Klinik für Neurochirurgie

Neurochirurgische Wirbelsäulenchirurgie

Leitung:

Univ.-Prof. Dr. W. Stummer (Direktor der Klinik)
Dr. M. Schwake (Oberarzt der Klinik)
Dr. N. Warneke (Oberarzt der Klinik)

Neurochirurgisches Team:

Hr. C. Knaack (Assistenzarzt der Klinik)

Spezialsprechstunde für Wirbelsäulenchirurgie:

Jeden Dienstag zwischen 9.00 und 15.00 Uhr
Jeden Freitag zwischen 9.00 und 15.00 Uhr
Anmeldung unter 0251-83-47489

Ansprechpartner:
Dr. M. Schwake  
Dr. N. Warneke
In Notfällen jederzeit unter 0251/83-48001 (Pforte): Neurochirurgischer Dienstarzt 

Im Schwerpunkt „Neurochirurgische Wirbelsäulenchirurgie“ beschäftigt sich unser Spezialisten – Team mit der Diagnosestellung und der Therapie des gesamten Spektrums von Wirbelsäulenerkrankungen. Besondere therapeutische und wissenschaftliche Expertise besteht im Bereich der degenerativen und tumorbedingten Erkrankungen der Wirbelsäule und des Rückenmarks. Das optimale Management dieser Erkrankungen erfordert einen interdisziplinären Ansatz. Hierzu pflegen wir eine enge Kooperation mit den Spezialisten des Universitätsklinikums.

Bei der Auswahl der Behandlungsmethode steht das Wohl unserer Patientinnen und Patienten an erster Stelle. Die Sektion für spinale Neurochirurgie des Universitätsklinikums Münster bietet ein modernes, vollständiges Spektrum der Diagnostik und Therapie auf höchstem Niveau unter Verwendung minimalinvasiver Techniken und modernster Technologie.

Als universitäres neurochirurgisches Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie beschäftigen wir uns intensiv mit Forschung und Lehre. Eine ständige Weiterbildung im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie halten wir für selbstverständlich. Hierzu pflegen wir einen regelmäßigen interdiziplinären Wirbelsäulenqaulitätszirkel.

 

Wir versorgen folgende Krankheitsbilder

Degenerative Erkrankung der Wirbelsäule
Zu den degenerativen Erkrankungen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule zählen u. a. das Bandscheibenleiden (z. B.: Bandscheibenvorfall), die Einengung des Spinalkanals (Stenose), das Wirbelgleiten (Spondyloslisthesis) und die Verschleißerkrankung der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenksarthrose).

Tumore der Wirbelsäule und des Rückenmarks
Die tumorbedingten Erkrankungen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule haben ihren Ursprung entweder direkt in der Wirbelsäule, dem Rückenmark (z.B.: Gliome) und seinen Hüllstrukturen (z.B.: Menigeom, Neurinom) oder sind als Tochtergeschwulst bereits als eine Absiedlung (Metastase) von Tumoren zu sehen, die ihren ursprünglichen Sitz, an einem anderen Ort im Körper haben.

Entzündung der Wirbelsäule
Die Erreger bedingten entzündlichen Erkrankungen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule befallen die Bandscheibe (Diszitis), den Wirbelkörper (Spondylitis), den Spinalkanal (z. B. als epiduraler Abszeß), die umgebenden Weichteile oder eine Kombination der Vorgenannten (Spondylodiszitis). Von den Erreger bedingten Entzündungen muss die rheumatoide Arthritis und die chronische, entzündlich-rheumatische Erkrankung der Wirbelsäule (Morbus Bechterew, Spondylitis ankylosans) unterschieden werden.

Trauma des Rückenmarks und der Spinalnerven
Den Verletzungen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule geht meist eine mehr oder minder starke Gewalteinwirkung voraus, die mit einer solchen Kraft auf die Wirbelsäule einwirkt, dass diese ihr nicht standhalten kann und nachgibt / bricht. Dieses Nachgeben kann auch im Rahmen der altersbedingten Knochenerweichung (Osteoporose) auftreten. In einem solchen Fall bedarf es meist keiner großen Krafteinwirkung. Je nach Ausmaß der Krafteinwirkung kommt es zur Mitverletzung des Rückenmarks und / oder der Nervenstrukturen.

Anlagestörungen der Wirbelsäule
Zu den Anlagestörungen der Wirbelsäule zählen insbesondere Bogenschlussstörungen mit und ohne Myelomeningocelen. Das Klippel-Feil-Syndrom führt aufgrund der pathologischen Bandscheiben oft zu chronischen Rückenbeschwerden.

Chronische Schmerzsyndrome der Wirbelsäule
Zu den chronischen Schmerzsyndromen der Wirbelsäule gehören neuropathische Schmerzen (Brennschmerzen), welche durch eine anhaltende Schädigung der Nerven entstehen können. Nach einer vorrausgegangenen Wirbelsäulenoperation, werden diese Schmerzen auch als Failed Back Surgery Syndrom (FBSS) bezeichnet.

Konservative Verfahren
Zu den konservativen Therapieverfahren zählt die Physiotherapie, die Rückenschule, Massage und Wasserbewegungsbäder. Die Behandlung kann ambulant und stationär im Rahmen des stationären Aufenthaltes oder im Rahmen einer Rehabilitation durchgeführt werden.

Minimal-invasive Verfahren
Bei den minimal – invasiven Operationen handelt es sich um spezielle Techniken, die dazu dienen, die Gewebeschichten bis zur Wirbelsäule zu schonen. Das operative Ziel an der Wirbelsäule wird jedoch in der gleichen Effektivität angegangen wie bei den herkömmlichen offenen Eingriffen. Zu den minimal-invasive Verfahren in der Wirbelsäulenchirurgie gehören auch die Nervenblockeden durch Facettengelenksinfiltration, Periradikuläre Therapie (PRT), Kryotherapie und Thermokoagulation der Nerven und das Verfahren der Vertebroplastie und Kyphoplastie.

Endoskopische Operationen
Bei den endoskopischen Operationsverfahren wird über einen Führungsdraht unter Bildwandlerkontrolle eine starre Arbeitshülse in den Spinalkanal vorgeschoben. Hierüber kommen dann die Optik und die unterschiedlichen Instrumente zum Entfernen des Bandscheibenvorfalls zum Einsatz. Somit ist legendlich ein Hautschnitt von 7mm notwendig und die Muskulatur wird geschont. Der Vorteil für die Patientin / den Patienten liegt in der Regel in einer raschen Mobilisation und schnelleren Erholungsphase.

Mikrochirurgische Operationen
Bei den mikrochirurgischen Verfahren handelt es sich um Eingriffe, die mit Hilfe eines Operationsmikroskops durchgeführt werden. Dies verbessert die Sicht für den Operateur erheblich und erhöht wesentlich die Detailschärfe, wenn Oparationen an den Nervenwurzeln und dem Rückenmark durchgeführt werden müssen. Dadurch senkt sich das operative Risiko deutlich. Standardmäßig kommt das Operationsmikroskop bei Eingriffen bei lumbalen oder zervikalen Bandscheibenvorfällen oder Spinalkanaleinengungen zum Einsatz.

Offene Operationen
Bei den offenen Operationen wird je nach vorliegender Grunderkrankung die Wirbelsäule von vorne oder / und hinten versorgt. Hierbei wird die Wirbelsäule (HWS, BWS, LWS) z. B. versteift, Wirbelkörper ersetzt, der Spinalkanal freigelegt, Tumoren entfernt oder – im Falle einer erheblichen Verletzung – die ursprüngliche Form wieder hergestellt.

Alternative Therapieverfahren
Alternative Verfahren zur Therapie von Wirbelsäulenerkrankungen stellen die Implantation von Rückenmarkstimulatoren (SCS) sowie die Implantation von Medikamentenpumpen zur Schmerztherapie dar.

 
 
 
 

Leiter

Dr. med. M. Schwake

Sprechstunde
Freitags 09:00 bis 15:00 Uhr

Poliklinik für Neurochirurgie
Albert-Schweitzer-Campus 1
48149 Münster

Zertifiziert Qualität

Internationales Hospitationszentrum von K2M