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Neues Gerät am UKM erweitert Möglichkeiten der Strahlentherapie / Fachsymposium am Samstag

Neues Tomotherapiegerät in der UKM-Strahlentherapie.
Seit über einem halben Jahr setzt die Klinik für Strahlentherapie des UKM das neue Tomotherapiegerät in der Behandlung von Krebspatienten ein
„Tomotherapie“ ermöglicht höchste Präzision in der Tumorbestrahlung
ukm/dre
Seit über einem halben Jahr setzt die Klinik für Strahlentherapie des Universitätsklinikums Münster (UKM) das neue Strahlentherapiegerät „TomoTherapy Hi Art HD II“ in der Behandlung von Krebspatienten ein. „Mit der Tomotherapie können wir unseren Patienten die derzeit modernste Form der Strahlentherapie anbieten“, erklärt Prof. Dr. Normann Willich, Direktor der Klinik. Die ersten Erfolge und Erfahrungen im Einsatz des Geräts stehen nun im Mittelpunkt eines ärztlichen Symposiums. Die Veranstaltung findet statt am kommenden Samstag, 27. November 2010, von 9 bis 15 Uhr Hörsaal der UKM-Chirurgie an der Waldeyerstraße. Bei ca. 60 Prozent aller Krebspatienten wird auch die Strahlentherapie eingesetzt.

Die Tomotherapie kombiniert zwei Elemente, erklärt Dr. Iris Ernst, Leitende Oberärztin der Klinik: „Die Bestrahlung erfolgt wie bei gängigen Linearbeschleunigern, aber in wesentlich modifizierter Technik, mit Hilfe von Photonenstrahlen. Zudem verfügt das Gerät über die Möglichkeiten der Computertomographie (CT) zur optimalen und flexiblen Lagerungskontrolle.“ Dabei wird die Photonenstrahlung durch einen Linearbeschleuniger erzeugt. Dieser bewegt sich kreisförmig um den Patienten herum. Gleichzeitig wird der Patient auf dem Tisch langsam durch das Gerät bewegt. Jedes Mal, wenn der Linearbeschleuniger einen Kreis um den Patienten zieht, richtet er einen gezielten und optimal dosierten Fächerstrahl, der in seinen geometrischen Abmessungen variiert werden kann, auf den Tumor.

Die Lage des Tumors und des Patienten kann durch die CT-Möglichkeiten des Systems präzise vor jeder Bestrahlung kontrolliert werden. Dabei werden dreidimensionale Bilder des Tumors und der umgebenden Region erstellt. Für die Patienten bringt das neue Verfahren große Vorteile. Prof. Willich: „So gelingt es in einem einzigen Schritt noch präziser, die nötige Strahlendosis exakt an die Ausdehnung und die Form des Tumors anzupassen und das gesunde Gewebe zu schonen. Denn natürlich wollen wir den Tumor so stark wie nötig behandeln und gleichzeitig die Nebenwirkungen minimieren.“

Nach Fachvorträgen und einer Diskussion sind ab 14 Uhr Demonstrationen am Thomotherapiegerät vorgesehen.

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