Lehre


Innerhalb der universitären Medizin stellt die studentische Lehre eine wichtige Aufgabe und große Verantwortung dar. Das Teilen von Wissen hat in der Medizin eine lange Tradition und ermöglicht die Weitergabe von Kenntnis und Können an die nächste Generation und bildet damit den Grundstein für neue Ideen und Weiterentwicklung.

Unsere Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie bietet hierbei nicht nur ein hohes Maß an Vielseitigkeit, sondern auch einen hohen Grad an Qualität studentischer Ausbildung und Lehre.

Über verschiedene klinische Semester lehren wir aufbauend und modular die wichtigsten Inhalte der Notfallmedizin, der klinischen Anästhesie und Basisinhalte der Intensivmedizin sowie Schmerztherapie.

Eine jegliche studentische Ausbildung an unserer Klinik - von den Vorlesungen abgesehen - erfolgt in Kleingruppen oder in einer 1:1 Betreuung. Dies erfordert für die Mitarbeiter-/innen unserer Klinik ein zusätzliches Engagement, dem gerne und ausführlich nachgekommen wird. Studierende haben so die Möglichkeit, sich unter Supervision ständig neuen Herausforderungen zu stellen und ihr Wissen sowie ihre Erfahrungen mit einem qualifizierten Mitarbeiter der Klinik in persönlicher Atmosphäre zu besprechen.

In Abhängigkeit von Kenntnis-/Ausbildungsstand werden unsere Studierenden frühzeitig mit eigenverantwortlichen Aufgaben, sowohl in der klinischen Anästhesie, als auch auf den Intensivstationen konfrontiert. Neben der engen Betreuung bieten wir die Möglichkeit, Teil eines hochqualifizierten Teams innerhalb eines der vielseitigsten medizinischen Fächer zu werden.
Mit einem großen Anteil an praktischen Übungen und Angeboten an außercurriculären Workshops legen wir neben einem persönlichen Umfeld einen großen Wert auf die realitätsnahe und praxisorientierte Lehre.

Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über unsere Lehrangebote:

Klinische Hospitationen


Als universitäres Lehrkrankenhaus der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster bietet unsere Klinik die Möglichkeit, während des "Praktischen Jahres" in der Endphase des akademischen Studiums die Profession eines/r Anästhesisten/-in näher zu erfahren und während dieser Zeit grundlegende berufsbegleitende Fähigkeiten und Arbeitsbedingungen kennenzulernen.

Alles Vorteile, die nur ein Klinikum der Maximalversorgung bieten kann.


Bei uns besteht die Möglichkeit alle Bereiche der Anästhesiologie, Intensiv-, Notfallmedizin und Schmerztherapie kennenzulernen. Dies umfasst die Notfallversorgung polytraumatisierter Patienten, Transplantationen, hochpräzise kardio- oder neurochirurgische Eingriffe und eröffnet die Chance, Teil des Teams zu werden, das die Gesundheit und das Leben unserer Patienten wiederherstellt oder gar rettet. Von Einblicken in regionalanästhesiologische Verfahren bis hin zur Kreislauftherapie bei Sepsis im intensivmedizinischen Setting, können wir engagierten angehenden Kollegen- und Kolleginnen alles bieten. Unter schrittweiser Anleitung werden wir Ihnen die Beatmung, Intubation oder ultraschallgesteuerte Punktionen, auch wenn Sie nur über geringe Vorerfahrung verfügen, näher bringen.

Erfahrung sammeln heißt Erfahrung machen - ein Ausbildungskonzept.


Ziel ist es, frühzeitig Grundlagen der Atemwegssicherung, der Kreislauftherapie und Narkoseführung zu erlangen und diese teilweise - unter ärztlicher Supervision - selbst durchzuführen. Ergänzend werden theoretische und praktische Workshops, Kurse und Seminare während des PJ-Tertials angeboten. Kompetenzbasiert ergeben sich hieraus Möglichkeiten zur Einbindung in das tägliche Geschehen.

Drittelung des PJ-Tertials


Das PJ-Tertial ist dreigeteilt. Angehende Kollegen/-innen werden ca. fünf Wochen auf einer unserer Intensivtherapiestationen verbringen und dort die Herausforderungen der Intensivmedizin kennenlernen. Die verbleibenden 10 Wochen werden innerhalb der klinischen Anästhesiologie aufgeteilt, so dass mindestens zwei verschiedene Einsatzgebiete näher erfahren werden können.
Der Wechsel der Einsatzgebiete ermöglicht es, bereits zuvor Kennengelerntes auf andere Situationen zu übertragen, neue Erfahrungen zu gewinnen und einen anderen Blickwinkel auf den vielschichtigen Beruf des Anästhesisten zu gewinnen.

Nie alleine - immer im Team.


Während dieser Zeit steht ein fester anästhesiologischer Ansprechpartner, in aller Regel ein Oberarzt der Klinik, zu Verfügung.
Fast immer schaffen wir es, Rotationen in speziell gewünschte Einsatzgebiete zu ermöglichen.

Bei Fragen oder Wünschen können Sie gerne mit uns Kontakt aufnehmen unter pj(at)anit.uni-muenster(dot)de!


Als universitäres Lehrkrankenhaus der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster bietet unsere Klinik die Möglichkeit, in sowohl zwei- als auch vierwöchigen Famulaturen die Profession eines/r Anästhesisten/-in näher zu erfahren und während dieser Zeit grundlegende berufsbegleitende Fähigkeiten und Arbeitsbedingungen kennenzulernen.
Wir bieten dabei die Vorteile eines Klinikums der Maximalversorgung mit der Möglichkeit, in alle Bereiche – nach Möglichkeit und Absprache - zu rotieren und so ein Teil des Teams zu werden, das die Gesundheit und das Leben unserer Patienten wiederherstellt oder gar rettet.

Bei Interesse oder Fragen nehmen können Sie jederzeit gerne mit uns Kontakt aufnehmen!


Als universitäres Lehrkrankenhaus der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, bietet unsere Klinik die Möglichkeit sich im Zuge des zweiwöchigen, curriculären Wahlblockpraktikums für die Tätigkeit in der Anästhesiologie zu entscheiden.
Während dieser Zeit werden sich die Studierenden überwiegend im Bereich der klinischen Anästhesie befinden und zwei verschiedene operative Bereiche kennenlernen.
Ziel ist dabei, Grundlagen der Atemwegssicherung, der Kreislauftherapie und Narkoseführung zu erlangen. Der Wechsel des Einsatzgebietes zur zweiten Woche ermöglicht es, bereits zuvor Kennengelerntes auf andere Situationen zu übertragen, neue Erfahrungen zu gewinnen und einen anderen Blickwinkel auf den vielschichtigen Beruf des Anästhesisten zu gewinnen.

Ansprechpartner

Dr. med. Martin Eikam
E-Mail: Martin.Eikam(at)­ukmuenster(dot)­de

Curriculäre Inhalte


Im Rahmen des Kurses  "Einführung in die klinische Medizin/Berufsfelderkundung", der an der Westfälischen-Wilhelms-Universität direkt zu Beginn des Studiums, also im ersten vorklinischen Semester absolviert wird, wird den Studierenden ein erster Einblick in das Fachgebiet der Anästhesiologie ermöglicht. Organisiert von einem ärztlichen Betreuer unserer Klinik, der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie, und einer studentischen Tutorin bzw. einem studentischen Tutor werden verschiedene handlungsorientierte Veranstaltungen angeboten. Hierzu zählen z.B. ein praxisnahes kardiopulmonales Reanimationstraining, die Anleitung und Durchführung erster Blutentnahmen, aber auch die Führung durch den zentralen Operationsbereich im Universitätsklinikum Münster sowie durch die Feuerwache 1 am York Ring. 
Um den Studierenden die breit gefächerte  Arbeit im Fachbereich Anästhesiologie und Intensivmedizin realistisch darzustellen und sie hierfür zu begeistern, ermöglichen wir den Studierenden jeweils zwei Hospitationstermine im Operationssaal. Hier erleben sie die individuellen, auf den jeweiligen Patienten und sein Krankheitsbild bezogenen Herausforderungen und damit die verantwortungsvolle Arbeit eines Anästhesisten im operativen Setting.  

Zudem bieten wir die Möglichkeit eines Experteninterviews, so dass die Studierenden erste Eindrücke oder entstandene Fragen anschließend in einem ruhigen Umfeld mit einem erfahrenen Arzt besprechen und diskutierenden können.

Am Ende des Kurses bitten wir die Studierenden ein Poster über ein ihrer Ansicht nach anästhesiologisch relevantes Thema zu erstellen. Dieses soll dann am Semesterende präsentiert werden.

Ansprechpartner

Dr. med. Holger Janssen
E-Mail: Holger.Janssen(at)­ukmuenster(dot)­de


Das Fachgebiet der Anästhesiologie ist vielschichtig und umfasst, neben dem Kernbereich, dem Einleiten, die Aufrechterhaltung und dem Ausleiten von Narkosen, auch die Intensivmedizin und die akute wie chronische Schmerztherapie (QB 14). Die vierte Säule ist die Notfallmedizin, die als Querschnittsbereich 8 (QB 8) in der Approbationsordnung für Ärzte abgebildet ist.

Im Rahmen des einwöchigen Curriculums Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie (CAIS) bringen wir Ihnen die Themen unseres Fachbereichs sachgerecht, anschaulich und praxisnah näher.

In fünf Praktika, drei Hospitationen und begleitenden Vorlesungen stellen wir Ihnen unser Fach und Inhalte, die jeder Arzt daraus mitnehmen kann, vor.

CAIS findet im 3. klinischen Semester statt. Das Institut für Ausbildung und Studienangelegenheiten (IfAS) teilt Sie für die Praktika und Hospitationen ein. Diese Termine finden Sie dann in Ihrem persönlichen Stundenplan.
Ausnahme: Den fakultativen Termin zur OP-Hospitation müssen Sie selbst buchen. Eine Anleitung und einen detaillierten Vorlesungsplan sowie Informationen zu der obligatorischen Kursvorbereitung finden Sie unter Medicampus.

Ansprechpartner

Dr. med. Hendrik Ohlenburg
E-Mail: cais.lehre(at)­anit.uni-muenster(dot)­de


Überwachung, Steuerung und Beeinflussung der menschlichen Vitalfunktionen sind Bestandteil jeder Anästhesie. Gerät die Physiologie aus dem Gleichgewicht, kann es notwendig sein die Vitalfunktionen zu beeinflussen. Daher ist eine Säule der Anästhesiologie die Notfallmedizin.

Das Institut für Ausbildung und Studienangelegenheiten (IfAS) teilt Sie für die Praktika ein. Die Termine finden Sie dann in Ihrem persönlichen Stundenplan. Einen Vorlesungsplan und Kursunterlagen finden Sie auf Medicampus.

Notfallmedizin I


Am Anfang des klinischen Studiums (5. Semester) verknüpfen wir mittels typischer Notfallszenarien theoretisches Grundlagenwissen mit klinischer Anwendung. Im Rahmen des Seminarpraktikums Notfallmedizin 1 lernen Sie Basismaßnahmen zur Wiederbelebung, die Sie als Notfallzeuge (Laienhelfer) anwenden können müssen. Hierzu zählt auch der Einsatz eines automatischen externen Defibrillators (AED).

Notfallmedizin II


Kurz vor Ende Ihres klinischen Studienabschnitts wenden wir uns im 10. Semester erneut der Notfallmedizin zu. Hier nutzen wir bisher erlentes Wissen und geben Ihnen Einblicke in die präklinische Notfallversorgung von Schwerverletzten. Dabei wir üben die erweiterte kardiopulmonale Reanimation und die Wiederbelebung unter widrigen Umständen.

Ansprechpartner

Dr. med. Hendrik Ohlenburg
E-Mail: notfall1.lehre(at)­anit.uni-muenster(dot)­de
oder     notfall2.lehre(at)anit.uni-muenster(dot)de


Students Training on Resuscitation Münster

Die kardiopulmonale Reanimation (CPR) ist eine der zentralen lebensrettenden Maßnahmen in der modernen Medizin und sollte von jedem approbierten Arzt perfekt beherrscht werden. Die Qualität der CPR entscheidet im Falle eines Kreislaufstillstandes über Leben und Tod sowie über die weitere Lebensqualität von überlebenden Patienten.


Das Projekt besteht aus drei Säulen:

  1. Überraschungsreanimationen – Immer und überall kann es Sie treffen, eine leblose Person (hier: eine Simulatorpuppe) benötigt Ihre Hilfe!

  2. Wiederholung und Aneignung theoretischen Wissens durch
    - Literaturstudium der ERC Leitlinie Basic Life Support
    - Online-Tutorien

  3. Anwendung des Wissens im Praxistraining.


Alle Informationen zum Projekt finden Sie auf der Projekthomepage storm4life.de.

Wahlfächer & Workshops


Der Kurs bietet Studierenden einen praktisch orientierten Einstieg in die klinische Anästhesie. Zunächst geht es um das standardisierte Vorgehen bei der Narkoseein- und -ausleitung. Später erfolgt das Notfallmanagement. Analytisches Monitoring ermöglicht hier zielorientiertes Atemwegsmanagement sowie Algorithmen bei Anästhesiezwischenfällen und vital bedrohlichen Notfällen. Neben kurzen theoretischen Modulen soll insbesondere an Hand von Fallbeispielen realitätsnah am Anästhesiesimulator gelernt und geübt werden. Eindeutige, zielgerichtete, ruhige Kommunikation bildet einen weiteren Schwerpunkt und bezieht sich auch auf das Krisen- und Kommunikationsmanagement innerhalb von Behandlungsteams.

Um praxisnahe und nachhaltig trainieren zu können, ist die Teilnehmerzahl auf max. zehn Studierende begrenzt. Die vier bis fünf Termine des Wahlfachs werden nach Absprache festgelegt. Aufgrund der für einen optimalen Lernerfolg erforderlichen Grundlagenkenntnisse in Pharmakologie und Pathophysiologie sollte der Kurs frühestens im 4. klinischen Semester belegt werden.

Ansprechpartner

Dr. med. Tim Kampmeier
E-Mail: wahlfach.lehre(at)­anit.uni-muenster(dot)­de


Die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie bietet gemeinsam mit der Klinik für Transplantationsmedizin einen von der Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e. V. (DEGUM) zertifizierten Wahlkurses "Ultraschallgesteuerte Punktionen" an, in dem Sie Techniken zur ultraschallgesteuerten Punktion von Gefäßen und Nerven erlernen können.

Der Kurs besteht aus einem E-Learningmodul, in dem Sie theoretisches Grundlagenwissen erwerben, mit dem wir später in einem ganztätigen Praxisteil in Kleingruppen an Modellen die ultraschallgestützte Punktion trainieren.

Der Kurs schließt mit dem Erwerb des DEGUM-Studentenzertifikates ab.

Ansprechpartner

Dr. med. Philipp Engel
E-Mail: uspunktion.lehre(at)­anit.uni-muenster(dot)­de


Seit dem Sommersemester 2016 wird Patient Blood Management (PBM) wird in einem neuen stationsbasierten Lehrkonzept in Kooperation zwischen der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie und dem Institut für Transfusionsmedizin curricular unterrichtet. Die Lehrveranstaltung nutzt die neuen Möglichkeiten des Lernzentrums für Individualisiertes Medizinisches Tätigkeits-Training und Entwicklung ("LIMETTE") in einem speziell dafür neu errichteten Gebäude neben dem Studienhospital am Malmedyweg.

Studierende des 3. klinischen Semesters durchlaufen einen speziell medizinischen Parcours und lösen eigenständig theoretische und praktische Aufgaben. So werden Gespräche mit trainierten Simulationspatienten, praktische Maßnahmen und Diagnose- sowie Therapieentscheidungen, wie bei der späteren klinischen Tätigkeit simuliert. Feedback erhalten die Teilnehmer durch geschulte Dozenten und Beobachter, die das Vorgehen über Monitore und durch einen Venezianischen Spiegel beobachten. Die Handlungen in jeder Station können auf Video aufgezeichnet werden. Positive und negative Sequenzen können vom Beobachter markiert werden und stehen dem Studierenden anschließend zur Verfügung. Im Anschluss an den Parcours werden die brennendsten Themen und Probleme des Parcours anhand einer durch die Teilnehmer priorisierten Liste vertraulich diskutiert.

Ansprechpartner

Priv.-Doz. Dr. med. Andrea Steinbicker, MPH
E-Mail: pbm.lehre(at)­anit.uni-muenster(dot)­de



Korrespondenz
Prof. Dr. med. Manuel Wenk
Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie
Universitätsklinikum Münster
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude A1, 48149 Münster
Telefon: 0251 / 83 47255
Fax:  0251 / 83  48667
E-Mail: manuel.wenk(at)ukmuenster(dot)de
 
 
 
 

Lehrverantwortliche

Prof. Dr. med.
Manuel Wenk
Leitender Oberarzt

Modulleiter der WWU für
Anästhesiologie & Intensivmedizin

manuelwenk(at)­uni-muenster(dot)­de

Dr. med.
Hendrik Ohlenburg

Assistenzarzt

Organisation
Lehre & Lehrteam

ohlenburg(at)­anit.uni-muenster(dot)­de