Klinik für Pädiatrische Rheumatologie und Immunologie

Translational Approaches to Autoinflammatory Diseases (AID)

Seltene entzündliche Systemerkrankungen: Experten treffen sich zum 5. Mal in Münster

In der vergangenen Woche trafen sich insgesamt 90 Ärzte und Wissenschaftler aus aller Welt, um sich über Fortschritte in der Forschung, Diagnostik und Therapie seltener entzündlicher Erkrankungen auszutauschen. Das mehrtägige internationale Expertentreffen zum Thema „autoinflammatorische Erkrankungen“ fand zum 5. Mal in Münster statt.

Seltene Erkrankungen beginnen meist bereits im Kindesalter und verlaufen chronisch mit erheblichen Gefahren durch Behinderungen und reduzierter Lebenserwartung. Die meisten seltenen Erkrankungen sind genetisch bedingt oder mitbedingt, nur selten sind sie heilbar.
Bei den seltenen autoinflammatorischen Syndromen stehen Fieberschübe, Haut- und Augensymptome, Gelenkbeschwerden sowie Kopf- und Bauchschmerzen im Vordergrund. Die Betroffenen sind in ihrer normalen kindlichen Entwicklung massiv gestört. Es kann zu schwerwiegenden Folgeschäden wie Taubheit, Blindheit und Nierenversagen kommen. Durch die Verfügbarkeit neuer Therapieoptionen kann vielen Patienten heute geholfen werden. Allerdings erfolgt die korrekte Diagnosestellung, und damit die wirksame Behandlung, oft nur sehr verzögert.

Die Seltenheit der einzelnen Erkrankungen erschwert sowohl die medizinische Versorgung der Betroffenen als auch die Forschung zur Verbesserung von Diagnose und Therapie. Diese besonderen Herausforderungen können nur durch eine Zusammenarbeit aller Experten überwunden werden. Als Organisator der Münsteraner Fachtagung drängt Prof. Dirk Föll aus der Klinik für Pädiatrische Rheumatologie und Immunologie am UKM daher auf weitere Bemühungen:Um auf diesem Gebiet weitere Fortschritte zu erzielen, sind Kooperationen in internationalen Netzwerken erforderlich.“ Am Universitätsklinikum Münster (UKM) und der hiesigen medizinischen Fakultät beschäftigt man sich seit mehreren Jahren mit autoinflammatorischen Syndromen. Unter anderem wird von hier aus das nationale Forschungsnetzwerk „AID-Net“ koordiniert, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt wird.

 
 
 
 

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