Klinik für Augenheilkunde

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Unsere Arbeitsgruppe im Forschungslabor
Unsere Arbeitsgruppe im Forschungslabor

  1. Therapie exsudativer und trockener Makulaerkrankungen
  2. Diabetische Retinopathie
  3. Susac-Syndrom
  4. Intraokularlinseberechnung nach Lasik/Lasek/PRK
  5. Glaukomfrüherkennung
  6. Neue Bildgebungsverfahren in der Netzhautdiagnostik


CENTERA

Für diese Studie suchen wir Patienten mit einem Zentralvenenverschluss, der nicht älter als 3 Monate ist. Die Patienten dürfen nicht vorbehandelt sein und werden im Rahmen dieser Studie mit Eylea nach „Treat and Extend“-Schema therapiert.

PEARL

Bei dieser Studie soll ein „treat-and-extend“-Schema bei Patienten mit retinalem Venenverschluss mit und ohne Laserphotokoagulation von ischämischen Netzhautarealen (Lucentis vs. Lucentis+Laser) evaluiert werden. Eingeschlossen werden Patienten mit retinalem Venenverschluss, mit ischämischen Arealen (mehr als 5 Papillendurchmesser), keine Vorbehandlung, Verschluss nicht älter als 3 Monate.

CHROMA / OMASPECT

Studien zur Wirksamkeit von Lampalizumab bei geographischer Atrophie. Patientenrekrutierung beendet.

PROXIMA B

Beobachtungsstudie Studie bei geographischer Atrophie (ohne Behandlung). Patientenrekrutierung beendet.

ICV / DME

Bei dieser Studie sollen Patienten mit diabetischen Makulaödem durch Vitrektomie behandelt werden, anstatt einer Anti-VEG Therapie.

PEA

Beobachtungsstudie für Patienten mit Pigmentepithelabhebung aufgrund einer feuchten AMD, die das Medikament Eylea erhalten. Patientenrekrutierung beendet.

QUARK

Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit von QPI-1007 (synthetic siRNA targeting caspase 2mRNA) bei  NAAION (nicht-arteriitsche AION).  Auftreten der ersten Symptome max. 14 Tage vor der 1. Injektion.

PAROS

Beobachtungsstudie von LHON (Leber’sche Hereditäre Optikus-Neuropathie) – Patienten mit Raxone-Therapie. Visus muss vorhanden sein vom Beginn der Symptome und vor Behandlung.

HELP

Beobachtungsstudie für pathologische Myopie-Patienten zur Einschätzung von Risikofaktoren zur Entwicklung einer CNV. Patientenrekrutierung beendet.


Im Mittelpunkt der Forschungsaktivitäten stehen krankhafte Vorgänge auf der Rückseite des Auges, also in der Netzhaut, dem retinalen Pigmentepithel und der Aderhaut. Ein zentraler Punkt ist dabei die altersbedingte Makuladegeneration (AMD).

Diese Krankheit kündigt sich in der Regel bei Menschen über 50 Jahren an, bei denen sich auf der Rückseite des Auges, zwischen dem retinalen Pigmentepithel (RPE) und der Aderhaut, punktförmige Ablagerungen nicht weiter abbaubarer Reste von Eiweißen und Fetten zeigen, die sogenannten Drusen. Wenn diese Ablagerungen überhand nehmen (wozu eine ungesunde Lebensweise - insbesondere das Rauchen - , Umweltfaktoren und auch erbliche Faktoren beitragen können), kommt es zu einer Reihe von Vorgängen, in deren Verlauf Zellen des RPE und auch die Sinneszellen in der Netzhaut, die sogenannten Photorezeptoren, absterben. Welche Umstände genau zu diesen Vorgängen führen, und auch welche Vorgänge sich im Einzelnen abspielen, dies ist alles noch nicht im Detail bekannt und ist deshalb Gegenstand weltweiter Forschung. 

Ein weiteres Problem ist, dass es bei fortschreitender AMD, aber auch im Rahmen von Stoffwechselstörungen, wie z. B. der Zuckerkrankheit (Diabetes), zu einem unerwünschten Neuwachstum von Blutgefäßen kommt, in der Netzhaut bzw. aus der Aderhaut in die Netzhaut hinein. Diese Blutgefäße stören zum einen den normalen Aufbau der Netzhaut, zum anderen sind solche wild wachsenden Blutgefäße recht instabil und undicht, wodurch es zu Einblutungen in die Netzhaut kommt und die Netzhaut zusätzlich geschädigt wird. Auf Grund dieser Einblutungen nennt man diese Variante der AMD auch die „feuchte“ AMD, im Gegensatz zur oben beschriebenen „trockenen“ AMD.

Auch wir an der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Münster haben es uns im Rahmen einer neuen Arbeitsgruppe zum Ziel gesetzt, die Umstände und Vorgänge beim Ausbrechen und Fortschreiten der AMD näher zu untersuchen. Während der letzten Jahre stellte sich nämlich heraus, dass auch entzündliche Vorgänge am RPE eine wichtige Rolle bei der AMD spielen. Aus diesem Grund richten wir unser Hauptaugenmerk auf das Verhalten und die Rolle von verschiedenen an Entzündungen beteiligten Zellen, wie Makrophagen, dendritische Zellen und Mikroglia-Zellen. Dabei interessiert uns vor allem, wie diese Zellen auf verschiedene pathologische Situationen reagieren, d. h. welches Wanderungsverhalten sie zeigen, welche Signalstoffe sie ausscheiden und in welcher Beziehung sie zu den Drusen stehen. Entsprechend dem Vorhaben, vor allem Aspekte der Entzündung bei der AMD zu untersuchen, führen wir Zellkultur-Versuche mit RPE-Zellen und Zellen des Immunsystems durch, also mit Makrophagen und Mikroglia-Zellen. Diese Zellen werden unterschiedlichen Einflüssen unterworfen, wie sie auch im Auge während einer Krankheit herrschen, und wir behandeln diese Zellen auch mit Substanzen, die in Zukunft bei einer Behandlung der AMD eine Rolle spielen könnten. Aus dem Verhalten der Zellen (welche Signalstoffe setzen sie frei, wie ist ihre Beweglichkeit und ihre Vermehrung verändert, wie ist ihr Phagozytoseverhalten, welche Moleküle befinden sich auf der Zelloberfläche, usw.) ziehen wir dann Rückschlüsse auf Vorgänge im Auge und die Effekte von verschiedenen Wirkstoffen auf die untersuchten Zellen. 

Als eine wichtige Untersuchungsmethode wäre hier vor allem die fluoreszenz-aktivierte Durchfluss-Zytometrie zu nennen, abgekürzt FACS (nach dem englischen fluorescence-activated cell sorting). Damit können recht detailliert verschiedene Zellpopulationen auf die Produktion verschiedener Proteine hin untersucht werden. Letztere soll weiterhin mittels proteinbiochemischer und molekularbiologischer Verfahren untersucht werden.

Außerdem führen wir verschiedene Untersuchungen an Tiermodellen der AMD durch, da die Vorgänge bei der AMD sehr komplex sind und sich wechselseitig beeinflussen. Wir verwenden mutante Mäuse, deren Augen zum Teil mit einem Laser behandelt werden. Dadurch können diese Tiermodelle zum Studium einiger wichtiger Aspekte der AMD genutzt werden. Auch hier testen wir auf der Grundlage der Ergebnisse in der Zellkultur bestimmte Wirkstoffe, und die Augen und die in ihnen enthaltenen Zellen werden auf verschiedenen Wegen untersucht. Eine bildliche Darstellung der Netzhaut im lebenden Auge gelingt mit verschiedenen Verfahren der Fundusphotographie und optischen Kohärenztomographie (OCT). Zur Sichtbarmachung der Blutgefäße wird die Fluoreszenzangiographie eingesetzt. Mit diesem Verfahren werden auch eventuelle undichte Stellen in den Blutgefäßen deutlich angezeigt. Die einzelnen Zellschichten und Zellpopulationen der behandelten Augen werden histologisch, immunhistochemisch und per FACS analysiert.

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peter.heiduschka(at)­ukmuenster(dot)­de 

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