Iron Signaling

 

Die Arbeitsgruppe „Iron Signaling“ beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Eisenregulation des Körpers auf molekularer Ebene, der intakten Regulation der Eisenhomöostase sowie Erkrankungen, die durch eine Dysbalance der Eisenhomöostase hervorgerufen werden, wie Hämochromatose, Eisenmangel und Anämie der chronischen Erkrankung.

Eisen wird bei intaktem Regulationskreislauf aus dem Darm über sogenannte Eisenabsorptionskanäle, genannt „Ferroportin“, absorbiert. Eisen wird als Plasmaeisen im Blut gebunden, an dem „Eisentransportprotein“ Transferrin zum Knochenmark transportiert, und steht im Knochenmark für die Produktion von roten Blutkörperchen (RBCs) zur Verfügung (Abbildung 1, Mitte). Die roten Blutkörperchen werden nach einer Lebensdauer von 120 Tagen in Makrophagen abgebaut. Das frei werdende Eisen wird erneut an Transferrin gebunden. Wenn die Serumeisenspiegel ausreichend hoch sind, wird in der Leber das Hormon Hepcidin produziert. Hepcidin ist das „Kontrollhormon“ der Eisenregulation.

Wenn es zu einer genetisch bedingten Störung der Hepcidinproduktion kommt, entsteht ein absoluter oder relativer Mangel an Hepcidin. Diese Erkrankung, die Hämochromatose, wird auch als Eisenüberladungsstörung bezeichnet (Abbildung 1, rechte Darstellung). Durch den Wegfall des Eisenregulationshormons Hepcidin kommt es zu einer Überexpression von Ferroportinkanälen, und Eisen wird ohne Rückkopplung aufgenommen. Eisen lagert sich in den Organen ab und kann zu Organfunktionsstörungen führen. Eisenablagerungen im Herzen können zu Kardiomypathien führen, Ablagerungen im Pankreas zu Diabetes mellitus, und Ablagerungen in der Leber können zu Leberversagen führen.

Im Gegensatz zur Hämochromatose führt ein Überschuss an Hepcidin zu einer Anämie, genannt Anämie der chronischen Erkrankung. Die Anämie der chronischen Erkrankung (ACD) ist die zweithäufigste Anämie beim Menschen, die bei Patienten mit verschiedensten Grunderkrankungen (z.B. Entzündungen, Krebserkrankungen, siehe Abbildung 2) auftritt.

In der Arbeitsgruppe werden Grundlagenforschungsprojekte und klinische Projekte umgesetzt.

  • Lofruthe N, Gallitz I, Traeger L, Bäumer N, Schulze I, Kuhlmann K, Müller-Tidow C, Steinbicker AU. Intravenous Iron Carboxymaltose as a Potential Therapeutic in Anemia of Inflammation. PLoS One. 2016 Jul 12;11(7):e0158599. doi: 10.1371/journal.pone.0158599.

  • Peters F, Eveslage M, Gallitz I, Wempe C, Meybohm P, Van Aken HK, Steinbicker AU. Postoperative iron carboxymaltose may have an effect on haemoglobin levels in cardiothoracic surgical patients on the ICU- An observational pilot study about anaemia treatment with intravenous iron. Angenommen zur Publikation bei Transfusion Med Hemotherapy, 07/2017.

  • Peters F, Ellermann I, Steinbicker AU. Intravenous iron for treatment of anemia in the three perisurgical phases: a review and analysis of the current literature. Angenommen in Anesthesia & Analgesia, 07/2017.

  • Andreea Anca
  • Andreas Bückmann
  • Ines Ellermann, Pharmazeutin
  • Niklas Lofruthe
  • David Oguama, MSc
  • Lisa Träger, MSc
  • Nicolas Zurheiden

  • cand. med. Paul Loick
  • cand. med. Rohit Sekri
  • cand. med. Janina Spiegel
  • cand. med. Stephanie Van Zyl
  • cand. med. Franca Winand
  • cand. med. Christina Wittkamp

 


Korrespondenz
Priv.-Doz. Dr. med. Andrea Steinbicker, MPH
Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie
Universitätsklinikum Münster
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude A1, 48149 Münster

Telefon: 0251 / 83 47898
Fax:  0251 / 83  48667
E-Mail: andrea.steinbicker(at)ukmuenster(dot)de
 
 
 
 

Leiterin der Arbeitsgruppe

Priv.-Doz. Dr. med.
Andrea Steinbicker, MPH
Oberärztin


andrea.steinbicker(at)­ukmuenster(dot)­de

Abbildung 1

Abbildung 2