Klinik für Neurochirurgie

Endoskopischen Bandscheibenchirurgie

Ab Januar 2010 bietet die Neurochirurgische Klinik das besonders schonende vollständig endoskopische Operationsverfahren für bestimmte Bandscheibenvorfälle an (Westfälische Nachrichten v. 09.03.2010).

Um an den Bandscheibenvorfall zu gelangen, musste der Operateur bisher das Muskelgewebe vom Knochen des Wirbeldornfortsatzes ablösen, um sich Zugang zum „Ort des Geschehens“ zu verschaffen. Mit dem Endoskop ist nur ein etwa fünf Millimeter großer Zugang zum Operationsfeld notwendig. Das Muskelgewebe wird hierbei nur auseinander gedrängt und somit geschont. Der Vorteil der endoskopischen Operationstechnik für den Chirurgen liegt in der sehr guten Visualisierung des Zielgebietes durch hochauflösende Optiken und der stetigen Spülung. Der Vorteil für die Patientin / den Patienten liegt in einem kleineren Hautschnitt und einem gewebeschonenden Zugang zum Spinalkanal. In der Regel ist dadurch mit einer raschen Mobilisation und schnelleren Erholungsphase zu rechnen. Deshalb stellt die endoskopische Technik eine sinnvolle Ergänzung zu dem etablierten mikrochirurgischen Verfahren dar. Jedoch sind nicht alle Bandscheibenvorfälle für die Entfernung durch eine endoskopische Operationstechnik geeignet. Die Entscheidung, ob und wie ein Bandscheibenvorfall behandelt werden sollte, muss in einem persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient individuell festgelegt werden. Bei Interesse vereinbaren Sie gerne einen Termin unter der Telefonnummer 0251/8347489 in der Wirbelsäulensprechstunde von Herrn Dr. Ewelt. Wir bitten Sie um Vorlage einer Kernspintomographie der Wirbelsäule, die nicht älter als drei Monate sein sollte.