Department für Kardiologie und Angiologie

Unsere Forschungsprojekte

Zum Wohle unserer Patienten möchten wir neue Therapien klinisch erforschen und etablieren. Ein Schwerpunkt besteht insbesondere in der Angiogenesetherapie schwerer Durchblutungsstörungen der Beine. Aktuell nehmen wir an einer Multicenter-Studie zur Evaluation von Stammzellen bei Patienten mit Claudikatio intermittens teil.

Angiogenese

Sind bei Pat. mit arterieller Verschlusskrankheit erst einmal nicht abheilende Wunden an den Füßen entstanden, besteht ein hohes Risiko für die Notwendigkeit von Amputationen. In dieser Situation ist eine schnellstmögliche Revaskularisation (Wiederherstellung der Durchblutung) durch interventionelle oder chirurgische Eingriffe unabdingbar. Es gibt aber Patienten, bei denen dies aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich ist, und auch eine medikamentöse Therapie mit vasoaktiven Medikamenten nicht zu einer anhaltenden Besserung führt. Leider hat sich die Hoffnung, durch spezielle gentherapeutische Wachstumsfaktoren neue Gefäße aussprießen zu lassen, in einer großen, auch bei uns durchgeführten Studie (TAMARIS) nicht erfüllt. Bei ausgewählten Patienten besteht aber die Möglichkeit, durch intramuskuläre und intravasale Injektion von patienteneigenen Stammzellen in Ober- und Unterschenkel des betroffenen Beines lokal neue Gefäße (Kollateralen) wachsen zu lassen, die die Durchblutung des Fußes verbessern.

Pluristem-Studie

In ausgewählten Zentren weltweit wird derzeit eine Studie zur Therapie der Schaufensterkrankheit durch die intramuskuläre Injektion von plazentaren Stammzellen durchgeführt. Die Vorläuferstudien haben Hinweise für eine erstaunliche Wirksamkeit dieser Therapie erbracht. Wir nehmen an dieser Studie teil und können derzeit noch Patienten in die Studie aufnehmen.

Weitere Projekte

Mit der Durchführung von klinischen Studien und Registern wollen wir aktiv den Fortschritt in der Gefäßmedizin vorantreiben. Dazu gehörten zuletzt die Erprobung von innovativen Medikamenten in der Therapie des akuten Koronarsyndroms bei Diabetikern, die Implementation eines neuen, verbesserten Stents für die Oberschenkelstrombahn und der Wirksamkeit von medikamenten-beschichteten Ballons in peripheren Arterien.

Unser besonderes Interesse gilt auch der Interaktion einer peripheren arteriellen Verschlußkrankheit mit chronischen Nierenerkrankungen. Auf diesem bisher wenig beachteten Forschungsgebiet laufen derzeit mehrere Projekte.

 

 
 
 
 
Während der Studien erfolgt eine umfassende Betreuung durch speziell geschulte Study Nurses.
Schwere Unterschenkelarteriopathie vor...
...und 8 Wochen nach Stammzelltherapie.
Ein Studienmedikament wird aufgezogen.