Notfalldaten-Management Sprint (NFDM-Sprint)

Im Rahmen des Projekts NFDM-Sprint der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (gematik), an dem die Bundesärztekammer, das Universitätsklinikum Münster (UKM) und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) beteiligt waren, haben Hausärzte und niedergelassene Internisten sowie Ärzte des UKM getestet, wie sich Notfalldaten möglichst leicht erfassen lassen.

Die Erfahrungen, die die beteiligten Ärzte und Medizinischen Fachangestellten in der Region Münster im Verlauf dieses Forschungsprojekts machten, werden zu einer anwendergerechten und zukunftssicheren Entwicklung des Notfalldaten-Managements beitragen.

Der Begriff Notfalldaten-Management (NFDM) steht für den Umgang mit Informationen, die auf Wunsch der Versicherten auf der elektronischen Gesundheitskarte abgelegt werden und so den Behandelnden in einer medizinischen Notfallsituation weiterhelfen sollen. Hierbei wird unterschieden zwischen dem Notfalldatensatz mit notfallrelevanten medizinischen Informationen und dem Datensatz Persönliche Erklärungen (DPE) des Patienten. Der NFD kann zum Beispiel Angaben zu Diagnosen, Medikation oder Allergien enthalten, der DPE Hinweise zum Aufbewahrungsort etwa einer Patientenverfügung. Im Notfall können Ärzte oder Notfallsanitäter diese Informationen unter Nutzung ihres elektronischen Heilberufsausweises abrufen.

Projektziele

  • Erkenntnisgewinn, wie die Anlage von Notfalldaten bestmöglich durch Primärsysteme, d.h. Praxisverwaltungssystem und das Krankenhausinformationssystem, unterstützt werden kann
  • anwendergerechte und zukunftssicheren Entwicklung des Notfalldaten-Managements

Zahlen & Fakten

Laufzeit: 01.2016 – 01.2017

Anzahl Studienteilnehmer: 25 Hausärzte, 6 Fachinternisten sowie 7 Krankenhausärzte des Universitätsklinikums Münster haben für rund 2600 Patienten Notfalldatensätze (NFD) und 573 Datensätze "Persönliche Erklärungen" (DPE) angelegt.

Projektpartner

Projektleitung:

  • Gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH)
  • Bundesärztekammer

Weitere Projektpartner:

  • Universitätsklinikum Münster mit den Einrichtungen Stabsstelle Telemedizin, Geschäftsbereich IT, Zentrum für Klinische Studien Münster und Institut für Medizinische Informatik
  • InterData Praxiscomputer GmbH
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Gesundheitsmanagement  
     

Weiterführende Informationen zum Thema Notfalldaten-Management finden Sie unter: https://www.gematik.de/anwendungen/notfalldaten/

Zur Pressemitteilung vom 10.04.2017