Klinik für Nuklearmedizin

Lymphabflussszintigraphie der Beine mit Tc-99m-Nanokolloid

Die Lymphabflussszintigraphie dient der Untersuchung der Funktion des Lymphgefäßsystems der Beine und so dem Nachweis und der Lokalisation von Lymphabflussbehinderungen beim primären (anlagebedingte Schwäche oder Fehlbildungen der Lymphbahnen) oder sekundären Lymphödem (tumor-, trauma- oder entzündungsbedingte Lymphabflussstörungen) und zur Abgrenzung eines Lymphödems gegen andere Ödemursachen (z.B. chronisch venöse Insuffizienz). Insbesondere beim gleichzeitigen Vorliegen verschiedener Ödemursachen (Mischformen) kann eine Lymphabflussszintigraphie hilfreich sein, um die führende Komponente zu identifizieren.

Terminvereinbarung und Ansprechpartner

Ein Termin für die Lymphabflussszintigraphie kann telefonisch unter 0251 83-47370 vereinbart werden.

Vorbereitung auf  die Untersuchung

  • Eine spezielle Vorbereitung auf die Untersuchung ist nicht notwendig
  • Es ist nicht erforderlich nüchtern zu erscheinen.
  • Medikamente können wie gewohnt eingenommen werden.

Ablauf der Untersuchung

Zunächst erfolgt ein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt, in dem Vorerkrankungen, aktuelle Beschwerden sowie bisherige Untersuchungen und Therapien erfragt werden und zudem der Untersuchungsablauf erklärt wird. Nun wird in die Zehenzwischenräume eine schwach radioaktiv markierte Eiweißsubstanz, 99mTc-Nanokolloid, injiziert, die über das Lymphgefäßsystem abtransportiert wird. Empfindliche Kameras (Gammakameras) zeichnen Bilder auf, auf denen die dynamische Verteilung des Arzneimittels in den Beinen von der Injektionsstelle bis zur Beckenregion nachverfolgt und sichtbar gemacht werden kann. Da der Lymphabfluss durch Muskeltätigkeit angeregt wird, wird die Patientin oder der Patient in der Regel gebeten, während einer Pause der Aufnahmen Treppen zu steigen. Daran anschließend erfolgen dann erneut Aufnahmen des Lymphabflussbereiches. Die Gesamtdauer der Untersuchung beträgt etwa 3 Stunden.

Mögliche Risiken und Komplikationen

Nennenswerte, häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Bei der sehr seltenen Eiweißallergie kann die Untersuchung nicht durchgeführt werden, da das Arzneimittel aus radioaktiv markierten Eiweißpartikeln besteht und so eine allergische Reaktion hervorrufen kann. Die Untersuchung ist mit einer geringen Strahlenexposition verbunden, die etwa der Hälfte der jährlichen natürlichen Strahlenexposition in Deutschland (~ 2.1 mSv pro Jahr) entspricht.

Befundmitteilung

Es ist leider nicht immer möglich, der Patientin oder dem Patienten das Ergebnis im direkten Anschluss an die Untersuchung mitzuteilen. Der schriftliche Befund der Untersuchung wird dem überweisenden Arzt oder der überweisenden Ärztin in den folgenden Tagen zugesandt.

 
 
 
 
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Kurzinformation

Arztgespräch
Injektion