Leistungsspektrum


Die beiden internistischen Intensivstationen des UKM verfügen zusammen über 24 Intensivbetten. Jährlich werden über 1900 Patienten aus dem gesamten Spektrum der Inneren Medizin und bei Bedarf auch anderer Fachabteilungen wie z.B. Neurologie, Herzchirurgie oder Thoraxchirurgie behandelt.

Einige Patienten sind akute Notfälle, welche vom Rettungsdienst direkt zugeführt werden. Viele werden aus anderen Kliniken aufgrund der Schwere oder Komplexität der Erkrankung sekundär ins UKM verlegt. Um dem Auftrag eines Maximalversorgers gerecht zu werden, halten wir ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten, insbesondere Organersatzverfahren, vor.

Ärzte der internistischen Intensivstationen werden als Notärzte und leitende Notärzte im Rettungsdienst der Feuerwehr Münster eingesetzt.

 

Zertifiziertes Cardiac Arrest Center

Im Cardiac Arrest Center des UKM können jederzeit reanimierte Patienten aufgenommen werden. Zur Versorgung steht rund um die Uhr ein spezialisiertes Team zur Verfügung. Patienten mit einem Kreislaufstillstand, welcher nicht durch leitliniengerechte Reanimationsmaßnahmen behoben werden kann, können unter bestimmten Umständen unter fortgeführter Herzdruckmassage auf die Internistischen Intensivstationen gebracht werden, wo sofort nach Ankunft ein extracorporales Kreislaufunterstützungssystem (ECLS) implantiert werden kann. Das Cardiac Arrest Center am UKM, bestehend aus der Klinik für Kardiologie und der Internistischen Intensivmedizin, ist vom GRC (German Resuscitation Council) und der DGK (Deutschen Gesellschaft für Kardiologie) zertifiziert.

 

Intensivtransport


Die Internistische Intensivmedizin stellt die Ärzte für den Intensivtransportwagen 05-ITW-01 des Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. Das Fahrzeug ist täglich von 08:00 bis 23:00 Uhr für den Interhospitaltransport kritisch kranker oder verletzter Patienten einsatzbereit. Bei Bedarf kann es als Notarztwagen für die Notfallrettung alarmiert werden. Disponiert wird das Fahrzeug über die Leitstelle der Feuerwehr Münster. Die personelle und apparative Ausstattung ermöglicht die kontinuierliche Fortführung intensiv-medizinischer Maßnahmen während des Transports.


 

bettseitige Diagnostik


u.a.:

  • Echokardiografie (TTE & TEE) und Sonografie
  • Bronchoskopie und Gastroskopie
  • erweitertes hämodynamisches Monitoring (PiCCO®, PAK)
  • Laborchemie und Radiologie
  • Knochenmark- und Liquorpunktion
  • EEG
     

apparative Therapie


u.a.:

  • nichtinvasive und invasive Beatmung
  • (transvenöse) Schrittmacherstimulation
  • Dialyse (SLED, CVVHDF, HD)
  • Lungenersatztherapie (vv-ECMO, ECCO2-R)
  • Kreislaufunterstützungssysteme (ECLS, Impella®)
  • Leberunterstützungsverfahren (OPAL-Dialyse, ADVOS®)
  • zielgerichtetes Temperaturmanagement nach Kreislaufstillstand (TTM)
  • Plasmapherese