Institut für Schlafmedizin und Neuromuskuläre Erkrankungen

Foto Team, UKM-Schlafmedizin

Aktuelle Projekte

Expression und Funktion von Vitamin C Transportern im peripheren Nervensystem


Vitamin C übernimmt vermutlich wichtige Funktionen in der Myelinisierung peripherer Nerven. Experimentelle Studien weisen insbesondere auf Funktionen von Vitamin C in der Produktion der extrazellulären Matrix sowie in der Genregulation von Myelingenen hin. Die Mechanismen der Vitamin C Aufnahme in den peripheren Nerv, in Schwann Zellen und Neuronen sind jedoch noch nicht ausreichend bekannt. In diesem Projekt werden daher Expression und Funktion Natrium-abhängiger Vitamin C Transporter (SVCT1 und 2) im peripheren Nervensystem mit transgenen Mausmodellen und Zellkulturmodellen untersucht.

Untersuchung der genetischen Heterogenität erblicher Neuropathien und Aufdeckung neuer Krankheitsgene


In den letzten Jahren ist eine Vielzahl neuer Gene der erblichen Neuropathien entdeckt worden, so dass diese Erkrankungsgruppe eine große genetische Heterogenität aufweist. Wir untersuchen Patienten mit erblichen Neuropathien auf bekannte Gene, um neben die Häufigkeit der Genveränderungen in verschiedenen Patientengruppen zu ermitteln. In Patienten und Familien, in denen keine Veränderungen in bekannten Genen gefunden werden, versuchen wir neue Krankheitsgene zu entdecken. Hierfür kommen konventionelle Methoden wie PCR und Sequenzierung zum Einsatz, aber Methoden der neuen Generation wie Chip-basierte Analysen und Exom-Sequenzierungen.

Untersuchung von Kandidatengenen der motoneuronalen Degeneration und Regeneration in Modellen erblicher Neuropathien und peripherer Nervenläsionen


Mittels Laser Micro Dissection (LMD), Gene Chip Analyse, Real-time PCR und Immunhistochemie wurden mehrere Gene identifiziert, die in Motoneuronen von Mäusen mit hereditären Neuropathien oder Nervenläsionen differenziell reguliert sind. Verschiedene interessante Kandidaten, insbesondere Bex1, Desmoplakin und Vimentin, werden jetzt mit funktionellen Assays, biochemischen Methoden, Zell Kultur Modellen und transgenen Mausmodellen weiter untersucht.

Ausschaltung von Schlüsselgenen der Schwann-Zell-Axon-Interaktion mittels siRNA


RNA Interferenz ist ein zelleigener Mechanismus, durch den gezielt Gene in der Zelle ausgeschaltet werden können. Durch Transfektion von Schwann-Zellen mit spezifischer Doppelstrang-RNA (siRNA) kann so die Expression von Genen, die für die Schwann-Zelle und deren Interaktion mit dem Axon wesentlich sind, herunterreguliert werden. Des Weiteren könnten krankheitsverursachende Gene, wie z.B. PMP22 mit siRNA herunterreguliert werden, um einen neuen Therapieansatz der hereditären Neuropathien zu entwickeln.

Funktion von Cadherin/Catenin Komplexen in der Regeneration peripherer Nerven


In primären Schwann Zell Kulturen, Schwann Zell/Fibroblasten und Schwann Zell/Fibroblasten/DRG Neuron Kokulturen sowie im N. ischiadicus Läsionsmodell wird der Einfluss verschiedener Catenine und Cadherine auf Zellinteraktionen und Regeneration peripherer Nerven untersucht.

 
 
 
 

Direktor

Prof. Dr. Peter Young
Univ.-Prof. Dr. med. Peter Young