Klinik für Augenheilkunde

Informationen für stationäre Patienten

Angesichts der aktuellen Infektions-Situation in Deutschland gilt ab dem 25. August für das UKM und die anderen Krankenhäuser in Münster die Vorgabe der Bezirksregierung Münster, dass bei allen stationären Aufnahmen das Vorliegen eines negativen SARS-CoV-2-Abstriches erforderlich ist - auch wenn diese Patienten keine COVID-19-Symptome haben. Aktuell laufen noch Gespräche zur konkreten Umsetzung und Beginn dieser Maßnahmen.

Bitte beachten Sie: Patienten ohne Covid-19-Symptome mit kurzfristigen Aufnahmeterminen sowie Notfälle werden aufgrund eines fehlenden Testergebnisses nicht abgewiesen.

Informationen zur UKM-Corona-Teststelle

Bitte beachten Sie nachfolgende Infos zu Testungen sowie unserer Corona-Teststelle:

Die Kassenärztliche Vereinigung hat unter der 116117 eine Patientenhotline für „Corona“ eingerichtet. Hier beraten dann Ärzte Anrufer, die Sorge wegen Corona haben. Anrufer müssen allerdings mit relevanten Wartezeiten rechnen.
 

Finden Sie die nächstgelegene Praxis für einen Test auf COVID-19
 

Ergänzend dazu finden Sie hier eine Liste von niedergelassenden Ärztinnen und Ärzten, die eine Testung auf COVID-19 anbieten.


Die UKM-Corona-Teststelle ist werktags von 8-16 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 8-13 geöffnet. ACHTUNG: Aufgrund der aktuellen Nachfrage ist es möglich, dass der Zugang zum Test-Gelände bereits ein bis zwei Stunden vor Ende der Öffnungszeiten nicht mehr möglich ist. 

| Anfahrt mit Google Maps

In welchem Fall wird abgestrichen?
- Bei COVID-19-typischen Krankheitssymptomen
- Bei „roter“ CORONA-APP Warnung (Bitte bei Anmeldung vorzeigen)
- Auf Anweisung des Gesundheitsamtes (Bitte Anweisung vorzeigen)
- Vor stationärer Aufnahme am UKM
- Innerhalb von 72 Stunden nach Rückkehr aus RKI-Risikogebieten (bis 30.09.)
- Bei Kontakt zu einem bestätigtem COVID-19-Fall UND Vorliegen typischer Krankheitssymptome (Bitte melden Sie unabhängig vom Testergebnis beim Gesundheitsamt. Vermutlich wird eine Quarantäne verhängt.)

In welchem Fall wird nicht abgestrichen?
- Persönliche Belange (Vor geplantem Urlaub, Feierlichkeiten, o.ä.)
- Aufforderung vom Arbeitgeber, Verein, o.ä.
- Regeltestungen von Schul- und Kitapersonal
- Bei Kontakt zu positiv getesteten Mitmenschen OHNE Vorliegen typischer Krankheitssymptome (Bitte informieren Sie selbstständig das Gesundheitsamt)

Ablauf
Eine Überweisung und eine Voranmeldung sind nicht notwendig. Wir benötigen lediglich Ihre Krankenversicherungskarte.

Anfahrt & Wartezeiten
Wir weisen darauf hin, dass es in Stoßzeiten zu erheblichen Wartezeiten kommen kann. Die Teststelle ist als Drive-In konzipiert, so dass Sie die Wartezeit im Auto verbringen können, auch aus Sicherheitsaspekten.

Ergebnisübermittlung
Sie werden telefonisch (<24h) und postalisch (ca. 3 Tage) über Ihr Ergebnis informiert. Meiden Sie bis zum Erhalt des Testergebnisses bitte die Öffentlichkeit. Positive Ergebnisse werden automatisch an das Gesundheitsamt übermittelt. Sprechen Sie bitte auch bei einem negativen Test-Ergebnis immer Ihr Gesundheitsamt bezüglich des weiteren Vorgehens an (keine eigenständige Beendigung einer Quarantäne etc.). 

Wichtige Hinweise
- Den Anweisungen des Sicherheitspersonals ist zwingend Folge zu leisten.
- Bitte tragen Sie während des gesamten Aufenthaltes auf dem Testgelände Ihren Mund-Nasen-Schutz.
- Bitte achten Sie auf den Mindestabstand von 1,5 m zu Ihren Mitmenschen.
- Halten Sie (falls vorhanden) Ihre Gesundheitskarte für die Anmeldung bereit.
- Die Entscheidung über die Durchführung des Abstrichs obliegt in letzter Instanz immer dem Personal der Teststelle.

Bitte beachten Sie: Um unsere Patienten, Mitarbeitenden und Besucher vor einer Infektion zu schützen und die Ausbereitung von SARS-CoV2 einzudämmen, ist in allen Gebäuden des UKM das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes erforderlich.

Für den Besuch des UKM dürfen Sie Ihre eigenen, privaten Masken nutzen. Sollten Sie keine Maske dabei haben, stellen wir Ihnen für Dauer ihres Aufenthaltes im Klinikum an der jeweiligen Pforte einen geeigneten Schutz zur Verfügung.

Das Betreten der Gebäude ist ohne Mund-Nasen-Schutz nicht gestattet.

Besuche eingeschränkt möglich

Auf Grundlage der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalens sind am UKM ab sofort eingeschränkt Besuche für bestimmte Patientengruppen wieder möglich.

  • Besuche sind ab dem dritten Behandlungstag des Patienten/der Patientin möglich.
  • Es sind maximal zwei Besuche pro Woche mit einer Dauer von maximal einer Stunde vorgesehen.
  • Als Besucher dürfen zwei fest benannte Personen empfangen werden. Es darf immer nur eine Person anwesend sein.
  • Besuche sind werktags von 15.00 bis 19.00 Uhr, an Wochenenden und Feiertage von 08.00 bis 19.00 Uhr möglich.

Die Besucher erhalten vom UKM vorab eine Besuchererlaubnis, die zusammen mit dem Personalausweis als Zutrittserlaubnis für das UKM gilt, und am Eingang überprüft wird.

Die Besucherregelung gilt für das Zentralklinikum sowie alle externen Kliniken. Ausnahmen werden lediglich für die Geburtshilfe, die Pädiatrie, für die Palliativstationen sowie – nach Absprache mit den verantwortlichen Ärztinnen und Ärzten – für schwerstkranke Patienten zugelassen. Bitte haben Sie Verständnis, dass es für einzelne Bereiche abweichende Vorgaben geben kann. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie wird diese Regelung regelmäßig geprüft und angepasst. Bitte beachten Sie außerdem: Der Zugang zum Zentralklinikum ist NUR über die Haupteingänge Ost und West auf Ebene 04 möglich.

Hinweis zu unseren Ambulanzen und Sprechstunden

Liebe Patientin, lieber Patient,

wenn Sie in den kommenden Tagen einen Termin in einer unserer Ambulanzen haben, melden Sie sich bitte vorab, wenn

  • bei Ihnen folgende Symptome bestehen: Fieber, Halsschmerzen und/oder Schluckstörungen, Husten, Atemnot, Geschmacks- oder Geruchsverlust, allgemeine Abgeschlagenheit und/oder Leistungsverlust, soweit nicht durch eine bestehende Vorerkrankung erklärbar, Magen-Darm-Symptome, starken Schnupfen
  • Sie Kontakt zu einer SARS-CoV-2 positiven Person hatten
  • oder positiv auf Coronavirus getestet wurden.


Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Kommen Sie bitte nicht in unsere Ambulanzen, wenn Sie unsicher sind, ob Sie von COVID19 betroffen sind.


Vielen Dank!

Entzündungen des Augeninneren (Uveitis)


Die Uveitis ist eine Entzündung im Inneren des Auges, die von der in Schichten aufgebauten Gefäßhaut (Uvea) ausgeht. Die Gefäßhaut besteht aus der Regenbogenhaut (Iris), dem Ziliarkörper (Corpus ciliare) und der Aderhaut (Choroidea). Zum Namen der Erkrankung:  Die Endung „-itis“ bedeutet Entzündung. Eine „Uve-itis“  beschreibt  also eine Entzündung der Uvea (Gefäßhaut).

Welche Formen einer Uveitis unterscheidet man?

Je nach dem welcher Teil im Bereich der Gefäßhaut entzündet ist, unterscheidet man folgende Formen:

Vordere Uveitis (Uveitis anterior): die Regenbogenhaut und der Ziliarkörper sind entzündet

Mittlere Uveitis (Uveitis intermedia): der mittlere Teil der Gefäßhaut (Übergangsbereich zwischen Ziliarkörper und Aderhaut) ist entzündet

Hintere Uveitis (Uveitis posterior): die Aderhaut und eventuell die davor liegende Netzhaut sind betroffen

Betrifft die Entzündung die gesamte Uvea, spricht man von einer Panuveitis. Die Einteilung sagt zwar etwas über die Lokalisation der Entzündung im Auge aus, jedoch kaum etwas über ihre mögliche Ursache oder den Schweregrad.

Welche Ursachen gibt es für eine Uveitis?

Die Ursachen für eine Uveitis sind vielfältig. Eine Uveitis kann isoliert auftreten, ohne dass man eine Ursache findet (idiopathisch, etwa 40% der Fälle). In diesem Fall spricht man auch von einer primären Uveitis.

Eine Entzündung des Augeninneren tritt aber auch im Rahmen einer Grunderkrankung auf (etwa 60 % der Fälle). Dies sind häufig rheumatische Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Sarkoidose und zahlreiche andere Erkrankungen.

Manche Uveitis-Formen werden auch durch Erreger ausgelöst, u. a. Bakterien  (z. B. Tuberkulose), Viren (z. B. Herpes), Pilze (z. B. Candida) oder Parasiten (Toxoplasmose). Eine Uveitis als Folge einer Grunderkrankung wird auch als sekundäre Uveitis bezeichnet.

Welche Symptome treten auf?

Eine Uveitis kann sich  durch eine starke Augenrötung, vermehrten Tränenfluß, starke Lichtempfindlichkeit, Verschwommensehen und Augenschmerzen bemerkbar machen.

Wie verläuft eine Uveitis?

Man unterscheidet zwischen akuten, schnell auftretenden und chronischen Formen (schleichender Beginn, Beschwerden länger als 3 Monate). Beide Formen können immer wieder auch Jahre danach in Form neuer akuter Entzündungsschübe auftreten. Eine rasche Therapieeinleitung kann einen neu auftretenden Entzündungsschub oft mildern.

Wie wird eine Uveitis vom Augenarzt festgestellt?

Der Augenarzt kann mit der Spaltlampe und der Spiegelung des Augenhintergrundes eine Entzündung der Uvea feststellen. Um das genaue Ausmaß der Entzündung im Augeninneren festzustellen, sind gegebenenfalls Sonderuntersuchungen erforderlich (Angiografie/Gefäßdarstellung der Netzhaut- und Aderhautgefäße, Feinschichtaufnahme der Netzhaut / optische Koheränztomografie, etc.). Um die exakte Ursache der Erkrankung zu finden, sind meist zusätzlich Spezialuntersuchungen anderer Fachdisziplinen (z. B. von Gelenken, Haut, Schilddrüse, Lunge, Darm und Nieren) sowie spezielle Blutuntersuchungen erforderlich.

Wie behandelt man eine Uveitis?

Grundsätzlich gilt: Je länger eine Entzündung des Augeninneren unbehandelt bleibt, desto eher muss der Betroffene mit bleibenden Schäden am Auge rechnen.

Bei einer leichten Form der Uveitis reicht manchmal die Therapie mit Augentropfen. Bei ausgeprägteren Entzündungen müssen Tabletten eingenommen oder Infusionen verabreicht werden. In Abhängigkeit von der Ursache wird spezifisch behandelt. Wird zum Beispiel ein Erreger (Bakterien, Virus) als Ursache gefunden, kann dieser antibiotisch oder virustatisch behandelt werden. Um die körpereigene Immunantwort bei überschießender Immunreaktion herabzusetzen und entzündungshemmend zu wirken, ist oft die Gabe von Cortison oder anderen Immunsupressiva wie Methotrexat oder Ciclosporin angezeigt.

Um ein Verkleben der Regenbogenhaut zu vermeiden, werden ggf. zusätzlich Pupillen-erweiternde Augentropfen gegeben. Bei erhöhtem Augeninnendruck können zusätzlich drucksenkende Augentropfen oder Tabletten gegeben.

In einigen Fällen, z. B. bei Auftreten von Komplikationen, sind operative Maßnahmen notwendig. Dies sind u. a.

  • die Kryopexie der Netzhaut (Kälteanwendung zur Verhütung einer Netzhautablösung)
  • die Vitrektomie (Glaskörperentfernung zur Herabsetzung der Entzündungsaktivität)
  • die Operation des grauen Stars (Linsentrübung)

Welche Komplikationen können auftreten?

Es kann zu Verklebungen (Synechien, Abb. 1) der Regenbogenhaut mit der Linse oder dem Kammerwinkel, zu Glaskörpertrübungen, zum grauen Star (Linsentrübung) oder grünen Star (Glaukom) und damit zu Sehbehinderungen kommen. Liegen vor allem Netzhaut- und Aderhautbeteiligungen vor, kann es zu bleibenden Schäden an der Netzhaut kommen, die im schlimmsten Fall eine Erblindung nach sich ziehen können.

 
 
 
 

Interdisziplinäres Kompetenzzentrum Uveitis


In Zusammenarbeit mit der Sektion Rheumatologie und Klinische Immunologie der Medizinischen Klinik D ist ein interdisziplinäres Uveitiszentrum am UKM etabliert, um eine optimale Diagnostik und Therapie der Erkrankung zu gewährleisten.

Sektion Rheumatologie
Anmeldung / Terminvergabe
T +49 251 83 - 44994

Mehr Informationen finden Sie hier

Augenklinik
Prof. Dr. med. Nicole Eter
Anmeldung /Terminvergabe
T +49 251 83-56017