Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie, Abteilung für Klinische und Operative Andrologie

Intrazytolasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Die intrazytolasmatische Spermieninjektion (ICSI) bietet eine weitere Möglichkeit der extrakorporalen Befruchtung und ist im Falle einer ausgeprägten männlichen Infertilität indiziert. Diese Therapieform unterscheidet sich von der IVF hauptsächlich dadurch, dass die Penetration eines Spermiums in eine Eizelle nicht von selbst abläuft, sondern ein einzelnes Spermium mit Hilfe einer Injektionskapillare in die Eizelle injiziert wird. Die Injektion wird mit Hilfe eines hochpräzisen Mikromanipulationssystems vorgenommen, das Bewegungen einer Haltekapillare zum Festhalten der Eizelle und einer Injektionskapillare zum Injizieren eines Spermiums durch hydraulische Steuerung ermöglicht.

Die Eizellentnahme und Spermienaufbereitung erfolgen genauso, wie für die IVF beschrieben, jedoch werden die Eizellen für den Vorgang der Spermieninjektion präpariert, indem die umgebenden Nährzellen enzymatisch und mechanisch entfernt werden, so dass die befruchtungsbereite Eizelle, nur noch von ihrer eigenen Schutzschicht umgeben, behandelt werden kann. Die benötigten Spermien können entweder aus einer frischen Samenprobe, einer tiefgefroren gelagerten Samenprobe oder einer tiefgefroren gelagerten Hodenbiopsie stammen. Im Falle der Verwendung einer Hodenbiopsie für die ICSI-Therapie wird diese enzymatisch aufbereitet (testikuläre Spermienextraktion, TESE) und somit eine Einzelzellsuspension hergestellt, aus der die Spermien gewonnen werden.

Nach der Spermieninjektion schließt sich genau wie nach der IVF eine maximal 72-stündige Inkubation der behandelten Eizellen im Brutschrank an, bevor die mehrzelligen Embryonen der Patientin übertragen werden.

Über die normale Standardtechnik hinaus haben wir heute die Möglichkeit, unter Einsatz eines Polarisationsmikroskops sowie eines Lasers die optimalen Ei- und Samenzellen zu identifizieren, um bestmögliche Chancen für eine Befruchtungsbehandlung zu haben.

 
 
 
 
Spermien heften sich an die Eizellhülle
Spermien heften sich an die Eizellhülle

Kooperation

Der Bereich für Assistierte Reproduktion wird von OA Dr. med. Andreas Schüring geleitet und ist eine Kooperation zwischen

Terminvereinbarung

Den Bereich für assistierte Reproduktion erreichen Sie
Mo.-Fr. von 9.00 - 12.00 Uhr
Mo., Di., Do. zusätzlich von 13.00 - 15.00 Uhr
unter der Telefonnummer 0251/ 83 58 280

Unsere Medizinischen Fachangestellten (MFA) Frau Kreimer oder Frau Kallwey geben Ihnen gern Auskunft oder senden Ihnen ein Informationspaket über die Behandlung des unerfüllten Kinderwunsches in unserem Haus zu.

Die weiteren Mitarbeiter des Kinderwunschzentrums sind Andrologen, Gynäkologen und Biologen sowie Med.-Technische Assistentinnen, die in ihren Aufgaben besonders geschult und erfahren sind.

Mitarbeiter der Andrologie und des IVF-Labors: 
Prof. Dr. med. M. Zitzmann
Dr. med. C. Krallmann
Dr. rer. nat. V. Nordhoff
Dr. rer. nat. F. Macke
D. Hanke
E. Kösser
R. Kürten
S. Strüwing
B. Conrads

Auf gynäkologischer Seite sind Ihre Ansprechpartner:
PD Dr. med. A. Schüring
S. Harenbrock
A. Hülser
D. Kallwey
M. Kreimer 

Mikroskopische Aufnahme der Spermieninjektion
Mikroskopische Aufnahme der Spermieninjektion