Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie

Darm- und Enddarmerkrankungen

Der Dickdarmkrebs gehört zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen in Deutschland. Bei der Diagnose unterscheiden sich diese Tumoren hinsichtlich der lokalen Ausdehnung und des Vorliegens von Absiedlungen in Lymphknoten oder anderen Organen. Von dieser Ausbreitung wird die weitere Therapie wesentlich beeinflusst.

Während sehr frühe Tumorstadien, durch eine endoskopische Abtragung sicher behandelt werden können, verlangen fortgeschrittene Stadien teilweise komplexe interdisziplinäre Therapien. Neben der standardisierten operativen Therapie, die auch wahlweise durch eine Bauchspiegelung durchgeführt werden kann, sind bei Befall der Lymphknoten Zusatzbehandlungen vor oder nach der Operation sinnvoll. Bei Tumoren der oberen Dickdarmabschnitte erfolgt diese Zusatzbehandlung in der Regel als Chemotherapie, die sich an die operative Entfernung des Tumor tragenden Darmabschnitts anschließt. Beim Mastdarmkrebs wird nach modernen Therapiestandards bei Durchbruch des Tumors durch die Darmwand oder einer Lymphknotenbeteiligung eine kombinierte Strahlen-Chemotheapie vor der Operation vorgenommen.

Durch diese Komplexbehandlungen konnte in den letzten Jahren eine deutliche Verbesserung der Therapieergebnisse beim Darmkrebs erzielt werden. In 5 -10 % der Fälle kommt der Dickdarmkrebs mit einer familiären Häufung vor. Als Ursache dafür kann eine erbliche Veranlagung vorliegen, die durch genetische Veränderungen hervorgerufen wird.  Dabei sind zwei Formen zu unterscheiden.

Divertikulose und Divertikulitis:

Unter einer Divertikulose versteht man Ausstülpungen von Wandschichten des Darmes. Mit Abstand am häufigsten sind diese Divertikel im Sigma, dem vorletzten Abschnitt des Dickdarms. Dieser Bereich ist als „Hochdruckzone“ des Darms einer vermehrten mechanischen Belastung ausgesetzt. Die Divertikulose verläuft in den meisten Fällen asymptomatisch, d.h. der Patient ist beschwerdefrei. Etwa 10 - 25 % aller Patienten entwickeln Beschwerden, die durch entzündliche Veränderungen(Divertikulitis) hervorgerufen werden. Divertikel neigen vermehrt zu Blutungen und bei einer Entzündung besteht die Gefahr der Perforation.
Von diesen Divertikelentzündungen abzugrenzen sind chronisch entzündliche Darmerkrankungen(CED). Bei einer Divertikulitis wird in Abhängigkeit von der Ausprägung der Entzündung zunächst eine konservative Therapie versucht. Bei kompliziertem Verlauf oder wiederholtem Auftreten ist eine operative Entfernung des betroffenen Darmabschnitts erforderlich. Bei Blutungen kann eine endoskopische Therapie versucht werden. Da die genaue Blutungsquelle jedoch häufig nicht sicher identifiziert werden kann, ist auch hier oft eine operative Therapie notwendig.
Diese Operationen mit Entfernung der betroffenen Darmabschnitte werden in der Regel während einer Bauchspiegelung vorgenommen, wodurch eine geringere Schmerzsymptomatik und schnellere Erholung nach der Operation erreicht wird.

Darmpolypen

Gutartige Polypen der Darmschleimhaut sind eine aufgrund der Ernährungsgewohnheiten in unserer Gesellschaft zunehmende Erkankung. Diese Polypen weisen verschiedene Wachstumsmuster auf, für die die weitere Behandlung variiert. Kleine und gestielte Polypen können erfolgreich und mit geringem Risiko endoskopisch abgetragen werden. Bei großen und breitbasigen Polypen besteht bei der endokopischen Abtragung ein erhöhtes Risiko der Darmwandverletzung. Daher sollte hier eine Therapie endoskopisch in Operationsbereitschaft oder direkt operativ (z.B. durch Bauchspiegelung) erfolgen. Bei besonders schwer zu lokalisierenden Polypen kann eine endoskopische Markierung während einer Operation oder ein kombiniertes Vorgehen mit gleichzeitiger Darm- und Bauchspiegelung, als sog. Hybridverfahren, vorgenommen werden.

Darmkrebs

Der Dickdarmkrebs gehört zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen in Deutschland. Bei der Diagnose unterscheiden sich diese Tumoren hinsichtlich der lokalen Ausdehnung und des Vorliegens von Absiedlungen in Lymphknoten oder anderen Organen. Von dieser Ausbreitung wird die weitere Therapie wesentlich beeinflusst.

Während sehr frühe Tumorstadien, durch eine endoskopische Abtragung sicher behandelt werden können, verlangen fortgeschrittene Stadien teilweise komplexe interdisziplinäre Therapien. Neben der standardisierten operativen Therapie, die auch wahlweise durch eine Bauchspiegelung durchgeführt werden kann, sind bei Befall der Lymphknoten Zusatzbehandlungen vor oder nach der Operation sinnvoll. Bei Tumoren der oberen Dickdarmabschnitte erfolgt diese Zusatzbehandlung in der Regel als Chemotherapie, die sich an die operative Entfernung des Tumor tragenden Darmabschnitts anschließt. Beim Mastdarmkrebs wird nach modernen Therapiestandards bei Durchbruch des Tumors durch die Darmwand oder einer Lymphknotenbeteiligung eine kombinierte Strahlen-Chemotheapie vor der Operation vorgenommen.

Durch diese Komplexbehandlungen konnte in den letzten Jahren eine deutliche Verbesserung der Therapieergebnisse beim Darmkrebs erzielt werden. In 5 -10 % der Fälle kommt der Dickdarmkrebs mit einer familiären Häufung vor. Als Ursache dafür kann eine erbliche Veranlagung vorliegen, die durch genetische Veränderungen hervorgerufen wird.  Dabei sind zwei Formen zu unterscheiden.

Familiäre Adenomatöse Polyposis(FAP)

FAP führt bei den Betroffenen zu hunderten bis tausenden Polypen im Dickdarm, aus denen sich im Laufe des Lebens praktisch immer ein Dickdarmkrebs entwickelt. Daher wird bei diesen Patienten möglichst rechtzeitig eine operative Entfernung des gesamten Dickdarms angestrebt. Dieses Vorgehen kann zwar mit einer begrentzen Einschränkung der Verdauungsfunktionen einher gehen, jedoch garantiert es, dass die befürchtete Komplikation der Entwicklung eines Dickdarmkrebses nicht mehr auftreten kann.

Lynch- Syndrom/ hereditäres nicht-Polyposis-assoziiertes kolorektales Karzinom (HNPCC)

Durch einen genetischen Defekt der DNA-Reparaturmechanismen kommt es zu einer Anhäufung von Genschäden in einzelnen Zellen, die vor allem im Dickdarm zu einem sehr stark erhöhten Krebsrisiko führen. Eine prophylaktische Operation wurde bisher für diese Patienten nicht etabliert. Diese Patienten benötigen jedoch eine enge Anbindung an ein spezialisiertes Zentrum und regelmäßige Diagnostik.

 
 
 
 

Sprechstunde


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