster eine Liste mit allen Teststellen in Münster zusammengestellt.

Die Teststelle des UKM, an der ausschließlich Patient:innen sowie stationär aufgenommene Begleitpersonen getestet werden, bleibt geöffnet.

Informationen für stationäre Patienten

Angesichts der aktuellen Infektions-Situation in Deutschland führen wir bei allen ambulanten und stationären Patienten eine ausführliche telefonische oder persönliche Anamnese durch. Patienten, die ab dem 08.02. geplant stationär aufgenommen oder ambulant operiert werden, müssen einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. In Ausnahmefällen kann dieser Test an unserer Corona-Teststelle durchgeführt werden. Die betroffenen Patienten werden von unseren Kliniken und Ambulanzen kontaktiert. 

Bitte beachten Sie: Notfälle werden aufgrund eines fehlenden Testergebnisses nicht abgewiesen.

Bitte beachten Sie: Um unsere Patienten, Mitarbeitenden und Besucher vor einer Infektion zu schützen und die Ausbereitung von SARS-CoV2 einzudämmen, ist in allen Gebäuden des UKM das Tragen einer medizinischen Maske (OP-Maske oder FFP2-Maske) erforderlich. Die bisher genutzen Stoffmasken können nicht mehr verwendet werden. Achtung: Auch FFP-Masken mit Ausatemventil sind nicht erlaubt.

Für den Besuch des UKM dürfen Sie Ihre eigenen, privaten Masken nutzen. Sollten Sie keine Maske dabei haben, stellen wir Ihnen für Dauer ihres Aufenthaltes im Klinikum an der jeweiligen Pforte einen geeigneten Schutz zur Verfügung.

Das Betreten der Gebäude ist ohne medizinische Maske nicht gestattet.

Der Schutz unserer Patientinnen und Patienten, unserer Mitarbeitenden und auch Ihr Schutz stehen für uns an erster Stelle.

Um dem Recht der Patientinnen und Patienten auf soziale Kontakte nachzukommen, passt das UKM seine Besucherregelung an: Ab dem 28. Juni 2021 darf jeder Patient pro Tag für eine Stunde einen geimpften, genesenen oder negativ getesteten Besucher empfangen. Dies gilt ab dem ersten Aufenthaltstag. Besonders gefährdete Bereiche können abweichende Regelungen erlassen. Die einstündigen Besuche sind möglich in der Zeit von 8 bis 19 Uhr. Um die Rückverfolgbarkeit gewährleisten zu können, benötigen Besucher eine Zutrittsberechtigung, die durch das Ärztliche Personal auf der jeweiligen Station ausgestellt wird.

Bitte beachten Sie: Besucher dürfen grundsätzlich keine Symptome einer möglichen COVID-19-Erkrankung haben.

Liegen eine Zutrittsberechtigung und Symptomfreiheit vor, müssen Besucherinnen und Besucher folgende Nachweise vorlegen:

- einen tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltest oder PCR-Befund

ODER

- bei kompletter Impfung: Nachweis einer vor mindestens 14 Tagen abgeschlossenen vollständigen Impfung (zweimalige Impfung) gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff  (Nachweis durch Impfausweis oder Impfbescheinigung). Als komplett geimpft gelten auch Personen mit durchgemachter COVID-19-Erkrankung mit Nachweis eines positiven Testergebnisses (Nukleinsäurenachweis wie PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) in Verbindung mit dem Nachweis einer nach der Erkrankung erfolgten und mindestens 14 Tage zurückliegenden Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff. (Nachweis durch positiven PCR-Test + Impfausweis bzw. Impfbescheinigung)

- bei von COVID-19 genesenen Personen: Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vorherigen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durch ein positiven Testergebnis (Nukleinsäurenachweis wie PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik), welches mindestens 28 Tage sowie maximal 6 Monate zurückliegt. (Nachweis durch positiven PCR-Test)

Bitte beachten Sie: Diese Regelung gilt aktuell nur für Besucher, nicht für Patienten.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Hinweis zu unseren Ambulanzen und Sprechstunden

Liebe Patientin, lieber Patient,

wenn Sie in den kommenden Tagen einen Termin in einer unserer Ambulanzen haben, melden Sie sich bitte vorab, wenn

- bei Ihnen folgende Symptome bestehen: Fieber, Halsschmerzen und/oder Schluckstörungen, Husten, Atemnot, Geschmacks- oder Geruchsverlust, allgemeine Abgeschlagenheit und/oder Leistungsverlust, soweit nicht durch eine bestehende Vorerkrankung erklärbar, Magen-Darm-Symptome, starken Schnupfen

- Sie Kontakt zu einer SARS-CoV-2 positiven Person hatten

- oder positiv auf Coronavirus getestet wurden.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Kommen Sie bitte nicht in unsere Ambulanzen, wenn Sie unsicher sind, ob Sie von COVID19 betroffen sind.


Vielen Dank!

Mitteilungen

„Keine Zeit verlieren bei aggressiven Krebsformen!“

Schnelles Handeln und viel Erfahrung sind die Basis für eine erfolgreiche Behandlung des Burkitt-Lymphoms.

Unter dem Mikroskop erinnern die veränderten Zellen an einen Sternenhimmel – doch was so harmlos klingt, ist das typische Erscheinungsbild einer der aggressivsten Krebsformen: das Burkitt-Lymphom (BL). Als Aleksandra Walasiak Anfang letzten Jahres die Diagnose erhielt, musste alles sehr schnell gehen. Die Spezialisten des WTZ (Westdeutsches Tumorzentrum) Münster starteten unmittelbar mit der Behandlung der 34-jährigen Mutter dreier kleiner Kinder.

„Das Burkitt-Lymphom zählt zu den am schnellsten wachsenden Tumorarten“, sagt Prof. Georg Lenz, Wissenschaftlicher Direktor des WTZ Münster und Direktor der Medizinischen Klinik A für Hämatologie und Onkologie am UKM (Universitätsklinikum Münster). „Unbehandelt führt die Erkrankung fast immer innerhalb weniger Wochen zum Tod.“ Daher sei es bei dieser seltenen Form von Lymphdrüsenkrebs besonders wichtig, sie rechtzeitig zu erkennen, um keine Zeit zu verlieren.

Aleksandra Walasiak war zunächst gar nicht klar, wie ernst ihre Lage war. Angefangen hatte es mit Schmerzen im rechten Arm. „Ich habe damals noch mein jüngstes Kind gestillt und viel getragen“, vermutete sie eine Überlastung als Ursache. Als die Schmerzen nicht nachließen, suchte die gebürtige Polin, die erst ein Jahr zuvor nach Deutschland gezogen war, verschiedene Ärzte in ihrer neuen Heimatstadt Bielefeld auf. Nach einer MRT- und einer CT-Untersuchung stand dann erstmals der Verdacht auf Krebs im Raum. Für eine Biopsie und die direkt anschließende Therapie kam die junge Mutter zum Lymphom-Experten Lenz und seinem Team nach Münster. „Mögliche Anzeichen für die Erkrankung sind Nachtschweiß, Abgeschlagenheit und vergrößerte Lymphdrüsen“, erzählt Lenz' Kollegin Dr. Andrea Kerkhoff, Leiterin der Onkologischen Tagesklinik am UKM. „Häufig haben die Patienten aber wie Frau Walasiak keine eindeutigen Symptome und leiden eher unter einem unspezifischen schweren Krankheitsgefühl“, so die Medizinerin weiter. „Je früher das Burkitt-Lymphom jedoch erkannt wird, desto besser sind die Prognosen.“

Wie bei allen Blutkrebsformen finden sich auch beim BL die entarteten Zellen nicht nur an einer Stelle im Körper – der Tumor ist quasi mobil. „Um diese Krebsart effektiv zu bekämpfen, ist eine intensive Chemotherapie mit einer Kombination aus verschiedenen Medikamenten erforderlich, bei der es dann auch zu starken Nebenwirkungen kommen kann“, erklärt Prof. Lenz. Daher sei die Behandlung für die Betroffenen häufig sehr anstrengend und sollte in spezialisierten Zentren erfolgen, in denen erfahrene Ärzte und Fachpflegende den Patienten zur Seite stehen. „Das war eine schwierige Zeit“, blickt Aleksandra Walasiak zurück, deren Mann sich während ihrer Krankenhausaufenthalte um die drei Kinder gekümmert hat. Doch inzwischen hat sie sich erholt und ist erleichtert, dass die Therapie so gut bei ihr angeschlagen hat. Bei den regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen sind keine Krebszellen mehr nachweisbar. „Es geht mir wieder richtig gut“, freut sie sich, dass sie wieder bei ihrer Familie sein und die gemeinsame Zeit genießen kann.

Krebsmedizin auf Spitzenniveau

Vor rund 100 Tagen ist das WTZ Münster gemeinsam mit seinem Kooperationspartner in Essen von der Deutschen Krebshilfe als Onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet worden. Verbunden damit ist eine Förderzusage über mehr als vier Millionen Euro. Für die Patienten bedeutet das verbesserte Betreuungs- und Behandlungsangebote auf höchstem universitären Niveau – eingebunden in ein überregionales Netzwerk.

Die Qualität der Versorgung von Menschen mit Krebserkrankungen sollte nicht vom Wohnort abhängen. Um das zu erreichen, unterstützt die Deutsche Krebshilfe bundesweit den Ausbau des Netzwerks sogenannter „Onkologischer Spitzenzentren“. Im Februar hat das WTZ (Westdeutsches Tumorzentrum) Münster diese Auszeichnung gemeinsam mit seinem Kooperationspartner WTZ Essen erhalten. „Innerhalb der ersten 100 Tage seit der Förderzusage haben wir schon viel auf den Weg gebracht“, freut sich Prof. Annalen Bleckmann, Direktorin des WTZ Münster, dem interdisziplinären Krebszentrum des UKM (Universitätsklinikum Münster). „Es geht darum, Versorgungs-Netzwerke weiter auszubauen, von denen die Patienten dann unmittelbar profitieren.“ Ziel sei, allen Krebspatienten in der Region – auch außerhalb der Ballungszentren – heimatnahen Zugang zu onkologischer Spitzenmedizin zu ermöglichen.

Verbunden ist die Auszeichnung mit einer Förderung des WTZ-Netzwerks über vier Jahre in Höhe von insgesamt 4,2 Millionen Euro. „Onkologisches Spitzenzentrum zu sein, bedeutet über die Anerkennung unserer Expertise und unserer Leistung hinaus auch, Fördermittel zu erhalten, die wir für verbesserte Betreuungs- und Behandlungsangebote für unsere Patienten nutzen können“, sagt Prof. Andreas Pascher, stellvertretender Direktor des WTZ Münster und Direktor der Chirurgie am UKM. „Die Gelder fließen in zahlreiche Projekte rund um Behandlung, Forschung, Lehre und Ausbildung, um die Qualität der Krebsmedizin stetig weiter zu verbessern.“ Konkret seien dies zusätzliche Personalstellen beispielsweise im Bereich der psychoonkologischen Betreuung. Zudem werde in Unterstützungs- und Informationsangebote, moderne Konzepte zur Patientenbeteiligung sowie in neue Räumlichkeiten und Technologien investiert.

Zugang zu onkologischer Spitzenmedizin: Patienten anderer Häuser wird Vorstellung in einer der rund 20 Tumorkonferenzen am UKM ermöglicht.

„Die zunehmende Digitalisierung spielt eine wichtige Rolle für die Zusammenarbeit im Netzwerk“, erklärt Prof. Philipp Lenz, Geschäftsführer des WTZ Münster. „Wir haben eine gemeinsame virtuelle Plattform mit den höchsten Sicherheitsstandards für einen engen Austausch aller an der Behandlung beteiligten Spezialisten aufgebaut, über die auch externe Kooperationspartner wie regionale Krankenhäuser oder Schwerpunktpraxen angebunden sind.“ Patienten erhalten so Zugang zur Vorstellung in einer der rund 20 Tumorkonferenzen, in denen die Experten der verschiedenen Fachbereiche individuelle Behandlungsoptionen auch über Ortsgrenzen hinweg diskutieren können.

„Wir haben intensiv über Jahre auf die Auszeichnung als Spitzenzentrum hingearbeitet“, weist Prof. Georg Lenz, Wissenschaftlicher Direktor des WTZ Münster und Direktor der Klinik für Hämatologie und Onkologie am UKM, darauf hin, dass das gesamte WTZ-Team bereits im Vorfeld der Begutachtung durch die Deutsche Krebshilfe viel getan und die notwendigen Voraussetzungen geschaffen hat. „Wir haben uns komplett neu aufgestellt, ein neues Direktorium gewählt, mit unserer WTZ-Ambulanz Münster eine zentrale Anlaufstelle für onkologische Patienten am UKM geschaffen und können nun mit vielen neuen klinischen Studien Patienten einen sehr schnellen und ortsunabhängigen Zugang zu neuartigen und innovativen Therapien ermöglichen“, betont Prof. Georg Lenz. „Denn neue Therapien sind neue Chancen!“

Stereotaktische Photodynamische Therapie: Mit rotem Laserlicht gegen Hirntumore

Das Glioblastom ist der am schwierigsten zu bekämpfende Hirntumor. Weil sich Gliome kaum vollständig entfernen lassen und schnell nachwachsen, ist dieser Tumor tückisch. Bisher kannte man nur konservative Therapieformen. Univ.-Prof. Walter Stummer, Direktor der Klinik für Neurochirurgie am UKM (Universitätsklinikum Münster) hat mit einem Team aus Wissenschaftlern und weiteren Ärzten die sogenannte Stereotaktische Photodynamische Therapie (PDT) entwickelt. Dabei werden feinste Glasfasern – computergestützt millimetergenau geplant – im Tumorgewebe platziert. Unter Einwirkung von rotem Laserlichts geht der Tumor so zu Grunde. 

Weitere Informationen... Pressemitteilung vom 30.04.2021

www.neurochirurgie.ukmuenster.de

Palliativmedizin im Wandel: „Hürden abbauen und Netzwerke stärken“

Der Einsatz von Telemedizin ermöglicht den Spezialisten des UKM und des Palliativnetz Münster die enge und ortsunabhängige Zusammenarbeit bei der Versorgung schwerstkranker Patienten.

„Als immer wieder was dazugekommen ist, war mir klar, dass ich mit der Krankheit leben muss.“ Ulrich Büßelmann weiß, dass der Prostatakrebs, der vor mittlerweile rund zehn Jahren bei ihm diagnostiziert wurde und seitdem mehrfach gestreut hat, nicht mehr heilbar ist. Anfang dieses Jahres war er durch die Erkrankung und die notwendigen Therapien dann körperlich so geschwächt, dass er auf die Palliativstation des UKM (Universitätsklinikum Münster) überwiesen wurde. „Die Ärzte und Pfleger haben sich toll um mich gekümmert und mich dann soweit aufgebaut, dass ich sogar wieder nach Hause zu meiner Frau konnte“, erzählt der 76-jährige Münsteraner, der seitdem zu Hause vom Team des Palliativnetz Münster betreut wird. Dass der Wechsel von der stationären in die ambulante Versorgung so reibungslos verlief, wurde auch durch den Einsatz neuer Kommunikationstechnologien möglich.

Weitere Informationen... Pressemitteilung vom 12.04.2021

Strahlenresistenz bei Brustkrebs: DFG fördert interdisziplinäres Forschungsprojekt aus Münster

Brustkrebs ist die bei Frauen am häufigsten vorkommende Krebserkrankung. Zwar verbessern sich die Therapien stetig, jedoch erweisen sich einige Tumoren als resistent und stellen die Wissenschaft vor große Herausforderungen. Forschern der Universität Münster ist es nun gelungen, einen neuen Mechanismus hinter der Widerstandsfähigkeit gegenüber Strahlentherapien aufzuklären: Zwei Arbeitsgruppen um Prof. Burkhard Greve von der Klinik für Strahlentherapie sowie Prof. Martin Götte von der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe konnten nachweisen, dass ein bestimmtes Eiweiß bei der Bildung von Resistenzen eine große Rolle spielt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt mit insgesamt 320.000 Euro.

Weitere Informationen... Pressemitteilung vom 30.03.2021 (mfm/lt)

Präzise den Tumor zerstören

Ein neues Gerät mit intensitätsmodulierter Technologie ermöglicht am UKM nun eine millimetergenaue Präzisionsstrahlentherapie, bei der keine benachbarten Organe mehr in Mitleidenschaft gezogen werden. Davon profitiert auch Dietrich Reckers nach seiner Krebserkrankung. Außerdem dauert die Bestrahlung nur noch rund fünf statt 30 Minuten.

Weitere Informationen... Pressemitteilung vom 22.02.2021

Ausgezeichnete Zusammenarbeit in der Krebsmedizin

Deutsche Krebshilfe fördert das Westdeutsche Tumorzentrum in Essen und Münster als Onkologisches Spitzenzentrum


Damit jeder Krebspatient in Deutschland Zugang zur bestmöglichen Diagnostik und Therapie auf dem aktuellen Stand des medizinischen Wissens erhält, unterstützt die Deutsche Krebshilfe den Ausbau des Netzwerks sogenannter Onkologischer Spitzenzentren. Das Team des Westdeutschen Tumorzentrums (WTZ) konnte bei der Begutachtung durch eine erfahrene internationale Gutachterkommission auf ganzer Linie überzeugen und ist nun von der Deutschen Krebshilfe zum vierten Mal in Folge als Onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet worden. Das WTZ, 2007 als Comprehensive Cancer Center der Universitätsmedizin Essen (UME) gegründet, wurde im Herbst 2019 durch die Kooperation mit dem Universitätsklinikum Münster (UKM) erweitert. Die Auszeichnung, um die sich die beiden Kooperationspartner Essen und Münster nun erstmalig gemeinsam beworben hatten, ist mit einer Förderzusage über vier Jahre verbunden.

Die Gutachter lobten nach der intensiven Prüfung, dass das WTZ bundesweit eine Vorreiterrolle mit Modellcharakter für die Zusammenarbeit von Krebszentren innerhalb sogenannter Konsortien einnehme. „Die positive Beurteilung zeigt, dass wir uns durch den Zusammenschluss mit Münster im vergangenen Jahr auf den richtigen Weg gemacht und das Leistungsspektrum signifikant erweitert haben“, sagt Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor der Universitätsmedizin Essen. „Mit Münster als starkem Partner an unserer Seite arbeiten wir nun als Konsortium daran, das Netzwerk zur Versorgung von Menschen mit Krebserkrankungen gemeinsam weiter auszubauen“, ergänzt Prof. Dr. Dirk Schadendorf, Direktor des WTZ Essen. Denn nur so könne das Ziel des Förderschwerpunktprogramms „Onkologische Spitzenzentren“ der Deutschen Krebshilfe erreicht werden, wirklich allen Patienten – auch außerhalb der Ballungszentren – den Zugang zu onkologischer Spitzenmedizin, modernster Technik und innovativen klinischen Studien zu ermöglichen. Das WTZ Konsortium deckt die gesamte Ruhrregion, Westfalen sowie Teile Niedersachsens und der angrenzenden Niederlande ab.

„Wir freuen uns, erstmalig in den Kreis der Onkologischen Spitzenzentren aufgenommen zu sein“, erklärt auch Prof. Dr. Dr. h.c. Hugo Van Aken, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Münster (UKM). „Die damit verbundene Förderung ermöglicht es den hiesigen Krebsspezialisten, die zahlreichen Projekte rund um Behandlung, Forschung, Lehre und Ausbildung gemeinsam mit Essen voranzutreiben und damit die Qualität der Krebsmedizin stetig weiter zu verbessern. Dafür haben wir bereits im Vorfeld in erheblichem Maße in die Onkologie am Standort Münster investiert.“ Es galt unter anderem, neue Strukturen zu schaffen, Prozessabläufe zu optimieren und auch die technischen wie räumlichen Möglichkeiten für einen reibungslos funktionierenden Austausch aller an der Behandlung beteiligten Experten zu schaffen.
„Von besonderer Bedeutung ist für uns auch das gemeinsame Studienportal des WTZ, das den Patienten einen schnellen Zugang zu neuen und innovativen Therapien ermöglicht“, betont Prof. Dr. Annalen Bleckmann, Direktorin des WTZ Münster. Wichtig sei zudem die starke Einbindung der Betroffenen selbst – zum Beispiel über den gemeinsamen Patientenbeirat. „Durch interdisziplinäre Sprechstunden, vielfältige Beratungs- und Unterstützungsangebote wollen wir sicherstellen, dass unsere Patienten rundum gut informiert und versorgt sind.“

Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, betont: „Mit diesem Comprehensive Cancer Center (CCC)-Konsortium will die Deutsche Krebshilfe ihre vor fast 14 Jahren auf den Weg gebrachte Initiative der CCC fortentwickeln, die Versorgungsstrukturen weiter prägen und somit die Versorgung von Krebspatienten in der Region kontinuierlich verbessern.“

Unter dem Dach des Westdeutschen Tumorzentrums (WTZ) arbeiten Experten der Universitätsmedizin Essen und des Universitätsklinikums Münster eng bei der Versorgung von Menschen mit Krebserkrankungen zusammen. Jährlich werden an beiden Standorten mit insgesamt 130 Kliniken, Abteilungen und Instituten zusammen rund 40.000 Patienten mit Krebserkrankungen behandelt. Damit gehört das Konsortium zu den größten Krebszentren Deutschlands.

Ansprechpartner Presse:

WTZ Essen: 

Thorsten Schabelon
Tel.: 0201 723-3564
thorsten.schabelon@uk-essen.de

WTZ Münster: 

Anja Wengenroth
Tel.: 0251 83-55800
anja.wengenroth@­ukmuenster.de
 

„Wir haben eine Chance, den Gebärmutterhalskrebs auszurotten!“

In Deutschland erkranken rund 4.500 Frauen pro Jahr an Gebär-mutterhalskrebs, 1.500 Frauen sterben. Laura Recker erfuhr von ihrer Diagnose zeitgleich mit einer Schwangerschaft – heute ist ihr Sohn zweieinhalb Jahre alt. Operiert wurde sie im Gynäkologischen Krebszentrum am UKM – und spricht sich genau wie ihr behan-delnder Arzt Prof. Dr. Ralph Lellé für die HPV-Impfung aus.

Weitere Informationen... Pressemitteilung vom 29.01.2021

Mit leuchtendem Beispiel voran: Tumoren aufspüren und zugleich angreifen

Spezialisten des WTZ (Westdeutsches Tumorzentrum) Münster setzen bei fortgeschrittenem Prostatakrebs auf neuartiges Theranostik-Verfahren mit Radiopharmaka.

„Der PSA-Wert ist wieder gestiegen!“ Diesen Satz hat Günter Sappelt schon häufig hören müssen, seit bei ihm 2004 ein Prostatakarzinom diagnostiziert wurde. Operation, Strahlen- und Chemo- sowie verschiedene Hormonentzugstherapien halfen entweder gar nicht oder nur vorübergehend. Immer wieder bildeten sich Metastasen und der Gehalt des Tumormarkers PSA (prostataspezifisches Antigen) im Blut kletterte wieder hinauf. Dank eines neuartigen Verfahrens nach dem sogenannten Theranostik-Prinzip im WTZ Münster, dem Krebszentrum am UKM (Universitätsklinikum Münster), ist der Wert bei dem 69-Jährigen aus Mettmann nun bereits seit drei Jahren stabil.

Weitere Informationen... Pressemitteilung vom 26.01.2021

„Theranostik ist eine Kombination der Begriffe Therapie und Diagnostik“, erklärt Prof. Kambiz Rahbar, Oberarzt in der Klinik für Nuklearmedizin am UKM. „Radioaktiv markierte Wirkstoffe, sogenannte Radiopharmaka, ermöglichen dabei, bereits kleinste Ansammlungen von Tumorzellen im Körper in der Bildgebung zum Leuchten zu bringen und damit für uns sichtbar zu machen“, so der Nuklearmediziner weiter. Die Spezialisten können die Radiopharmaka zudem nutzen, um die bösartigen Zellen gezielt anzugreifen und zu zerstören. „Da der radioaktiv angereicherte Wirkstoff an ein prostataspezifisches Membran-Antigen (PSMA) bindet, das vermehrt in Prostatakarzinomen vorkommt, wirkt er direkt vor Ort an der Krebszelle. Daher sind die Nebenwirkungen bei der PSMA-Therapie zumeist sehr gering“, ergänzt Prof. Martin Bögemann, Leiter der Uroonkologie am UKM.

Das Verfahren ist in Deutschland noch nicht zugelassen. Bei Patienten wie Günter Sappelt, bei denen die Erkrankung schon weit fortgeschritten ist und die Standardtherapien nicht mehr greifen, können der Nuklearmediziner und seine Kollegen in den fachübergreifenden Tumorkonferenzen aber den Einsatz im Rahmen eines sogenannten „individuellen Heilversuchs“ gemeinsam diskutieren und bei guten Erfolgsaussichten anbieten.
 
„Das war für mich total neu und ich war erstmal skeptisch“, erinnert sich Sappelt, der den Tipp für diese Behandlungsoption von seinem Wuppertaler Urologen bekommen hatte. Auch in der Selbsthilfegruppe, zu deren Treffen er regelmäßig geht, um sich zu informieren und auszutauschen, hatte noch niemand von diesem innovativen nuklearmedizinischen Verfahren gehört. Trotzdem entschloss er sich für die Behandlung: „Abwarten und Nichtstun war keine Alternative für mich“, so der Rentner, dessen PSA-Werte im Blut nach sechs Therapie-Zyklen mit dem neuen Wirkstoff und fortlaufender Antihormontherapie nun über einen langen Zeitraum sehr niedrig sind. „Das ist ein guter Anhaltspunkt, dass die Erkrankung unter Kontrolle ist“, erklärt Bögemann. 

Inzwischen ist Günter Sappelt zum Vorsitzenden der Wuppertaler Selbsthilfegruppe gewählt worden und hat dort schon von der neuen Behandlungsmethode berichtet. Auch wenn er weiß, dass der Krebs nicht endgültig besiegt ist, ist er dankbar, dass es ihm gut geht und er die gemeinsame Zeit mit seiner Frau genießen kann.

Upgrade für die körpereigene Krebsabwehr

Mit der CAR-T-Zell-Therapie bietet das jetzt von der Krebsgesellschaft zertifizierte Hämatoonkologische Zentrum des UKM Patienten wie Jutta Ideler eine neue vielversprechende Behandlungsoption.

Nach der Diagnose Krebs fiel Jutta Ideler nicht aus allen Wolken. „Warum soll es immer nur die anderen treffen?“, ahnte die 59-Jährige aus Vechta bereits, dass etwas nicht stimmte, als ihr beim Duschen eine handgroße Schwellung am rechten Oberschenkel auffiel. Der Hausarzt schickte sie zur Computertomografie. In der Bildgebung wurde die bösartige Veränderung sichtbar. Ideler litt an einer aggressiven Form von Lymphdrüsenkrebs. Dank einer innovativen CAR-T-Zell-Therapie in der Medizinischen Klinik A im Hämatoonkologischen Zentrum des UKM (Universitätsklinikum Münster), das jetzt durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert wurde, geht es ihr heute wieder gut.

Weitere Informationen... Pressemitteilung vom 08.01.2021

Jung mit Krebs – mitten im Leben

WN-Spendenaktion unterstützt Hilfsangebot des WTZ Münster für junge Erwachsene mit onkologischen Erkrankungen.

Weitere Informationen zu unserem Projekt finden Sie auf unserer Spendenseite.

Frühere Diagnostik von Bauchspeicheldrüsenkrebs: Dr. Max Träger mit dem Möller-Promotionspreis ausgezeichnet

Bauchspeicheldrüsenkrebs wird oft erst spät entdeckt, metastasiert zugleich aber sehr früh. In seiner Promotion hat Dr. Max Träger von der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Möglichkeiten erforscht, wie Bauchspeicheldrüsenkrebs frühzeitig erkannt werden kann – für seine Arbeit erhielt der gebürtige Stuttgarter nun den Maria-Möller-Promotionspreis, der mit 1.000 Euro dotiert ist.

Weitere Informationen... Mitteilung vom 28.12.2020 (mfm/lt)

„Mobile Miniapotheken“ im Praxistest: Forschungsverbund untersucht den Einsatz einer neuartigen Zelltherapie gegen Krebs

Forschungsverbund untersucht den Einsatz einer neuartigen Zelltherapie gegen Krebs

Wenn Chemotherapie versagt und so die Krankheit wiederkehrt, ist sie die Hoffnung vieler Krebspatienten: die CAR-T-Zell-Therapie. Dabei werden körpereigene Abwehrzellen, nämlich T-Zellen, so verändert, dass sie die Krebszellen gezielt aufspüren und vernichten. „CAR-T-Zellen werden also wie eine Art mobile Miniapotheken benutzt, die den Wirkstoff dahin tragen, wo er gebraucht wird“, erklärt Prof. Claudia Rössig, Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin – Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am UKM. Gemeinsam mit einer Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern arbeitet sie an der Entwicklung eines neuen CAR-T-Zell-Produkts, dass nicht nur bestimmte Formen der Leukämie erfolgreich behandeln kann, sondern auch andere bösartige Tumoren mit bislang ungünstiger Prognose. Das Bundesforschungsministerium unterstützt jetzt das Forschungsprojekt mit sechs Millionen Euro.

Weitere Informationen... Pressemitteilung (mfm/ik) vom 19.11.2020

Multizentrische Studie überprüft die Marker-Funktion von 5-ALA bei Hirntumoren von Kindern

Je vollständiger der Tumor operativ entfernt werden kann, desto größer sind die Chancen, dass es zu keinem Rückfall (Rezidiv) kommt. Das gilt insbesondere für Hirntumore. Eine körpereigene Substanz namens 5-Amino-
lävulinsäure (5-ALA) wird seit Jahren da-zu eingesetzt, Hirntumore vor einer Operation zu markieren und so das chirurgische Ergebnis zu verbessern. Belegt ist das bisher nur für die Anwendung bei Erwachsenen. Eine Studie an mehreren neurochirurgischen Abteilungen deutscher Universitätsklinika überprüft unter Leitung des UKM (Universitätsklinikum Münster) 5-ALA nun auch bei Operationen von kindlichen Hirntumoren.

Weitere Informationen... Pressemitteilung vom 03.11.2020

Neue Wege in der Krebstherapie

Behandlungsoptionen durch Forschung stetig verbessern: WWU und UKM erproben in der „Early Clinical Trial Unit“ innovative Therapieansätze. Gerade für Krebspatienten können frühe klinische Studien eine wichtige Alternative zur Standardtherapie sein.

Weitere Informationen... Pressemitteilung vom 17.09.2020

Für mehr Kraft, Ausdauer und Lebensqualität: Barbara und Wilfried Mohr-Stiftung unterstützt Sportangebot des UKM-Hirntumorzentrums

Sport hat bekanntermaßen viele positive Effekte. Aber gilt das auch für Menschen, die an einem bösartigen Hirntumor erkrankt sind? „Ja, sogar gerade dann!“, sagt Priv.-Doz. Dr. Dorothee Wiewrodt, Neurochirurgin und Psychoonkologin im UKM (Universitätsklinikum Münster). Eine Studie, die diese Effekte messbar machen soll, wird jetzt von der Barbara und Wilfried Mohr-Stiftung mit rund 76.000 € unterstützt.

Weitere Informationen... Pressemitteilung vom 26.08.2020

Hilfe beim Aufbau von Standards in der Versorgung von Krebspatienten in Brasilien

Die Verbesserung der Versorgungsqualität von Krebspatienten in Brasilien stellt mit Blick auf die wachsende Anzahl von Patienten für das dortige Gesundheitssystem eine große Herausforderung dar. Eine Klinikpartnerschaft zwischen der Klinik für Neurochirurgie am UKM (Universitätsklinikum Münster) und dem Neurological Institute of Curitiba (NIC) in Brasilien hat zum Ziel, auf Augenhöhe neuestes medizinisches Wissen auszutauschen. Die Errichtung eines fachübergreifenden Hirntumorzentrums in Curitiba wird jetzt von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH mit knapp 50.000 Euro gefördert.

Weitere Informationen... Pressemitteilung vom 30.07.2020

Stiftungsprofessur für Uroonkologie am UKM

Große Ehre für Univ. Prof. Dr. Martin Bögemann

„Mit der Errichtung der Stiftungsprofessur für Uroonkologie am Universitätsklinikum Münster eröffnen sich neue zukunftsweisende Perspektiven in der Behandlung von urologischen Krebserkrankungen”, da ist sich Univ.-Prof. Andres jan Schrader sicher. Die Freude über die Berufung von Herrn Univ.-Prof. Martin Bögemann ist groß, ist er doch durch seine hervorragende Expertise auf dem Gebiet international anerkannt. Die von ihm in Münster geleitete Studienzentrale zählt bereits zu den größten in Deutschland. Das Ziel ist es, den betroffenen Patienten mit Harnblasen-, Nieren- und Prostatakarzinom eine indiviuell zugeschnittene und optimierte Therapie zu ermöglichen. Präzisionsonkologie lautet der neue Weg in die Zukunft, weg von der Standardisierung hin zu individuellen Konzepten.

Die Stiftungsprofessur wird 5 Jahre lang finanziert vom Pharmaunternehmen Janssen Cilag, verwaltet wird die Stiftungsprofessur über den Stifterverband.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung der Westfälischen Wilhelms-Universiät Münster, siehe Link.

https://www.medizin.uni-muenster.de/fakultaet/news/martin-boegemann-erhaelt_eine_der_wenigen-professuren-fuer-uroonkologie.html

„Die Haut vergisst nicht!“

Das Portfolio an Sonnenschutzmitteln wird immer größer, aber welche sind die richtigen und wie werden sie sinnvoll angewendet? Und obwohl an vielen Stellen über die Gefahr von Sonnenstrahlung informiert wird, gehen viele von uns immer noch zu leichtfertig mit dem Thema um. Dr. Carsten Weishaupt, Leiter des Hauttumorzentrums am UKM (Universitätsklinikum Münster), klärt im kleinen 1x1 des Sonnenschutzes über chemische und physikalische Filter, den UV-Index und die richtige Wahl der Sonnencreme auf.

Hier gehte s zum vollständigen Interview... Pressemitteilung vom 18.06.2020

Rohbau fertig: Knochenmarktransplantationszentrum am UKM wird eines der größten in Europa

Im kommenden Jahr wird am UKM (Universitätsklinikum Münster) eines der größten Knochenmarktransplantationszentren Europas fertiggestellt. Mehr Raum…Im kommenden Jahr wird am UKM (Universitätsklinikum Münster) eines der größten Knochenmarktransplantationszentren Europas fertiggestellt. Mehr Raum…

Weitere Informationen... Pressemitteilung vom 09.06.2020

Mit Nano-Trojanern gegen Hirntumoren

Spezialisten des UKM-Hirntumorzentrums setzen auf nanogestützte Wärmetherapie als zusätzliche Behandlungsoption

„Ich habe mich fürs Kämpfen entschieden – für meine Familie und mich!“ Tanja Jäger erhielt im August vergangenen Jahres eine niederschmetternde Diagnose: ein Glioblastom im vorderen Stirnlappen. Glioblastome zählen zu den häufigsten und zugleich bösartigsten Hirntumoren bei Erwachsenen. Die Prognosen für die als nahezu unheilbar geltende Krebserkrankung sind sehr schlecht. Aufgeben kam für die 44-Jährige trotzdem nicht in Frage. Auch nicht, als nach Operation und anschließender Strahlentherapie der Tumor im Januar erneut zu wachsen begann. Bei ihrer Suche nach weiteren Behandlungsoptionen stieß sie auf die sogenannte NanoTherm-Therapie und kam dafür ans Hirntumorzentrum des UKM (Universitätsklinikum Münster).

Weitere Informationen... Pressemitteilung zum Welthirntumortag am 08.06.2020

Endlich kommt zusammen, was zusammen gehört: Interdisziplinäre onkologische Ambulanz eröffnet

Zentrale Anlaufstelle für Tumorpatienten im Klinikum / Fachübergreifendes und multiprofessionelles Beratungsangebot

Modern, hell und geräumig: Der WTZ (Westdeutsches Tumorzentrum) Netzwerkpartner Münster hat die neue interdisziplinäre onkologische Ambulanz im UKM (Universitätsklinikum Münster) eröffnet. Reichlich Platz bieten die Räumlichkeiten auf Ebene 03 im Modulbau am Zentralklinikum Ost nicht nur für Experten-Sprechstunden, sondern auch für vielfältige Unterstützungsangebote, Schulungen und Informationsveranstaltungen.

Weitere Informationen... Pressemitteilung vom 12.05.2020

Krebs in Zeiten von Corona: „Besonders achtsam sein!“

Die Corona-Krise bringt viele Fragen, Ängste und Sorgen mit sich – das gilt besonders für Risikopatienten. Auch Astrid Mönnig-Wiese, die seit 2013 wegen einer unheilbaren Tumor-erkrankung am UKM (Universitätsklinikum Münster) in Behandlung ist, bekommt die Auswirkungen der Pandemie in ihrem Le-bensalltag zu spüren. „Das Virus schränkt mich ein“, erzählt die 52-Jährige aus Altenberge, der vor allem die Reduzierung der sozialen Kontakte schwerfällt. Hinzu kommt die Unsicherheit, welche Sicherheitsvorkehrungen sie in welchem Umfang in ihrer Situation treffen sollte.

Weitere Informationen... Pressemitteilung vom 06.04.2020

Schon ein einziger Besuch im Solarium erhöht das Hautkrebsrisiko drastisch

Die Deutsche Krebshilfe hat ein Verbot von Solarien angemahnt. Eine Forderung, die Dr. Carsten Weishaupt, Leiter des UKM Hauttumorzentrums unbedingt unterstützt.

 

Weitere Informationen... Pressemitteilung vom 11.02.2020

Vierzig Jahre (Über-)leben mit Schilddrüsenkrebs

Ilse von Collani lebt seit vierzig Jahren mit einem bösartigen Schilddrüsenkrebs. Dank mehrfacher Radiojodtherapie und jährlicher Nachsorge-untersuchungen in einem der bundesweit größten Schilddrüsenkrebs-Zentren am UKM (Universitätsklinikum Münster), sieht die 82-Jährige ihr Leben aber nicht nur als „Überleben“: Sie engagiert sich ehrenamtlich und hat noch bis vor 3 Monaten gesteppt.

Weitere Informationen... Pressemitteilung vom 14.01.2020

Am 22. Januar 2020 lädt die Klinik für Nuklearmedizin Betroffene und Ihre Angehörigen zu einem Patienten-Symposium ein. Anmeldungen bis zum 10. Januar unter eike.weber(at)­ukmuenster(dot)­de oder telefonisch unter 0251 83-44756.

Weitere Informationen zum Patienten-Symposium „Schilddrüsenkrebs“ finden Sie hier

„Back in motion“ – Tanzworkshop für Menschen mit Krebserkrankungen

Tanz und Krebs? Passt das überhaupt zusammen? „Sehr gut sogar“, findet Prof. Annalen Bleckmann, Direktorin des WTZ (Westdeutsches Tumorzentrum) Netzwerkpartner Münster. „Auch während oder nach einer Tumorerkrankung kann es gut tun, aktiv zu sein“, so die Onkologin weiter. Daher veranstaltete das Krebszentrum am vergangenen Wochenende einen Tanz-Workshop für Betroffene und deren Partner, Angehörige oder Freunde. Mit dabei waren auch Prof. Jutta Hübner, Stiftungsprofessorin für Integrative Onkologie der Deutschen Krebshilfe am Universitätsklinikum Jena, und Tobias Wozniak, professioneller Tanztrainer aus Berlin. Neben Koordination, Balance und Konzentration standen beim Workshop auch das Miteinander, der Austausch und vor allem der Spaß im Vordergrund. An beiden Tagen wechseln sich Tanztraining und kurze Experten-Vorträge mit praktischen Informationen zu unterschiedlichen Fragen ab - z.B. „Worauf kann ich bei der Ernährung achten?“ und „Was kann ich bei Nebenwirkungen tun?“.

Starke Partner im Kampf gegen Krebs

Im Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ) kooperieren die onkologischen Zentren der Universitätsmedizin Essen und des Universitätsklinikums Münster für die Weiterentwicklung der Krebsmedizin und eine optimale Patientenversorgung.

Weitere Informationen... (Pressemitteilung vom 16.10.2019)

Rudern gegen Krebs: gemeinsamer Einsatz bei Benefiz-Regatta in Lingen

 „In einem Boot“ sitzen die
beiden Krebszentren der Universitätskliniken Essen und Münster sprichwörtlich seit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages am vergangenen Mittwoch. Gemeinsam gingen sie jetzt Samstag, 19.Oktober, mit gleich zwei gemischten Booten bei der Benefiz-Regatta unter dem Motto „Rudern gegen Krebs“ in Lingen an den Start.

Insgesamt ruderten 89 Teams für einen guten Zweck über den Dortmund-Ems-Kanal. „Wir haben es sogar bis ins Halbfinale geschafft“, freut sich Prof. Annalen Bleckmann, Direktorin des WTZ (Westdeutsches Tumorzentrum) Münster. „Dafür haben wir in den vergangenen Wochen fleißig trainiert“, ergänzt Kollege Dr. Stefan Palm, Geschäftsführer des WTZ Essen.

Im „Orga-Boot“ der Benefiz-Regatta waren die Stiftung Leben mit Krebs, die Lingener Rudergesellschaft LRG, der Fonds für Krebskranke Lingen und das Bonifatius Hospital. Neben dem sportlichen Ehrgeiz und dem Spaßfaktor ging es vor allem um den Einsatz für einen guten Zweck: Mit den Erlösen sollen Sportprogramme für Patienten mit einer Krebserkrankung organisiert werden.

Aktiv gegen Hirntumoren: Jetzt erst recht!

Sport und Hirntumor – passt das zusammen? „Sehr gut sogar!“, findet Priv.-Doz. Dr. Dorothee Wiewrodt, Neurochirurgin und Psychoonkologin im UKM (Universitätsklinikum Münster). „Obwohl sich viele Betroffene nach der Diagnose zunächst keine körperliche Anstrengung zutrauen, kann es gerade während einer Tumorerkrankung guttun, körperlich aktiv zu sein. Ganz nach dem Motto: Jetzt erst recht!“ Daher bietet das UKM-Hirntumorzentrum nun die bundesweit erste neuroonkologische Sportsprechstunde an.

Weitere Informationen... (Pressemitteilung vom 18.09.2019)

Diagnose Krebs: Allein mit Strahlentherapie zum Erfolg

Zahnarzt Dr. Harald Wünsche aus Saerbeck ist nicht ganz so prominent wie Schauspieler Michael Douglas aus den USA. Was die beiden aber unglücklicherweise teilten, war die schwerwiegende Diagnose eines bösartigen Plattenepithelkarzinoms im Rachenraum. Normalerweise ist hier ein großflächiges Ausräumen des Tumors die Therapie der Wahl. Mit den entsprechenden Konsequenzen für die weitere Lebensqualität. Eine reine Strahlentherapie kann alternativ aber gute Erfolge erzielen. Bei Harald Wünsche und Michael Douglas hat das funktioniert.

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Virtual-Reality-Tour durch das eigene Gehirn: Den Tumor sehen und verstehen

Im UKM-Hirntumorzentrum erhalten Patienten mithilfe einer VR-Brille dreidimensionale Einblicke in ihren Kopf.

Jonas Thiet erinnert sich gut an das Gefühl der Unsicherheit. Als hätte ihm jemand den Boden unter den Füßen weggezogen. „Ich war erst mal völlig mit der Situation überfordert“, blickt der heute 27-Jährige auf die erste Zeit nach der Diagnose „Hirntumor“ zurück. Damals – vor knapp drei Jahren – half es ihm, so viel wie möglich über seine Erkrankung und die Therapiemöglichkeiten zu erfahren. Daher zögerte Thiet nicht lang, als ihm Dr. Markus Holling, Oberarzt in der Klinik für Neurochirurgie des UKM (Universitätsklinikum Münster), jetzt im Rahmen der Nachsorgeuntersuchungen im UKM-Hirntumorzentrum anbot, mithilfe einer VR-Brille (VR = virtual reality) eine Reise ins eigene Gehirn zu unternehmen.

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„Multiples Myelom“

Gut 100 Betroffene und Angehörige kamen am Samstag, 23.3.2019, zum ersten Patiententag „Multiples Myelom“ der Medizinischen Klinik A des UKM nach Münster.

Die Experten informierten über die Erkrankung, ihre Therapie, neue Behandlungsformen und mögliche Komplikationen. Zudem gab es praktische Hilfestellung und Tipps, um den Alltag mit der Erkrankung besser zu bewältigen. Ein Einblick in die psychoonkologischen Aspekte der Erkrankung und Informationen über die vielfältigen Angebote im Bereich der Selbsthilfe rundeten das Programm ab. Nicht zuletzt bot der Patienteninformationstag eine Plattform zum offenen Austausch und Kennenlernen.

Weitere Informationen und Kontakt:
Priv.-Doz. Dr. Cyrus Khandanpour
T 0251 83-46010 oder -46045

Zweites „Wunderkind“ für die Kinderonkologie

Verein Kinderkrebshilfe e.V. finanziert zusätzliches „Prodigy“-Gerät für die Therapie von Patienten mit Krebserkrankungen.

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Filmpremiere in der Kinderonkologie

Im Turm West am UKM duftete es am 20. März 2019 nach Popcorn. Denn die Kinderonkologie feierte eine Filmpremiere: Die Stiftung "Humor hilft heilen" von Dr. Eckart von Hirschhausen hat einen Erklärfilm über die Station gedreht – mit den ehemaligen Patienten Carolin und Noah in den Hauptrollen. Darin erklären die beiden, wie der Alltag auf der Station aussieht, wie das Essen schmeckt und was im Spielzimmer so los ist. Heute wurde der Film erstmals den Kindern und Eltern auf der Station gezeigt und gefeiert wurde natürlich auf dem roten Teppich mit Popcorn, Süßigkeiten und jeder Menge Spaß. 

„Nur zusammen kommt man weiter!"

Betroffene gründen regionale Selbsthilfegruppe für Menschen mit neuroendokrinen Tumoren im Münsterland.

„Das kommt bestimmt vom Stress.“ Als Sandra van Schöll vor gut zwei Jahren immer mal wieder unter Bauch- und Rückenschmerzen litt, ahnte sie zunächst nichts Böses. Erst als während des gemeinsamen Herbsturlaubs mit ihrem Mann starke Koliken auftraten, ging die heute 43-Jährige zu ihrem Hausarzt, um die Ursachen abklären zu lassen. Die ersten Untersuchungen lieferten keine eindeutigen Ergebnisse. Doch im Juni vergangenen Jahres erhielt van Schöll die erschreckende Diagnose: ein neuroendokriner Tumor (NeT) am Übergang zwischen Bauchspeicheldrüse und Zwölffingerdarm. „Ich habe erst mal eine Mauer um mich gebaut“, erinnert sich die Mutter von drei Kindern an diese schwierige Zeit. „Heute weiß ich, dass das falsch war!“ Deswegen zögerte van Schöll nicht lang, als sie von Mitgliedern der Selbsthilfegruppe des Netzwerks NeT e.V. gefragt wurde, ob sie die Leitung einer neuen Regionalgruppe Münsterland übernehmen würde. Die Gründungsveranstaltung findet am Dienstag, 12. März 2019, im UKM (Universitätsklinikum Münster) statt.

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Musiker unterstützen mit Weihnachtskonzert das Zentrum für Krebsmedizin

Musizieren für einen guten Zweck: Bereits seit 46 Jahren spendet die Stadtkapelle Dülmen e.V. den Reinerlös ihres Weihnachtskonzertes. In diesem Jahr veranstalteten die Musiker ihr Konzert am dritten Adventssonntag in der Aula des Schulzentrums in Dülmen zugunsten des CCCM (Comprehensive Cancer Center Münster).

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Dr. Urs Papst-Gieger erklärt die PIPAC-Theraphie

Bauchfellkrebs wird zumeist sehr spät diagnostiziert – oft erst dann, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist. Mit dem fortschrittlichen PIPAC-Verfahren haben die Experten im UKM (Universitätsklinikum Münster) nun jedoch eine weitere Behandlungsoption, um die Prognosen zu verbessern. „Das Ziel dieser neuen Therapie ist, bei Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung das Tumorwachstum auszubremsen, Lebenszeit zu gewinnen und dabei die Lebensqualität zu erhalten“, sagt Dr. Urs Pabst-Giger, Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie am UKM.

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Ausgezeichnete Teamarbeit gegen Krebs

Mehr als 40 universitäre Kliniken, Organzentren und Institute im Zentrum für Krebsmedizin des UKM überzeugten gemeinsam bei der Qualitätsprüfung im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft. Auch das neue Speiseröhrenkrebszentrum wurde zertifiziert.

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