Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie

Ösophagus und Magen

Leitung 


Prof. Dr. med. Daniel Palmes
Kontakt

T: +49 (0)251 83 56301 (Pforte)
T: +49 (0)251 83 56326 (Labor)

F: +49 (0)251 83 52400
E-mail: palmes@uni-muenster.de

Mitarbeiter
Dr. med. Ann-Kathrin Eichelmann

Doktoranden

Jessica Maurer
Amelie Grübener

Allgemeine Informationen
Das Ösophaguskarzinom ist weltweit die 8-häufigste maligne Tumorentität. Insbesondere aufgrund einer fehlenden typischen Klinik wird die Diagnose leider oft erst in einem bereits fortgeschrittenen Stadium gestellt.
Um die Prognose dieser Patienten zu verbessern, sucht man weltweit nach neuen Behandlungsstrategien. In diesem Zusammenhang spielt die neoadjuvante (Radio-/Chemotherapie) eine wichtige Rolle. Durch eine solche Vorbehandlung konnte in den letzten Jahren das Gesamtüberleben von Patienten, die eine komplette Remission nach präoperativer Therapie zeigten, deutlich verbessert werden. Unsere Arbeitgruppe beschäftigt sich daher klinisch und experimentell mit verschiedenen Ansätzen, welche eine bessere Vorhersage sowie eine Verlaufskontrolle für das erfolgreiche Ansprechen auf eine neoadjuvante Therapie ermöglichen könnten. Weiter arbeiten wir experimentell an neuen Verfahren, die Ansprechrate auf Chemotherapien und/oder Bestrahlung zu verbessern.

Klinische Forschungsschwerpunkte

  • Technische Aspekte und Behandlungspfade bei Ösophagusresektionen
  • Klinische Response-Control der neoadjuvanten Therapie mittels PET-CT
  • Klinische Studien über microRNAs als Response-Prediktoren im Ösophaguskarzinom
  • Komplikationsmanagement nach Ösophagusresektionen

Experimentelle Forschungsschwerpunkte

  • Epigenetische Analysen des Adeno- und Plattenepithelkarzinoms des Ösophagus hinsichtlich neoadjuvanter Therapien:

         - microRNAs als Response-Prediktoren
         - microRNAs als Marker zur Erfolgskontrolle
         - microRNAs als Modulatoren von Chemotherapien

  • In Vitro Experimente mit chemoresistenten Tumorzelllinien
  • Evaluation neuer potentieller molekularer Therapieoptionen mittels Antikörper-basierter Therapeutika
  • Etablierung primärer Zell-Kulturmodelle zur individuellen Diagnostik und Therapieplanung

Ausstattung / Methoden
Die experimentellen Arbeiten werden im Molekular-Biologischen Labor der Chirurgischen Universitätsklinik (Leiter: Prof. Jörg Haier, Direktor des Comprehensive Cancer Centers CCCM) durchgeführt. Verfügbare Methoden beinhalten:

  • Zellkultur inklusive sensitiver und resistenter Karzinom-Zelllinien (Transfektion, Viability Assays, Cytotoxizitäts Assays...)
  • Umfangreiche Gewebebank
  • Microarray-Analysen (RNA, microRNA)
  • PCR-Techniken (qRT-PCR)
  • DNA-Methylierungsanalysen (HRM, Bisulfit Sequencing PCR)
  • Western Blot
  • Immunhistochemie
  • Exosome Extraktion und Analyse (Ultracentrifugation)

Informationen für Doktoranden
Unsere Arbeitsgruppe bietet eine Vielzahl von experimentellen und klinischen Doktorarbeiten auf dem Gebiet Ösophaguskarzinom an. Die Betreuung der Doktoranden übernimmt federführend der Arbeitsgruppenleiter, des Weiteren steht jedem Doktoranden ein persönlicher Mitarbeiter des Teams als direkter Betreuer zur Verfügung. Hierdurch, und durch die regelmäßigen Teilnahme an Lab-Meetings wird gewährleistet, dass alle Doktoranden ihre aktuellen Ergebnisse und Fortschritte zeitnah präsentieren und besprechen können. Weiter bietet die dauerhafte Besetzung unseres Labors durch in Vollzeit beschäftigte MTAs trotz des chirurgischen Alltags der Betreuer die Möglichkeit, technische Fragen und möglicherweise akut auftretende Probleme schnell zu lösen.

 
 
 
 

Internationale Kooperationen


Unsere Arbeitsgruppe kooperiert eng mit zwei international äußerst renommierten Forschergruppen an führenden Universitäten in Australien (Department of Surgery / Flinders University in Adelaide / Australien (Prof. David I Watson)) und in den Niederlanden (Department of Gastroenterology & Hepatology des Academic Medical Center AMC, Amsterdam (Dr. Sheila K. Krishnadath)).

Darstellung eines Ösophaguskarzinoms mittels PET-CT
Zellkultur einer Plattenepithelkarzinom-Zellininie (KYSE410) des Ösophagus
Heat Map des microRNA Expressionprofils einer 5-FU-resistenten Adenokarzinomzellinie verglichen zur sensitiven maternalen Zellinie