Zentrum für Krebsmedizin (CCCM)

Studie zur Sicherheit, Verträglichkeit, Antwort des Immunsystems und Effektivität der Substanz S-488210

A Phase 1/2 Study to Evaluate the Safety, Tolerability, Immune Response, and Clinical Efficacy of Cancer Peptide Vaccine S-488210 in Patients with Unresectable Locoregionally Recurrent and/or Metastastic Head and Neck Squamous Cell Carcinoma (HNSCC)

In dieser Studie sollen die Sicherheit, Verträglichkeit, Antwort des Immunsystems und Effektivität der Substanz S-488210 bei Patienten mit bösartigen, fortgeschrittenen Neubildungen im Kopf-Hals-Bereich (Karzinomen) untersucht werden. Die Substanz S-488210 besteht aus drei verschiedenen Peptiden (Proteinen). Diese Proteine sind bei zahlreichen bösartigen Erkrankungen im Tumorgewebe verstärkt nachweisbar, während sie in gesundem Gewebe kaum nachweisbar sind. Durch Gabe der Substanz S-488210 erhofft man sich eine Antikörper-Reaktion bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren. Dies würde eine körpereigene Abwehrreaktion gegenüber dem Tumor bedeuten. Dadurch soll es vor allem bei Patienten, welche nicht auf die Standardtherapie angesprochen haben, zu einer Verbesserung der Lebensqualität und Lebenserwartung kommen. In früheren Studien zu diesen Einzelproteinen und bösartigen Tumoren anderer Organe konnte gezeigt werden, dass die Gabe dieser Substanz einerseits kaum zu wesentlichen Nebenwirkungen bei den Patienten führt und dass sie andererseits z.B. bei Patienten bösartiger Neubildung der Speiseröhre eine gesteigerte Gesamtüberlebensrate bedingt. Die Gabe der Substanz erfolgt subkutan (unter die Haut) und wird einmal wöchentlich vorgenommen. Insgesamt sind in der ersten Phase der Studie (Ermittlung der Sicherheit, Verträglichkeit und Antwort des Immunsystems) mindestens 4 Gaben und in der zweiten Phase (Ermittlung der Effektivität) mindestens 24 Gaben vorgesehen. Eingeschlossen werden nur Patienten, die bereits eine Standardtherapie (Operation, Bestrahlung und Chemotherapie mit Cisplatin) für Karzinome im Kopf-Hals-Bereich erhalten haben und dennoch nicht tumorfrei sind. In der ersten Phase der Studie werden zudem nur Patienten eingeschlossen, bei denen anhand von Ergebnissen aus früheren Studien eine Immunantwort zu erwarten ist. Die Verträglichkeit und Effektivität der Substanz S-488210 wird anhand verschiedener Laborparameter, Fragebogen zur Lebensqualität und bildgebender Verfahren (Computertomographie und Kernspintomographie) ermittelt. 

Ansprechpartner:
Dr. med. Daniel Weiß (HNO)
mail: daniel.weiss(at)­ukmuenster(dot)­de

Klinische Studien: Kopf-Hals-Tumoren

Studie 1:

Delios II-Studie

Randomisierte Phase II Screeningstudie zum Einsatz einer TPF-Chemotherapie (Kurzinduktion) vor TPF-Induktion, Radiotherapie mit und ohne Cetuximab in der Primärtherapie des nur durch Laryngektomie operablen Larynx-/ Hypopharynxkarzinoms DeLOS II

Ansprechpartner: Dr. med. D. Weiss; HNO-Klinik

Weitere Informationen:
http://www.aio-portal.de/index.php?article_id=75
http://www.hno-onkologie.de/index.php?id=51

 
 
 
 

Weitere Infos und Kontakt

Klinische Studien werden am CCCM – oder in Kooperation mit diesem – in verschiedenen Bereichen durchgeführt. Informationen zu den einzelnen Studien finden Sie in der folgenden Aufstellung. Weitere Fragen beantworten Ihnen gerne die jeweils zuständigen Prüfärzte und Studienverantwortlichen.

Klinisches Krebsregister

Das CCCM unterstützt intensiv eine flächendeckende klinische Krebsregistrierung in Westfalen-Lippe. Das klinische Krebsregister stellt eine wesentliche Basis für die Durchführung der Qualitätssicherung in der Tumormedizin dar. Dazu kooperieren wir mit dem Onkologischen Schwerpunkt Münster. Über einen definierten Datensatz werden bei Vorliegen einer schriftlichen Einverständniserklärung der Betroffenen wesentliche Informationen zur Tumorerkrankung an das Datensystem ONDIS der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe gemeldet. Im Gegenzug erhält das CCCM Informationen zur Erfüllung von Qualitätsanforderungen, wissenschaftliche Auswertungen und externe Leistungsvergleiche.

Weitere Infos zum Klinischen Krebsregister finden Sie hier.

GRANATUM: Austausch über neues Webportal

Zur Vernetzung biomedizinischer Forscher ist im EU-Projekt GRANATUM ein neues Webportal entwickelt worden. Die offen zugängliche IT-Plattform stellt Wissen über Methoden und bereits bekannte Wirkstoffe in der Krebsforschung
aus insgesamt 83 global verfügbaren Datenquellen integriert und semantisch aufbereitet zur Verfügung. Wissenschaftler können gemeinsam Hypothesen erstellen und gezielt recherchieren und über ein Simulationswerkzeug Wirkstoffe überprüfen,
bevor sie eine spätere Testphase einleiten.

http://www.granatum.org