Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie

Diagnostik bei Inkontinenz und Verstopfung

Funktionsstörungen im Bereich des Enddarms erfordern zunächst eine sorgfältige Diagnostik. In vielen Fällen ist eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur ursächlich, in anderen Fällen kommt es zu Aussackungen oder Einstülpungen im Bereich des Enddarms. Auch bösartige Tumorerkrankungen müssen ausgeschlossen werden, da diese ähnliche Symptome aufweisen können. Durch die räumlich und personell enge Verbindung zum Interdisziplinären Darmzentrum des UKM ist somit in jedem Fall eine optimale Behandlung unserer Patienten gewährleistet.

Zur genauen Ursachenabklärung von Stuhlinkontinenz bzw. Verstopfung stehen eine ganze Reihe hochmoderner diagnostischer Verfahren zur Verfügung

Endoskopie (Spiegelung)

Eine Spiegelung des Enddarms (Rektoskopie), des Analkanals (Proktoskopie) und des Dickdarms (Koloskopie) mittels Endoskop, um Veränderungen wie Engstellung (Stenose), Mastdarmvorfall, eine unnatürliche Verlängerung des Enddarms, einen inneren Rektumprolaps, eine Rektozele etc. festzustellen.

Manometrie

Eine Druckmessung, durch die Störungen der Beweglichkeit des Magen-Darm-Traktes, insbesondere Funktionsstörungen des Enddarms und der Schließmuskeln festgestellt werden können. Der Manometriekatheter ist mit einer Sonde bestückt, gemessen werden u.a. die Schließmuskelkraft, die Fähigkeit zur Entspannung des Schließmuskels oder die Dehnbarkeit des Rektums.

3-D-Endosonographie

 Ultraschalluntersuchung mittels Endoskop; untersucht werden der Schließmuskelapparat und der Mastdarm.

Defäkographie

Röntgenuntersuchung der Stuhlentleerung mithilfe von Kontrastmitteln; die Bewegungen von Scheide, Blase, Dünn- und Enddarm während des Stuhlgangs können genau verfolgt werden. Ein Mastdarmvorfall oder eine gestörte Funktionalität des Beckenbodens werden so sichtbar. Diese Untersuchung kann auch mittels Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt werden.

 Passagezeitbestimmung

Bei chronischer Verstopfung wird durch Gabe von mehreren röntgendichten Markerkapseln die Passagezeit des Stuhls gemessen und damit die Transportfähigkeit des Verdauungstraktes. Sind im anschließenden Röntgenbild noch zu viele Marker im Darm nachweisbar, so kann von einer verzögerten Passagezeit des Dickdarmes ausgegangen werden.

 
 
 
 

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