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Von der „Klinikfürsorge“ zur Sozialen Arbeit: 60 Jahre Sozialdienst am UKM

Dr. Christoph Hoppenheit (Kaufmännischer Direktor des UKM), Prof. Dr. Norbert Roeder (Ärztlicher Direktor), Sozialdienst-Leiter Ulrich Kurlemann und Pflegedirektor Michael Rentmeister freuen sich über das 60-jährige Bestehen des Sozialdienstes am UKM (v.l.).
Dr. Christoph Hoppenheit (Kaufmännischer Direktor des UKM), Prof. Dr. Norbert Roeder (Ärztlicher Direktor), Sozialdienst-Leiter Ulrich Kurlemann und Pflegedirektor Michael Rentmeister freuen sich über das 60-jährige Bestehen des Sozialdienstes am UKM (v.l.).
Beratung und Unterstützung für Patienten und Angehörige seit 1951
ukm/dre
Der Sozialdienst am Universitätsklinikum Münster (UKM) feierte am Donnerstag, 17. November, sein 60-jähriges Bestehen. Die klinische Sozialarbeit am UKM stellt neben Medizin und Pflege eine weitere Säule der Patientenversorgung dar. „Es gibt immer mehr ältere und chronisch kranke Menschen, die einen hohen Unterstützungsbedarf haben, gleichzeitig zerfallen traditionelle Hilfsnetzwerke wie Familien. Speziell bei der Einleitung von Reha-Maßnahmen und der Koordination weiterer Unterstützungsleitungen nach einem Klinikaufenthalt wächst daher die Bedeutung der klinischen Sozialarbeit“, betont Ulrich Kurlemann, Leiter der Stabsstelle „Sozialdienst / Case Management“ am UKM. Gerade die Vernetzung, Koordination und Kooperation seien wesentliche Aufgabenbereiche im Gesundheitswesen und von je her Bestandteile sozialarbeiterischen Handelns, so Kurlemann. In enger Verzahnung mit Medizin und Pflege am UKM berät der Sozialdienst u.a. zu poststationärem Hilfe- und Versorgungsbedarf. Um die Versorgungskontinuität nach der Entlassung aus dem UKM zu sichern, erschließt das Team des Sozialdienstes zudem soziale Netzwerke, leitet Reha-Maßnahmen ein, vermittelt Hilfen im Alltag oder berät unter Berücksichtigung der Krankheitssituation individuell zu Leistungen, die in der Sozialgesetzgebung verankert sind. Prof. Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKM, wies speziell auf den Aspekt der Versorgungskontinuität hin, der für Patienten und Angehörige von besonderer Bedeutung sei, wenn es um die Frage geht: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter? Gerade hier sei der Sozialdienst von immenser Bedeutung.
1951 begann die Arbeit des Sozialdienstes, seinerzeit mit einer einzigen „Krankenhausfürsorgerin“. Heute hat die Berufbezeichnung Fürsorgerin längst ausgedient, an ihre Stelle sind heute 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialdienstes getreten. Pro Jahr führen sie über 13.000 Gespräche mit Patienten und Angehörigen mit dem Hauptziel, die Schnittstelle zwischen dem Klinikaufenthalt und der poststationären Behandlung optimal zu gestalten. Ca. 3.000 Reha-Maßnahmen werden jährlich durch den Sozialdienst eingeleitet. Auch der ehrenamtliche Besuchsdienst am UKM, das Freiwillige Soziale Jahr oder jetzt auch der Bundesfreiwilligendienst werden durch den Sozialdienst am UKM betreut. Den enormen Stellenwert sozialer Arbeit im Gesundheitswesen betonte in seiner Festrede auch Prof. Dr. Hugo Mennemann von der Katholischen Hochschule Münster: So sei es eben ein Unterschied, ob eine 70-Jährige alleinstehende Frau mit einem Beinbruch ins Krankenhaus komme oder ein Jugendlicher mit einem engem familiären Netzwerk, das ihn unterstützen könne.
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