Lebendspende

Lebendspenden sind beispielsweise durch die Spende einer Teilleber oder aber einer Niere denkbar. Voraussetzung ist, dass durch Fehlen des Organs bzw. des Teilorgans eine ausreichende Funktion des Organs beim Spender sichergestellt bleibt. Im Falle der Nierenlebendspende wird die Nierenfunktion durch die verbleibende zweite Niere aufrecht gehalten.

Risiken in der Lebendspende bestehen in den allgemeinen Risiken einer Operation, einschließlich der Narkose. Zusätzlich können individuelle Risiken bestehen, über die der Arzt ausreichend aufklären und informieren muss.

Im Rahmen einer Leberlebendspende liegt das Sterbe-Risiko bei etwa 0.1%. Die Komplikationen der Gallenwege und damit eventuell der auch chronischen medizinischen Probleme nach Leberlebendspende sind als Risiko bis zu 5% einzustufen.

Lebendspende als Alternative

Deshalb sollte eine Lebendspende nur durchgeführt werden, wenn alternative Spendermöglichkeiten in der gebotenen Zeit nicht realisiert werden können. Psychische Abhängigkeiten oder finanzielle Anreize und Zwänge dürfen bei der Lebendspende keinerlei Rolle spielen. Freiwilligkeit als auch ein möglichst geringes medizinisches Risiko für den Spender sowie gute Erfolgsaussichten bei dem Empfänger sind zwingende Voraussetzung. Nur unter nahen Verwandten und einander persönlich eng verbundenen Personen ist die Lebendspende zulässig. Die Zunahme der Anzahl der Lebendspenden in den letzten Jahren erklärt sich durch den steigenden Bedarf an Transplantationen und der Knappheit an Organspenden nach dem Tode.

 
 
 
 

Sicherheit

Auch die Spender werden vor der Spende gründlich ärztlich untersucht und nach der Spende so lange wie nötig von unseren erfahrenen Experten im Zentrum betreut.