Klinik für Nuklearmedizin

FDG-PET-CT des Herzens

Verschiedene Erkrankungen des Herzens, wie die koronare Herzkrankheit (KHK), gehen mit einer Verminderung der Durchblutung des Herzmuskelgewebes einher. Dies kann mit der Myokardszintigraphie oder auch der NH3-PET-CT nachgewiesen werden. Ob das Gewebe in einem minderdurchbluteten Bereich bereits vernarbt ist (avitales Herzmuskelgewebe), lässt sich mit diesen Untersuchungsverfahren nicht sicher klären, ist jedoch insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit einer Einschränkung der Herzfunktion infolge der Minderdurchblutung von großer Bedeutung. Hier kann die FDG-PET-CT des Herzens entscheidende Informationen für die Erfolgsaussichten möglicher therapeutischer Maßnahmen (z.B. Bypass-Operation, PTCA, Stent) liefern. 18F-Fluordesoxyglukose (18F-FDG) ist eine schwach radioaktiv markierte Glukose, die wie der „normale“ Traubenzucker (Glukose) in die (vitalen) Herzmuskelzellen aufgenommen wird; vernarbtes, avitales Gewebe nimmt demgegenüber keine Glukose auf. Mit einer Positronenemisssionstomographie (PET) können der radioaktiv markierte Zucker und so der Glukosestoffwechsel sichtbar gemacht werden und Bereiche mit vermindertem oder fehlendem Stoffwechsel (avitales Gewebe) erkannt werden.

Terminvereinbarung und Ansprechpartner

Für die Anmeldung zu einer 18F-FDG-Herz-PET-CT nutzen Sie bitte das entsprechende Formular und faxen es ausgefüllt an 0251 - 83 47383. Wir teilen Ihnen dann schnellstmöglich einen Untersuchungstermin mit.

Vorbereitung auf die Untersuchung

Eventuell vorliegende Voraufnahmen, insbesondere auch Voraufnahmen einer früheren Myokardszintigraphie oder NH3-PET-CT sowie Ultraschall-, CT- und MRT-Untersuchungen des Herzens, sollten uns zur Verfügung gestellt werden, da sie unnötige Untersuchungen ersparen und zudem bei der Beurteilung der Bilder zum Vergleich herangezogen werden können. Auch über in der Vergangenheit durchgeführte Koronarangiographien (Darstellung der Herzkranzgefäße mittels Katheteruntersuchung) und therapeutische Maßnahmen wie Ballondilatation (PTCA), Stent-Einlage, Bypass-Operation o. ä. sollten wir informiert werden. Die Patientin oder der Patient sollte für mindestens 6 Stunden vor der FDG-Herz-PET-CT streng nüchtern sein. Medikamente können wie gewohnt eingenommen werden. Auch die Einnahme der Herz- und Diabetesmedikamente sollte unverändert fortgeführt werden.

Ablauf der Untersuchung

Nach einem ausführlichen Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt und Erläuterung des Untersuchunngsablaufs, wird eine Venenverweilkanüle gelegt. Nun wird der Blutzucker gemessen. In Abhängigkeit des Blutzuckerwertes erfolgt dann die Gabe einer definierten Menge an Traubenzucker, um eine Verschiebung des Herzstoffwechsels zugunsten der Glukose zu erzielen. Gegebenenfalls ist zudem die Gabe eines kurzwirksamen Insulinpräparats erforderlich, um die Aufnahme des Traubenzuckers in das Herzmuskelgewebe zu steigern. Ist der angestrebte Blutzuckerwert erreicht, wird über die Venenverweilkanüle das schwach radioaktive Arzneimittel (18F-FDG) injiziert.  In den folgenden 45- 60 Minuten verteilt sich das Arzneimittel im Körper und reichert sich in den stoffwechselaktiven Arealen des Herzmuskels an. Während dieser Zeit wird weiterhin regelmäßig der Blutzucker kontrolliert. Nach etwa einer Stunde wird die PET-Aufnahme gestartet und so die Verteilung des 18F-FDG sichtbar gemacht. Ergänzend wird in gleicher Position eine niedrig dosierte Computertomographie (CT) von der Herzregion zur Verbesserung der Bildqualität und zur anatomischen Orientierung angefertigt.

Um eine gute Bildqualität zu erzielen ist es wichtig, dass die Patientin oder der Patient während der gesamten Untersuchungszeit ruhig liegen bleibt.

Mögliche Risiken und Komplikationen

Häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Anders als bei Röntgenkontrastmitteln sind auch allergische Reaktionen extrem selten. Die Untersuchung ist mit einer geringen Strahlenexposition verbunden, die etwa der zwei- bis vierfachen jährlichen natürlichen Strahlenexposition in Deutschland (~ 2.1 mSv pro Jahr) entspricht. Die niedrig dosierte Computertomographie zur Schwächungskorrektur ist mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden.

Befundmitteilung

Da die Auswertung und Beurteilung nicht sogleich erfolgen kann ist es nicht möglich, der Patientin oder dem Patienten das Ergebnis im direkten Anschluss an die Untersuchung mitzuteilen. Der schriftliche Befund der Untersuchung wird der überweisenden Ärztin oder dem überweisenden Arzt in den folgenden Tagen zugesandt. Bei auffälligem Befund mit dringendem Handlungsbedarf werden wir die zuweisende Ärztin oder den zuweisenden Arzt schnellst möglich informieren.

 
 
 
 

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