Forschung

In Deutschland sterben pro Jahr mehr als 100.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Dabei ist die häufigste Ursache das Auftreten von Herzrhythmusstörungen, die ihren Ursprung in der Herzkammer haben. Bei einer Großzahl der verstorbenen Personen liegt ursächlich eine strukturelle Herzerkrankung wie beispielsweise eine Erkrankung der Herzkranzgefäße vor. Seltener, in etwa 5-10%, sind jedoch auch jüngere Menschen, die nie zuvor Herzbeschwerden hatten, betroffen.  

Neben der klinischen Forschung werden in der rhythmologischen Abteilung am Universitätsklinikum Münster auch experimentelle Untersuchungen zu den unterschiedlichen Ursachen für das Auftreten dieser potentiell lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen durchgeführt. In den vergangenen Jahren wurden dabei einer Reihe interessanter Befunde erhoben, die zur Aufklärung der physiologischen Ursachen von Herzrhythmusstörungen und zur Entwicklung neuer Therapieansätze beigetragen haben.

Dabei kommen sowohl elektrophysiologische Methoden am ganzen Herzen als auch an einzelnen Herzmuskelzellen von Versuchstieren zum Einsatz. In Zusammenarbeit mit anderen Gruppen auf dem Campus der Universität Münster werden zudem auch einfache molekularbiologische Methoden angewandt.  In unserer experimentellen Arbeit werden wir durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Innovative Medizinische Forschung (IMF, Med. Fakultät Münster) unterstützt.

 

Experimentelle Elektrophysiologie

Zelluläre Elektrophysiologie

Literatur