Abteilung für Rhythmologie

Zelluläre Elektrophysiologie


In den Räumlichkeiten des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie des Universitätsklinikums Münster untersuchen wir ebenfalls die molekularen und zellulären Ursachen von Herzrhythmusstörungen.  Hierbei steht die Messung von Ionenströmen und die Messung der Membranspannung an isolierten Herzmuskelzellen mit Hilfe der Patchclamp-Methode im Vordergrund (s. Abb.). Auch werden mit Hilfe von kalziumsensitiven Farbstoffen Messungen der systolischen und diastolischen Kalziumkonzentration von Herzmuskelzellen durchgeführt.

Untersucht werden dabei transgene Mausmodelle mit verändertem Kalziumhaushalt. Unter anderem wird erforscht, ob plötzliche Entladungen von Kalzium aus den Kalziumspeichern der Herzmuskelzelle zu Schwankungen des Membranpotentials und zu tödlichen ventrikulären Herzrhythmusstörungen führen können. Dies könnte die Ursache für den plötzlichen Herztod bei Herzgesunden oder aber auch bei Patienten mit einer strukturellen Herzerkrankung sein, wo Veränderungen des Kalziumhaushaltes bekannt sind.

Dabei arbeiten wir mit der Abteilung für Physiologie der University of California Los Angeles (K. Philipson), dem Computational Biology Laboratory der University of Oxford (D. Noble), dem Institut für Pharmazie der Universität Graz (K. Groschner) und verschiedenen weiteren Arbeitsgruppen auf dem Campus der Westfälischen Wilhelms-Universität.

 
 
 
 
Herzmuskelzelle während eines Patch-Clamp-Versuches. Die Aktivität von Ionenkanälen wird über eine Mikroelektrode abgeleitet (Pott et al., 2009).
Kalium-Ströme einer aus einem Mausherzen isolierten Herzmuskelzelle aufgezeichnet mit Hilfe der Patchclamp-Methode (Pott et al., 2009).