Klinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Konsiliardienst

Frau Dr. Birgitta Schäfer, Ärztin
E-Mail: Birgitta.Schaefer(at)ukmuenster(dot)de
Durchwahl: +49 (0) 2 51 / 83 - 5 64 12 oder  - 51 9 00

Kinder- und jugendpsychiatrische Kompetenzen stehen bei Bedarf zur Verfügung.

Unter dem Begriff „Konsiliararbeit“ werden diagnostische und therapeutische Leistungen zusammengefasst, die auf Anforderung anderer Stationen erbracht werden. Konsultationsdienste arbeiten i.d.R. unabhängig von den Stationen und sind nach dem Muster einer Bestellpraxis organisiert. 

Der Konsiliardienst gestaltet sich in drei unterschiedlichen Formen:

  • Konsiliarmodell: bedarfsweise patientenbezogene Hinzuziehung des Konsiliars (z.B. zur Differenzialdiagnostik bei Schmerzstörungen)
  • Kontraktmodell: regelmäßige Hinzuziehung bei bestimmten Patienten-, Diagnose oder Problemgruppen (z.B. Patienten mit einem Diabetes Mellitus)
  • Liaisonmodell: anfrageunabhängige, regelmäßige Präsenz eines psychosozialen Mitarbeiters (Psychotherapeut oder Sozialpädagoge) in einer Behandlungseinheit 

Das Konsiliarmodell ist die am häufigsten vorkommende Tätigkeitsform für einen primär in der Psychosomatik ansässigen Psychologen. Anfragen für ein Konsil lassen sich inhaltlich in verschiedene größere Kategorien einordnen: akute Krisenintervention (z.B. nach Suizidversuch), Differentialdiagnostik bei im engeren Sinne psychosomatischen Störungen (z.B. bei V.a. somatoformen oder dissoziativen Störungen), gemeinsame Versorgung von Kindern mit (chronisch) körperlichen Erkrankungen (z.B. Morbus Crohn), Therapieempfehlungen und/oder stationäre Übernahmen bei psychischen Störungen mit körperlichen Symptomen (z.B. Anorexia Nervosa). Das o.b. Kontraktmodell findet insb. in der interdisziplinären Betreuung der an Diabetes Typ I und Mukoviszidose erkrankten Patienten Anwendung. Das Liaisonmodell ist auf Stationen mit schwer erkrankten Patienten vorzufinden, auf denen eine regelmäßige Präsenz eines psychosozialen Mitarbeiters (Psychotherapeut oder Sozialpädagoge) notwendig ist, wie z.B. auf einer kinderkardiologischen oder intensivmedizinischen Station. In besonderen Krisenfällen wird ebenfalls nach dem oben beschriebenen Konsiliarmodell zusätzliche Hilfe durch den im psychosomatischen Konsiliardienst tätigen Psychologen hinzugezogen. Dieser bestellt die Kinder und deren Eltern dann entweder persönlich zu einem Gespräch ein oder steht dem Kollegen aus dem Liaisondienst beratend zur Seite (im Sinne einer kollegialen Fallberatung bzw. Intervision).

 
 
 
 

Kontakt

Telefonisch erreichen Sie die Station unter Tel. + 49 (0) 2 51 / 83-5 64 40