UKM Gynäkologisches Krebszentrum

Früherkennung des Mammakarzinoms

Brustkrebs ist in unserer Bevölkerung die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Man muß leider davon ausgehen, daß etwa jede 10. Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs erkrankt. Die wichtigsten Früherkennungsmaßnahmen sind die Tastuntersuchung und die Mammographie:

Tastuntersuchung der Brust
Zur Zeit werden ca. 80% der bösartigen Brusttumoren von den Patientinnen bei einer Selbst-Untersuchung entdeckt. Dies deutet auf die enorme Wichtigkeit hin, Frauen zu einer Brust-Selbstuntersuchung zu animieren und ihnen Information und Unterstützung dabei zu geben. Jede Frau sollte es sich deshalb zur Aufgabe machen, sich selbst einmal im Monat die Brust abzutasten. Je häufiger und regelmäßiger sie dies durchführt, desto besser lernt sie ihre eigene Brust kennen und kann Veränderungen frühzeitiger selbst erfassen. Der günstigste Zeitpunkt hierfür ist die Zeit nach Beendigung der Regelblutung. Die Tastuntersuchung sollte im Stehen, bei hängenden und in einem zweiten Schritt bei angehobenen Armen stattfinden. Dabei ist (am besten vor dem Spiegel) auf Größen- und Formungleichheiten und Veränderungen der Haut (Rötungen, Einziehungen, Orangenhaut) zu achten. Beim Abtasten der Brust sollte auf Gewebeverdichtungen und Knoten geachtet werden. Auch sollte darauf geachtet werden, ob aus der Brustwarze eine Flüssigkeit austritt und welche Farbe diese hat. Wiederholen Sie diese Untersuchungsvorgänge auch im Liegen. Wenn Sie bei der Selbstuntersuchung einen Knoten tasten, oder sich Sekret aus der Brustwarze entleert, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Wenn sich auch nicht hinter jedem Knoten ein bösartiger Tumor verbirgt, sollte trotzdem eine Abklärung durch einen Spezialisten erfolgen.

Wichtig ist auch, auf Veränderungen der Haut und Knotenbildungen zwischen den Brüsten und in den Achselhöhlen zu achten und auch bei entzündlichen Veränderungen im Bereich der Brustwarze den Arzt zu konsultieren.

Weiterführende Untersuchungen an der Brust können eine Ultraschalluntersuchung sowie die Durchführung einer Mammographie sein.

Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses (Zervixkarzinom)

Zur Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses ist es wichtig an den jährlichen Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt teilzunehmen. Durch die Einführung von Vorsorgeuntersuchungen ist die Häufigkeit des Zervixkarzinoms stark gesunken. Diese Untersuchung ist schmerzlos und ohne jegliches Risiko. Die Abstriche werden in einem Labor untersucht. Sind auffällige Zellen auch nach ggf. mehrmaligen Kontroll-Abstrichentnahmen gefunden worden und als Vorstufe eines Krebses erkannt worden, besteht die Möglichkeit, durch einen kleinen Eingriff diese zu beseitigen bevor ein Krebs entsteht.

Früherkennung des Eierstockkrebses (Ovarialkarzinom)

Leider gibt es für diese Erkrankung keine sehr effektiven Methoden der Früherkennung. Bei der Untersuchung beim Frauenarzt wird die Größe der Eierstöcke durch Tastuntersuchung festgestellt und ggf. die Diagnostik durch eine Ultraschalluntersuchung ergänzt. Dadurch können Veränderungen erkannt und weiter abgeklärt werden.

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