Klinik für Neurochirurgie

Diagnostik

Endokrinologische Abklärung 

In der Regel werden die Patienten ambulant in einer endokrinologischen Abteilung abgeklärt. Bei notfallmäßiger Zuweisung wegen zunehmenden Sehstörungen muss ein Kombinationstest zur Erfassung der Hypophysenfunktion und Nachweis hormon-aktiver Adenome auf der Station durchgeführt werden. Dabei sollen morgens 2 Std. nach Erwachen, nüchtern, ohne Tabletten, ohne Stress, folgende basale Untersuchungen gemacht werden:

  • TSH, T3, T4, FT 4
  • Kortisolprofil 
  • Prolaktin
  • LH und FSH 
  • Östradiol bzw. Testosteron 
  • ACTH (nur bei M. Cushing) 
  • STH und IGF1 (nur bei Akromegalie) 
Radiologische Abklärung 

Die beste Methode ist heute die MRT, welche koronar und sagittal, mit und ohne Kontrast durchgeführt werden soll. Die Kontrastmittelaufnahme ist im Tumor minimal und im Hypophysenstiel maximal, wobei folgender Gradient gilt:

Kontrastmittelaufnahme bei Hypophysenadenomen 

minimale Aufnahme:                       Tumor 

geringe Aufnahme:                          Hypophysenvorderlappen 

mäßige Aufnahme:                          Hypophysenhinterlappen 

starke Aufnahme:                            Hypophysenstiel 



Die knöchernen Strukturen können besser mit der CT nachgewiesen werden, was z. B. bei invasiven Adenomen wichtig ist. Deswegen sind oft beide Methoden notwendig.

Ophthalmologische Untersuchung 

Diese ist nur bei Adenomen mit suprasellärer Ausdehnung notwendig, wobei immer eine Visus- und eine Gesichtsfeldbestimmung durchgeführt werden sollen. 

 
 
 
 

Leiter

Priv.-Doz. Dr. med. C. Ewelt

Sprechstunde
Mittwochs 08:00 bis 14:00 Uhr

Poliklinik für Neurochirurgie
Albert-Schweitzer-Campus 1
48149 Münster