Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie

Diagnostik

 

In unserer allgemein- und viszeralchirurgischen Poliklinik stehen Ihnen rund um die Uhr kompetente Viszeralchirurgen und Gastroenterologen zur Verfügung, die nach eingehendem Patientengespräch und sorgfältiger körperlicher Untersuchung äußerst gewissenhaft die Indikation und Notwendigkeit zur Durchführung weiterer bildgebender Diagnostik stellen. In unserem Universitätsklinikum stehen Ihnen die modernsten Diagnosetechniken zur Verfügung, die zielführend, je nach Erkrankung der Bauchspeicheldrüse eingesetzt werden:

Der Einsatz der Multidetektor-Computertomographie (MDCT) hat die bildgebende Diagnostik von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse entscheidend verbessert. Diese neueste Generation von 40–64-Zeilen-MDCT-Geräten mit einer Auflösung von 0,3–0,6 mm und einer Datenakquisitionszeit von nur wenigen Sekunden sowie die Optimierung der Untersuchungsprotokolle hinsichtlich Kontrastmittelapplikation und mehrphasiger Scanphasen verbessert die Treffsicherheit in der Charakterisierung von gut- und bösartigen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. Zudem besteht die Möglichkeit unter CT-Kontrolle ein Punktion und Drainagenanlage bei Flüssigkeits- und Abszessverhalten in Lokalanästhesie vorzunehmen.

Unser PET-CT neuster Bauart verbindet die Vorzüge der Computertomographie und Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Diese nicht-invasive molekulare Bildgebung mittels radioaktiv markierter Substanzen (sog. Tracer) in sehr geringen Konzentrationen mit kurzer Halbwertzeit ermöglicht neben dem Nachweis eines Pankreastumors auch das Tumorstaging mit Beurteilung von Tumorwachstum sowie Metastasierung. Darüber hinaus ist die Differenzierung von Narbengewebe und vitalem Tumorgewebe möglich, so dass sich das PET-CT als Therapiekontrolle i.R. der Tumornachsorge eignet.

Die Magnetresonanztomographie (MRT) mittels 1,5 und 3 Tesla Tomographen ist ein weiteres bildgebendes Verfahren, dass als Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie (MRCP) eine hervorragende Darstellung der Pankreas- und Gallengänge ermöglicht. Pankreaspseudocysten, Fehlbildungen oder Entzündungen und Tumore der Pankreas- und Gallenwege können wir mittels MRCP nicht-invasiv dargestellen, so dass die endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP) als invasiver Eingriff den Patienten bei gezielten Fragestellungen erspart werden kann.

Die ERCP ermöglicht neben der Beurteilung des oberen Magen-Darm-Traktes im Rahmen einer Magenspiegelung die Kontrastierung von Gallen- und Bauchspeicheldrüsenwegen mit Beurteilung von Engstellen und anderen Gangunregelmäßigkeiten. Vorteil gegenüber der MRCP ist die Möglichkeit bei. derselben Untersuchung Gallengangssteine zu entfernen und bei kompressionsbedingten Galleabflussstörungen mit Metall- oder Kunststoffröhrchen, sog. Stents, den Galleabfluß wieder zu ermöglichen. Ein wesentlicher Faktor der ERCP ist die Möglichkeit der Probeentnahme während der Untersuchung, um durch eine histologische Analyse die Wertigkeit des Gewebes (Gut-/Bösartigkeit) zu bestimmen.

Bei der endoskopischen Ultraschalluntersuchung (Endosonographie, EUS), wird mittels eines fiberoptischen Gerätes (Endoskop) ein kleiner Ultraschallkopf in den Zwölffingerdarm eingeführt. Die in unmittelbarer Nähe befindliche  Bauchspeicheldrüse und die umgebenden Lymphknoten lassen sich hiermit sehr gut beurteilen. Die endoskopische Feinnadelpunktion (FNP) suspekter Befunde ermöglicht es bei dieser Untersuchung Proben zu gewinnen, die histologisch ausgewertet werden können (siehe ERCP). Von dem Gangsystem der Gallen- und Bauchspeicheldrüsenwege ausgehende Tumore können mit dem intraduktalen Ultraschalls (IDUS) mit Mini-Ultraschalsonden direkt im Gangsystem beurteilt werden.

Die Oberbauchsonographie (Ultraschall) wird als weiteres bildgebendes Verfahren bei Patienten mit zusätzlichen Erkrankungen der Leber sowie Verdacht auf Lebermetastasen eingesetzt. Der Gebrauch von Kontrastmittel als Echokontrastverstärker erlaubt zudem eine sichere Differenzierung zwischen gut- und bösartigen Lebertumoren.

 
 
 
 

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Zur Planung der prästationären Diagnostik, zur Beratung und OP-Indikationsstellung und zur postoperativen Nachbetreuung bieten wir unseren Patienten innerhalb unserer Spezialsprechstunde  eine individuelle Betreuung an.

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