Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie

Hinweise zu Ambulanzen und Sprechstunden

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

mit der zunehmenden Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 sind wir gezwungen, unsere Kapazitäten in den Ambulanzen zu reduzieren. Planbare (elektive) Eingriffe bei Patienten mit gutartigen Erkrankungen ohne Komplikationsgefahr oder akute Gesundheitsgefährdung müssen wir derzeit nach Vorgaben des Gesundheitsministeriums verschieben. Alle Patienten (ohne Corona-typische Krankheitssymptome) mit Krebserkrankungen, bei denen operative Eingriffe anstehen bzw. geplant werden müssen, Patienten vor oder nach Transplantation, bzw. alle weiteren Patienten mit einem akut chirurgisch behandlungswürdigen Krankheitsbild werden selbstverständlich gerne von unserem Team willkommen geheißen.

Bitte beachten Sie auch, dass wir entsprechend der Empfehlungen des Gesundheitsministers strengere Hygiene-, Besuchs- und Zutrittsregeln für unsere Klinik umgesetzt haben, um die Gesundheit von derzeit gefährdeten Menschen zu schützen und zu erhalten.

 

Wir bitten um Verständnis.

Wir bieten unseren Patienten die Möglichkeit zur Telefon- oder Videosprechstunde. Hier können medizinische Fragen in einem Arzt-Patientengespräch, ähnlich wie bei einem Ambulanzbesuch, geklärt werden. Um einen Termin zu vereinbaren, rufen Sie uns bitte unter T +49 251 83-56361 an.

Bitte beachten Sie: Wir können leider nur Patienten per Telefon- oder Videosprechstunde versorgen, die bereits bei uns in Behandlung sind.

Mund-Nasen-Schutz-Pflicht in allen Gebäuden des UKM

Bitte beachten Sie: Um unsere Patienten, Mitarbeitenden und Besucher vor einer Infektion zu schützen und die Ausbereitung von SARS-CoV2 einzudämmen, ist in allen Gebäuden des UKM das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes erforderlich.

Für den Besuch des UKM dürfen Sie Ihre eigenen, privaten Masken nutzen. Sollten Sie keine Maske dabei haben, stellen wir Ihnen für Dauer ihres Aufenthaltes im Klinikum an der jeweiligen Pforte einen geeigneten Schutz zur Verfügung.

Das Betreten der Gebäude ist ohne Mund-Nasen-Schutz nicht gestattet.

Besuche eingeschränkt möglich

Auf Grundlage der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalens sind am UKM ab sofort eingeschränkt Besuche für bestimmte Patientengruppen wieder möglich.

  • Besuche sind ab dem dritten Behandlungstag des Patienten/der Patientin möglich.
  • Es sind maximal zwei Besuche pro Woche mit einer Dauer von maximal einer Stunde vorgesehen.
  • Als Besucher dürfen zwei fest benannte Personen empfangen werden. Es darf immer nur eine Person anwesend sein.
  • Besuche sind werktags von 15.00 bis 19.00 Uhr, an Wochenenden und Feiertage von 08.00 bis 19.00 Uhr möglich.
  • Bitte beachten Sie: Besuche von Personen mit Wohnsitz im Kreis Warendorf oder Gütersloh sind bis auf Weiteres nicht mehr möglich. Ausgenommen davon sind die Geburtshilfe und Kinderheilkunde sowie Besuche von schwerstkranken/palliativen Patienten

Die Besucher erhalten vom UKM vorab eine Besuchererlaubnis, die zusammen mit dem Personalausweis als Zutrittserlaubnis für das UKM gilt, und am Eingang überprüft wird.

Die Besucherregelung gilt für das Zentralklinikum sowie alle externen Kliniken. Ausnahmen werden lediglich für die Geburtshilfe, die Pädiatrie, für die Palliativstationen sowie – nach Absprache mit den verantwortlichen Ärztinnen und Ärzten – für schwerstkranke Patienten zugelassen. Bitte haben Sie Verständnis, dass es für einzelne Bereiche abweichende Vorgaben geben kann. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie wird diese Regelung regelmäßig geprüft und angepasst. Bitte beachten Sie außerdem: Der Zugang zum Zentralklinikum ist NUR über die Haupteingänge Ost und West auf Ebene 04 möglich.

 

Hinweis zu unseren Ambulanzen und Sprechstunden

Liebe Patientin, lieber Patient,

wenn Sie in den kommenden Tagen einen Termin in einer unserer Ambulanzen haben, melden Sie sich bitte vorab, wenn

  • bei Ihnen folgende Symptome bestehen: Fieber, Halsschmerzen und/oder Schluckstörungen, Husten, Atemnot, Geschmacks- oder Geruchsverlust, allgemeine Abgeschlagenheit und/oder Leistungsverlust, soweit nicht durch eine bestehende Vorerkrankung erklärbar, Magen-Darm-Symptome, starken Schnupfen
  • Sie Kontakt zu einer SARS-CoV-2 positiven Person hatten
  • oder positiv auf Coronavirus getestet wurden

Ambulante und stationäre Patienten mit Wohnsitz im Kreis Gütersloh können ab Donnerstag, 25.06.2020, nur mit vorliegendem negativen Testergebnis am UKM behandelt werden. Dieser Test darf nicht älter als 2 Tage sein. Diese Regelung gilt auch für Begleitpersonen. Gegebenenfalls sollte die Behandlung und/oder Aufnahme des Patienten bis zum vorliegenden Testergebnis aufzuschieben.


Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Kommen Sie bitte nicht in unsere Ambulanzen, wenn Sie unsicher sind, ob Sie von COVID19 betroffen sind.


Vielen Dank!

Intraoperative Radiotherapie (IORT)

Bei der intraoperativen Radiotherapie (IORT) wird während der Operation direkt nach der chirurgischen Entfernung des Tumors das Tumorbett lokal bestrahlt. Nicht erkranktes Gewebe wird hierbei geschont. Die IORT wird vor allem angewendet, wenn ein Rezidiv eines Enddarmkrebses im kleinen Becken vorliegt, aber auch bei Tumoren im Bauchraum, z.B. beim Liposarkom.

Neuromonitoring bei Schilddrüsenoperationen

Hierbei wird routinemäßig während der Operation mit einer speziellen Sonde der Verlauf des Stimmbandnervs überprüft, um eine Schädigung der Nerven zu vermeiden. Wir verwenden die schonende Methode mit Elektroden am Beatmungsschlauch. Mit dem Neuromonitoring kann man das Risiko der Stimmbandnervverletzung erheblich reduzieren.

Radiofrequenzablation (RFA)

Die Radiofrequenzablation ist ein örtliches Therapieverfahren zur Behandlung von bösartigen Tumoren, z.B. der Leber, die aufgrund ihrer Größe oder Lage nicht chirurgisch entfernt werden können. Die Tumore werden dabei mittels einer Hitzesonde abgetötet. Der Eingriff wird intraoperativ per Ultraschallkontrolle oder ohne Operation CT-gesteuert durchgeführt. Diese Therapieform bietet den Vorteil einer geringen Nebenwirkungs- oder Komplikationsrate.

Präoperatives Leberfunktionsmonitoring

Die dreidimensionale Rekonstruktion mittels CT-Bildern klärt die anatomische Lage des Tumors in Bezug auf die Gefäße in der Leber, so dass anhand der Resektionsgren-zen das verbleibende Restlebervolumen abgeschätzt und mit Stoffwechseltests auf seine Funktion hin überprüft werden kann. Durch diese nicht invasive Diagnostik vor Operationen können Komplikationsrisiken besser eingeschätzt und Therapien besser auf den Patienten abgestimmt werden.

Transarterielle Chemoembolisation der Leber (TACE)

Auch die TACE ist ein Beispiel für die Kooperation zwischen Leberchirurg und interventioneller Radiologie: Bei der TACE wird ein Katheter über die Leistenarterie in die Gefäße der Leber gebracht, um chemotherapeutisch wirksame Mittel in direkter Nähe des Tumors zu applizieren und gleichzeitig den Tumor von der Blutzufuhr abzuschneiden. So kann die Kontaktzeit und -intensität der Therapeutika mit dem Tumor optimal festgelegt werden. Gesundes Gewebe wird dabei geschont. Dieses Verfahren allein führt vielleicht nicht zur endgültigen Heilung, das Tumorwachstum kann aber deutlich gebremst werden. Die TACE hat in den letzten Jahren als Überbrückungstherapie bis zu einer Lebertransplantation die Überlebenswahrscheinlichkeit der Patienten deutlich erhöht.

MARS-Leberdialyse

Eine wichtige Aufgabe der Leber ist es, den Körper von Schadstoffen zu reinigen. Die MARS ist ein zellfreies Dialyseverfahren, das mit einer MARS-Membran arbeitet, die den Blutkreislauf vom Dialysatkreislauf trennt. Die auf der Blutseite befindlichen Giftstoffe im freien Blut und die an das Albumin gebundenen Giftstoffe können per freier Diffusion auf die Dialysatseite mit verhältnismäßig sauberem Albumin übertreten. Dieses Verfahren kann bei einem akuten Leberversagen zum Einsatz kommen, um die Zeit bis zur Erholung der Leber oder bis zur Transplantation zu überbrücken.

PET-CT

PET/CT ist die modernste Fusionsbildgebung, bei der die anatomisch hochauflösende Darstellung des Mehrzeilen- Spiral -CT's mit der spezifischen molekularen Bildgebung der PET in einem Untersuchungsgang kombiniert werden. Die hohe Detailgenauigkeit der Darstellung der anatomischen Körperstrukturen mit kontrastmittelverstärktem Spiral-CT und die spezifische "Anfärbung" pathologischer Gewebsveränderungen mit geeigneten molekularen Sonden und PET führen zu einer Verbesserung der Diagnostik der häufigsten bösartigen Tumore und zu einer Verkürzung des diagnostischen Ablaufes.

Die PET/CT-Untersuchung erfolgt in einem Messgerät und in einem Untersuchungsgang. Zunächst wird eine Kontrastmittelverstärkte Computertomographie (CT), danach die Positronen-Emissions-Tomographie (PET)- Untersuchung durchgeführt. Die Untersuchung erfolgt im Liegen und dauert ca. 30 Minuten. In der Regel wird die Computertomographie nach i.v. Injektion eines Röntgenkontrastmittels durchgeführt. Bei bestimmten Fragestellungen kann auch eine Kontrastierung des Magens und/oder Darms durch Trinken von 1-2 Liter Wasser oder einem wässrigen Röntgenkontrastmittel notwendig sein. Für die PET-Untersuchung ist die intravenöse Injektion eines Radiopharmakons notwendig. Am häufigsten wird ein traubenzuckerähnliches Medikament (2-F-18 Fluordesoxyglukose FDG) verwendet. Um eine ungestörte Traubenzuckeraufnahme in die relevanten Gewebe zu gewährleisten, sollten Sie 8-12 Stunden vor der Untersuchung nichts gegessen haben und keine zuckerhaltigen Flüssigkeiten zu sich genommen haben. Reichlich trinken vor der Untersuchung ist erwünscht. Aufgrund der sehr kurzen Abklingzeit des radiochemischen Arzneimittels ist die Strahlenbelastung durch die PET-Untersuchung sehr gering. Akute oder chronische Schäden sind durch die am häufigsten verwendeten radioaktiven Arzneimittel bisher nicht bekannt geworden.

Intraoperativer Parathormon (PTH)-Schnelltest

Die intraoperative Bestimmung des Parathormonspiegels dient der Erfolgskontrolle bei Operationen der Nebenschilddrüsen. Das Parathormon (PTH) wird in den vier Nebenschilddrüsen gebildet. Ein Nebenschilddrüsengeschwulst weist eine Überproduktion des PTH auf. Nach Entfernung der erkrankten Drüse soll die Konzentration des PTH innerhalb weniger Minuten abfallen. Die intraoperative PTH-Messung gibt Aufschluss darüber, ob eine weitere Nebenschilddrüse entfernt werden muss. So können mitunter weitere Eingriffe vermieden und die Dauer der Operation kann erheblich verkürzt werden.

Um Verletzungen der komplexen Nervenstrukturen im kleinen Becken zu schonen, kommt das pelvine Neuromonitoring während einer Operation am Darm zum Einsatz. Mit Hilfe von kleinen Nadelelektroden werden Gewebestrukturen im Operationsgebiet mit elektronischen Impulsen stimuliert. So kann sichergestellt werden, dass die jeweilige Struktur noch intakt ist. Droht Verletzungsgefahr, wird der Operateur akustisch gewarnt. Folgen einer Operation am Darm wie Stuhl- und Harninkontinenz oder Erektionsstörungen können so vermieden werden. Ein ähnliches Verfahren ist aus der Schilddrüsenchirurgie bekannt, wo das Neuromonitoring zum Schutz der Stimmbandnerven während der OP seit vielen Jahren eingesetzt wird.

 
 
 
 

Sprechstunde

Zeiten: Dienstags, 8 – 14 Uhr

T: +49 (0)2 51 / 83- 5 63 61

Spezialisierte Behandlungszentren