Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Interdisziplinäre Behandlung an der Schädelbasis

Erkrankungen und Verletzungen an der Schädelbasis erfordern grundsätzlich eine fachübergreifende Behandlungsplanung. Um uns ein genaues Bild der Erkrankung machen zu können, stehen uns unterschiedliche Untersuchungsmethoden zur Verfügung.

Untersuchungsmethoden an der Schädelbasis

  • CT (Computertomographie)
  • MRT (Magnetresonanztomographie)
  • CT- und MRT-Angiographie zur Gefäßdarstellung bzw. zur präoperativen endovaskulären Embolisation
  • funktionelle Untersuchung der Sehkraft, des Hörens und Riechens und des Gleichgewichtssinns
  • Elektrophysiologische Untersuchungen (VEP, SEP, AEP)

Behandlungen an der Schädelbasis

Eine Operation an der Schädelbasis erfolgt je nach Ort und Komplexität der Erkrankung oder Verletzung mikrochirurgisch, endoskopisch oder als Kombinationsverfahren. Der Zugang zur Schädelbasis erfolgt dabei entweder durch die Nase  (transnasal) oder durch den Mundvorhof / die Augenhöhle (transfaszial). In manchen Fällen ist in Zusammenarbeit mit der neurochirurgischen Klinik eine Eröffnung des Schädels mit anschließender komplexer Rekonstruktion erforderlich.

Assistierende Computersystemen wie das intraoperative Neuromonitoring und die intraoperative Neuronavigation helfen, die Hirnnerven zu schützen.

Verletzungen und Frakturen an der Schädelbasis müssen rasch operativ versorgt werden. Je nach Ort und Ausmaß der Verletzung führen wir die Operation gemeinsam mit den Kollegen aus der Neurochirurgie oder der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie durch.

Schädelbasistumore sind in den meisten Fällen gutartig. Durch ihre Raumforderung können sie trotzdem knöcherne Strukturen zerstören oder Hirnnerven und Gefäße umwachsen. Gutartige und bösartige Tumore besprechen wir in einem gemeinsamen Tumorboard, um die jeweils optimale Behandlungsstrategie zu entwickeln. Häufig kommen kombinierte Therapien zur Anwendung. Mit Hilfe der Strahlentherapie und der Radiochirurgie ist es möglich, auf eine radikale operative Entfernung des Tumors mit entsprechenden OP-Risiken zu verzichten. Verbleibende Tumorreste können mit diesen Verfahren gewebeschonend entfernt werden.

 
 
 
 

Terminvereinbarung

Allgemeine Ambulanz

T 0251 83-56811
F 0251 83-56812
hno-ambulanz(at)­ukmuenster(dot)­de

Case Management

Zur Einweisung stationärer Patienten wenden Sie sich bitte an unser zentrales Case Management.

T: 0251 83 56-016
cm-hno(at)­ukmuenster(dot)­de

Assistierende Systeme

Mit einem intraoperativen Navigationssystem wird dem Operateur mitgeteilt, wo er sich mit seinen Instrumenten im Operationsgebiet befindet. Die millimetergenaue Darstellung des Operationsgeschehens erfolgt mit Hilfe eines Kamerasystems.

Ein weiteres routinemäßig eingesetztes System ist das intraoperative Neuromonitoring, mit dem eine Überwachung der Nervenfunktionen während der Operation möglich ist. Sollte sich während der Operation eine Nervenfunktion verschlechtern, signalisiert das System dies sofort. Ferner erfolgt ein akustisches Monitoring, also die Überwachung der Hörfunktion. Es stehen an der Klinik die Elektrocochleographie und die Hirnstammaudiometrie zur Verfügung.