Neues aus der Klinik...

Jahrestagung der "HERZ IN TAKT Defi-Liga e.V."

Die Westfälischen Nachrichten (WN) berichten auf ihrer Homepage über die Jahrestagung der HerzInTakt Defi-Liga e.V..

Hier finden Sie den Bericht.

Am 11.10.2016 hat St. Jude Medical einen Sicherheitshinweis für implantierbare Defibrillatoren herausgegeben. Betroffen sind die Modelle Fortify, Fortify Assura, Quadra Assura, Quadra Assura MP, Unify, Unify Assura und Unify Quadra, die im Zeitraum 2010 bis Mai 2015 produziert wurden. Von weltweit 398.740 verkauften Geräten wurden 841 wegen vorzeitiger Batterieentladung zur Analyse zurückgeschickt (0,21%). Bei 46 Geräten wurde im Rahmen der Analyse ein Kurzschluss innerhalb der Batterie festgestellt, welcher zu einer vorzeitigen Entladung geführt hat. Sollte es zu einem Kurzschluss innerhalb der Batterie kommen, ist ein Abfall der Spannung innerhalb von wenigen Tagen bis Wochen möglich.

Patienten, denen im UKM ein entsprechender Defibrillator implantiert wurde, werden über diesen Sicherheitshinweis schriftlich informiert. Individuell erfolgt nach Risiko-Nutzen-Analyse die Festlegung des weiteren Vorgehens. Ein genereller Wechsel ist im Allgemeinen nicht erforderlich, kann im Einzelfall aber notwendig sein.

Außerdem ist eine Experten-Hotline (T 0251 / 83 46777) geschaltet, bei der sich Patienten von 8:00 bis 17:00 Uhr mit ihren Sorgen melden können. Auch unter rhythmologie(at)­ukmuenster(dot)­de kann man sich an die Rhythmologie des UKM wenden.

Eine nachlassende Batteriespannung wird den Patienten durch den programmierten Vibrationsalarm kenntlich gemacht. Zum anderen ist ein Abfall der Spannung und das Erreichen des elektiven Austauschkriteriums durch eine Abfrage im Rahmen einer Nachsorgeuntersuchung oder aber durch eine telemedizinische Kontrolle möglich.

Ob der implantierte Defibrillator zu der Serie gehört, bei denen dieses Batterieverhalten auftreten kann, ist unter www.sjm.com/batteryadvisory zu überprüfen.

Vom 30. März bis zum 2. April 2016 fand die Jahrestagung der DGK in Mannheim statt.
Das Hauptprogramm dieser Tagung war dem Thema "Herz-Kreislauf-Medizin - High-Tech-Medizin" gewidmet.
U.a. hielt Dr. Reinke in „How-to-Session“der Arbeitsgruppe 1 „Rhythmologie“, Thema: „Herausforderungen bei Ablationen und Device-Therapie“ den Vortrag:

„Wie sind Probleme bei Aggregat und Sonden subkutaner ICDs zu vermeiden“

Prof. Dr. Georg Sabin, Vorstand der Hans und Gertie Fischer-Stiftung, überreicht den Förderpreis an Priv.-Doz. Dr. Gerrit Frommeyer, Abteilung für Rhythmologie.

Für Herzpatienten kann die gleichzeitige Gabe des Antiarrhythmikums Dronedaron mit Digitalisglykosiden lebensbedrohlich sein. Für den erstmaligen Nachweis dieser Wechselwirkung in einer Studie hat die Rheinisch-Westfälische Gesellschaft für Innere Medizin (RWIGM) Priv.-Doz. Dr. Gerrit Frommeyer mit dem Förderpreis der Hans und Gertie Fischer-Stiftung ausgezeichnet.
Der Funktionsoberarzt der Abteilung für Rhythmologie  (Department für Kardiologie und Angiologie) erhielt die Auszeichnung bereits im vergangenen November in Düsseldorf im Rahmen der Jahrestagung der RWIGM. Der geteilte Preis ist mit 2.000 Euro dotiert und wird für die aktuell bedeutendsten Arbeiten im Bereich der Ursachenerforschung und der Behandlung oder Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen vergeben.
Frommeyer forscht schwerpunktmäßig zur Diagnose und Therapie von Herzrhythmusstörungen sowie ihren biologischen Grundlagen. Unter anderem beschäftigt er sich mit der Frage, welche Mechanismen die  Entstehung von lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen begünstigen können.

Dr. Julia Köbe, Prof. Lars Eckardt, Dr. Kristina
Wasmer und Dr. Gerrit Frommeyer

Nahezu wöchentlich finden Antrittsvorlesungen an der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms Universität statt, aber dass drei Kandidaten aus einer Klinik gemeinsam „antreten“ geschieht selten. Deshalb war die Stimmung besonders ausgelassen als am Freitag, dem 13. Mai 2016 im vollbesetzten Hörsaal der Fakultät gleich drei Oberärzte der Abteilung für Rhythmologie ihre Antrittsvorlesung vor Mitgliedern der Fakultät, Freunden und Familienangehörigen hielten.

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Dr. Florian Reinke (l.), Johannes Heitmann,
Prof. Dr. Lars Eckardt (r.)

Überwachung und Therapie: UKM-Kardiologen setzen erstmalig neu konzipierten Defibrillator mit Vorhofflimmer-Erkennung ein

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Dr. Florian Reinke (l.), Kurt Friesel, Prof. Dr. Lars
Eckardt (r.)

Meilenstein bei zu langsamem Herzschlag / Implantation in Herzkammer und ohne Schrittmacherkabel statt unter der Haut / Minimal-invasiver Eingriff verkürzt Krankenhausaufenthalt und verringert Infektionsrisiko

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