Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Humanes Papillomavirus und Genitalwarzen


Das Humane Papillomavirus (HPV) ist eines der häufigsten Verursacher sexuell übertragbarer Erkrankungen.

Mehr als 60 verschiedene HPV-Typen wurden bereits identifiziert. Einige Typen verursachen einfache Hautwarzen. Etwa ein Drittel der HPV-Typen werden durch Sexualkontakt übertragen und existieren vornehmlich im Genitalbereich. Es werden HPV mit hohem und niedrigem Risiko unterschieden: Solche mit niedrigem Risiko verursachen Genitalwarzen. Hochrisiko HPV bewirken präkanzeröse Veränderungen (Dysplasie) und Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses, der Scheide und Vulva. Die meisten HPV-Infektionen sind symptomlos. Daher wird die Diagnose meist in Zusammenhang mit auffälligen Vorsorgeabstrichen aus Gebärmutterhals und Scheide gestellt. Die HPV-Infektion ist nicht heilbar.

Genitalwarzen Genitalwarze
Genitalwarzen (Condylomata acuminata) werden lediglich durch einen kleinen Teil der verschiedenen HPV-Typen verursacht. Die Übertragung erfolgt durch Sexualkontakt. Sie sind sehr ansteckend. Bei Frauen entstehen Genitalwarzen vor allem in- und außerhalb der Scheide, im Bereich des äußeren Muttermundes (Gebärmutterhals) und um den Anus. Bei Männern sind Genitalwarzen seltener sichtbar. Genitalwarzen können sehr klein und in Gruppen beieinander stehend auftreten. Wenn sie nicht behandelt werden, können sie einerseits von alleine verschwinden, oder aber groß und fleischig mit blumenkohlartigen Aussehen werden. Da man nicht voraussagen kann, wie sich die Genitalwarzen im Einzelfall entwickeln, sollten betroffene Personen untersucht und ggf. behandelt werden.

Therapie
Die Behandlung von Genitalwarzen ist von ihrer Größe und Lokalisation abhängig. Auch wenn es möglich ist, die Warzen zu entfernen, so ist es jedoch unmöglich, das Virus zu beseitigen, so daß Genitalwarzen häufig wiederkehren. Folgende Therapiemöglichkeiten stehen zur Verfügung: Imiquimod Creme (Aldara), 20% Podophyllin Lösung, 0.5% Podofilox Lösung, 5% 5-Fluorouracil Creme und alpha-Interferon Injektionen. Desweiteren können Genitalwarzen operativ entfernt werden: Vereisung, Elektrokautern, Laserung. Nicht alle Therapien sind für die Behandlung in der Schwangerschaft zulässig!

Wir bieten sämtliche operative Verfahren an und können bei Bedarf medikamentöse Behandlungen rezeptieren.

Prävention
Um eine Übertragung auf andere Personen zu vermeiden, sollten beim Geschlechtsverkehr Kondome benutzt werden. Impfstoffe, um Infektionen zu verhindern bzw. zu therapieren sind in Erprobung.

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KONTAKT

Allgemeine Sprechstunde (Poliklinik Ebene 05 West)

Anmeldung: Hildegard Dirks-Haubrock

Terminvergabe: Mo. bis Fr. 8:00 - 15:30 Uhr

Sprechzeiten: n. V.

Telefon: +49 (0)251 / 83 - 48015

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