IV. Mechanismen der Endothelzell- und Gefäßsteifigkeit

Die Arteriosklerose ist eine multifaktorielle Erkrankung mit einer bedeutsamen Umwelt- und genetischen Komponente. Unsere Hypothese ist, dass Salzkonsum in Abhängigkeit vom genetischen Status zur Initiierung der Arteriosklerose beiträgt. Vorarbeiten zeigen, dass hohe physiologische Na+-Konzentrationen zur Entstehung einer endothelialen Dysfunktion führen, wobei epitheliale Na+-Kanäle (ENaC) von entscheidender Bedeutung sind. Unser Ziel ist es, diesen neuen Mechanismus und die Rolle des ENaC, des Mineralokortikoid-Rezeptors und der Na+/K+-ATPase für die mechanische Steifigkeit von Endothelzellen in Abhängigkeit vom genetischen Status beim Menschen zu klären. Das Arbeitsprogramm umfasst (1) die klinische Charakterisierung der arteriellen Steifigkeit (Pulswellenanalyse) bei 300 gefäßchirurgischen Patienten (SphygmoCor®), (2) komplementäre Messungen der endothelialen Steifigkeit operativ entnommener arterieller Gefäße (Atomic Force Microscopy), (3) das molekulargenetische Screening auf genetische Varianten und (4) die funktionelle Charakterisierung ausgewählter Kandidatengene, sowie (5) die Genotypisierung rekrutierter Patienten für funktionell bedeutsame Varianten, die zur Zunahme der Endothelzell-/Gefäßsteifigkeit führen. Die erwarteten Resultate könnten einen wesentlichen Beitrag für die pathophysiologische Bedeutung von Salz-Belastung für die Initiierung/Progredienz der Arteriosklerose in Abhängigkeit vom genetischen Profil erbringen.

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Beteiligte Mitarbeiter/Kooperationspartner:

Univ.-Prof. Dr. Dr. med. Eva Brand, Dr. rer. nat. Malte Lenders; Dr. rer. nat. Boris Schmitz; Innere Medizin D, Allg. Innere Medizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten und Rheumatologie, Universitätsklinikum Münster

Dr. rer. nat. Kristina Kusche-Vihrog; Institut für Physiologie II, Universitätsklinikum Münster

Förderung: Else Kröner-Fresenius-Stiftung für Prof. Brand (Hauptantragstellerin) und Dr. Kusche (Mitantragstellerin), 2011-2014