Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie

Hinweise zu Ambulanzen und Sprechstunden

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

mit der zunehmenden Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 sind wir gezwungen, unsere Kapazitäten in den Ambulanzen zu reduzieren. Planbare (elektive) Eingriffe bei Patienten mit gutartigen Erkrankungen ohne Komplikationsgefahr oder akute Gesundheitsgefährdung müssen wir derzeit nach Vorgaben des Gesundheitsministeriums verschieben. Alle Patienten (ohne Corona-typische Krankheitssymptome) mit Krebserkrankungen, bei denen operative Eingriffe anstehen bzw. geplant werden müssen, Patienten vor oder nach Transplantation, bzw. alle weiteren Patienten mit einem akut chirurgisch behandlungswürdigen Krankheitsbild werden selbstverständlich gerne von unserem Team willkommen geheißen.

Bitte beachten Sie auch, dass wir entsprechend der Empfehlungen des Gesundheitsministers strengere Hygiene-, Besuchs- und Zutrittsregeln für unsere Klinik umgesetzt haben, um die Gesundheit von derzeit gefährdeten Menschen zu schützen und zu erhalten.

 

Wir bitten um Verständnis.

Wir bieten unseren Patienten die Möglichkeit zur Telefon- oder Videosprechstunde. Hier können medizinische Fragen in einem Arzt-Patientengespräch, ähnlich wie bei einem Ambulanzbesuch, geklärt werden. Um einen Termin zu vereinbaren, rufen Sie uns bitte unter T +49 251 83-56361 an.

Bitte beachten Sie: Wir können leider nur Patienten per Telefon- oder Videosprechstunde versorgen, die bereits bei uns in Behandlung sind.

Informationen für stationäre Patienten

Angesichts der aktuellen Infektions-Situation in Deutschland gilt ab dem 25. August für das UKM und die anderen Krankenhäuser in Münster die Vorgabe der Bezirksregierung Münster, dass bei allen stationären Aufnahmen das Vorliegen eines negativen SARS-CoV-2-Abstriches erforderlich ist - auch wenn diese Patienten keine COVID-19-Symptome haben. Aktuell laufen noch Gespräche zur konkreten Umsetzung und Beginn dieser Maßnahmen.

Bitte beachten Sie: Patienten ohne Covid-19-Symptome mit kurzfristigen Aufnahmeterminen sowie Notfälle werden aufgrund eines fehlenden Testergebnisses nicht abgewiesen.

Informationen zur UKM-Corona-Teststelle

Die Kassenärztliche Vereinigung hat unter der 116117 eine Patientenhotline für „Corona“ eingerichtet. Hier beraten dann Ärzte Anrufer, die Sorge wegen Corona haben. Anrufer müssen allerdings mit relevanten Wartezeiten rechnen.

Öffentliche Testung eingestellt
Vom 28. Februar bis zum 25. September 2020 hat die Corona-Teststelle des UKM mit insgesamt über 10.000 durchgeführten Testungen die Versorgung im Münsterland sichergestellt. Ab dem 26. September 2020 übernehmen die Kassenärzte die Testungen. Den Betrieb unserer öffentlichen Teststelle stellen wir ein. Personen mit Corona-verdächtigen Symptomen, fraglichem Kontakt zu Corona-Infizierten oder roter App-Warnung sowie Reiserückkehrer oder Lehrer*Innen/Erzieher*Innen können unter 116117 die jeweils zuständige Teststelle und deren Öffnungszeiten erfragen.

Weiterhin Testung für UKM-Patienten und Begleitpersonen
Auf dem bisherigen Testgelände werden von uns ab sofort nur noch ausgewählte UKM-Patienten und deren Begleitpersonen (in der Regel kurz vor einem stationären Aufenthalt) getestet. Betreffende Patienten und Begleitpersonen werden im Vorfeld rechtzeitig durch unsere Mitarbeiter zu Testung aufgefordert. Hierfür ist die UKM-Corona-Teststelle Mo-Fr von 8-14 Uhr geöffnet.  

Anfahrt und Ablauf
Wir weisen darauf hin, dass es in Stoßzeiten zu Wartezeiten kommen kann. Die Teststelle ist als Drive-In konzipiert, so dass Sie die Wartezeit im Auto verbringen können, auch aus Sicherheitsaspekten. Eine Überweisung und eine Voranmeldung sind nicht notwendig. Wir benötigen lediglich Ihre Krankenversicherungskarte.

Wichtige Hinweise
- Den Anweisungen des Sicherheitspersonals ist zwingend Folge zu leisten.
- Bitte tragen Sie während des gesamten Aufenthaltes auf dem Testgelände Ihren Mund-Nasen-Schutz.
- Bitte achten Sie auf den Mindestabstand von 1,5 m zu Ihren Mitmenschen.

Bitte beachten Sie: Um unsere Patienten, Mitarbeitenden und Besucher vor einer Infektion zu schützen und die Ausbereitung von SARS-CoV2 einzudämmen, ist in allen Gebäuden des UKM das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes erforderlich.

Für den Besuch des UKM dürfen Sie Ihre eigenen, privaten Masken nutzen. Sollten Sie keine Maske dabei haben, stellen wir Ihnen für Dauer ihres Aufenthaltes im Klinikum an der jeweiligen Pforte einen geeigneten Schutz zur Verfügung.

Das Betreten der Gebäude ist ohne Mund-Nasen-Schutz nicht gestattet.

Besuche eingeschränkt möglich

Auf Grundlage der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalens sind am UKM ab sofort eingeschränkt Besuche für bestimmte Patientengruppen wieder möglich.

  • Besuche sind ab dem dritten Behandlungstag des Patienten/der Patientin möglich.
  • Es sind maximal zwei Besuche pro Woche mit einer Dauer von maximal einer Stunde vorgesehen.
  • Als Besucher dürfen zwei fest benannte Personen empfangen werden. Es darf immer nur eine Person anwesend sein.
  • Besuche sind werktags von 15.00 bis 19.00 Uhr, an Wochenenden und Feiertage von 08.00 bis 19.00 Uhr möglich.

Die Besucher erhalten vom UKM vorab eine Besuchererlaubnis, die zusammen mit dem Personalausweis als Zutrittserlaubnis für das UKM gilt, und am Eingang überprüft wird.

Die Besucherregelung gilt für das Zentralklinikum sowie alle externen Kliniken. Ausnahmen werden lediglich für die Geburtshilfe, die Pädiatrie, für die Palliativstationen sowie – nach Absprache mit den verantwortlichen Ärztinnen und Ärzten – für schwerstkranke Patienten zugelassen. Bitte haben Sie Verständnis, dass es für einzelne Bereiche abweichende Vorgaben geben kann. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie wird diese Regelung regelmäßig geprüft und angepasst. Bitte beachten Sie außerdem: Der Zugang zum Zentralklinikum ist NUR über die Haupteingänge Ost und West auf Ebene 04 möglich.

Hinweis zu unseren Ambulanzen und Sprechstunden

Liebe Patientin, lieber Patient,

wenn Sie in den kommenden Tagen einen Termin in einer unserer Ambulanzen haben, melden Sie sich bitte vorab, wenn

  • bei Ihnen folgende Symptome bestehen: Fieber, Halsschmerzen und/oder Schluckstörungen, Husten, Atemnot, Geschmacks- oder Geruchsverlust, allgemeine Abgeschlagenheit und/oder Leistungsverlust, soweit nicht durch eine bestehende Vorerkrankung erklärbar, Magen-Darm-Symptome, starken Schnupfen
  • Sie Kontakt zu einer SARS-CoV-2 positiven Person hatten
  • oder positiv auf Coronavirus getestet wurden.


Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Kommen Sie bitte nicht in unsere Ambulanzen, wenn Sie unsicher sind, ob Sie von COVID19 betroffen sind.


Vielen Dank!

Schwerpunkt Speiseröhre und Magen

Erkrankungen der Speiseröhre und des Magens sind an unserer Klinik seit langer Zeit ein besonderer Schwerpunkt. Dazu zählen neben den gutartigen Erkrankungen auch die Behandlung gut- und insbesondere bösartiger Tumore der Speiseröhre und des Magens sowie die Therapie akut lebensbedrohlicher Zustände wie z.B. Boerhaave- oder Mallory-Weiss-Syndrom.

Behandlungsschwerpunkt Speiseröhre

Wir sind als Kompetenzzentrum Oberer Gastrointestinaltrakt von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zertifiziert. Die Speiseröhre (Ösophagus) ist ein ringförmiger Muskel, ausgekleidet mit Schleimhaut, der den Rachenraum mit dem Magen verbindet. Patienten mit Erkrankungen der Speiseröhre können in der Regel nicht mehr richtig schlucken. Manchmal kommt es auch zu Aufstoßen, Schluckschmerzen oder Brennen hinter dem Brustbein.

Generell gilt: Schluckstörungen sind ein Alarmsignal und sollten unbedingt durch einen Spezialisten abgeklärt werden.

Refluxkrankheit

Die Ursache der Refluxkrankheit ist ein schwacher oder bewegungsgestörter unterer „Schließmuskel“ der Speiseröhre. Dadurch kommt es zum Zurücklaufen von Magensäure oder Galle in die Speiseröhre, wodurch Schmerzen entstehen können. Dauert die Refluxkrankeit lange an, können Gesundheitsprobleme wie Speiseröhrenentzündungen, Engstellungen der Speiseröhre oder sogar Speiseröhrenkrebs auftreten. Die Schleimhaut der Speiseröhre kann sich verändern (Barrett-Schleimhaut) und in dieser können Krebsvorstufen entstehen. Man kann die Refluxkrankheit häufig mit Medikamenten gut behandeln, gelegentlich muss aber auch operiert werden. Dann bieten wir eine sogenannte „Fundoplikatio“, durchgeführt mittels 'Schlüsselloch'-Chirurgie, an.
 

Wandausstülpung der Speiseröhre (Divertikel)

Besonders bei älteren Patienten kommt es manchmal zu Wandaustülpungen im Bereich der oberen Speiseröhre (Zenker-Divertikel). Patienten bemerken Schluckstörungen oder Aufstoßen mit Hochwürgen von unverdauter Nahrung. Medikamente helfen hier wenig, das ist ein mechanisches Problem. Wir behandeln diese Erkrankung durch Entfernung des Divertikels mittels eines Schnittes am Hals. Der stationäre Aufenthalt beträgt hierbei normalerweise zwischen 5 und 7 Tagen.

Speiseröhrenkrebs

Patienten mit Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom) benötigen eine besonders ausgefeilte Spezialbehandlung und ggf. auch eine Operation zur Entfernung des Tumors. Die zeitliche Abfolge der Behandlungsschritte ist von großer Bedeutung. Nur ganz frühe Karzinome, die auf die oberste Schleimhautschicht der Speiseröhre beschränkt sind, können gelegentlich über eine Speiseröhrenspiegelung ohne Operation abgetragen werden. Der Speiseröhrenkrebs ist besonders gefährlich, weill er sich relativ frühzeitig im Körper weiterverbreiten kann und zu Tochtergeschwülsten (Metastasen) führt.

In der Regel kommt daher zur Behandlung des Speiseröhrenkrebses eine Vorbehandlung (je nach Art des Tumors: Strahlen und/oder Chemotherapie) mit anschließender Operation zur Anwendung. Die Vorbehandlung dient zur „Schrumpfung“ der Tumors, er wird damit sicherer entfernbar und die Langzeitresultate sind bei bestimmten Patienten dann besser. Wir können heute den Erfolg der Vorbehandlung durch Spezialuntersuchungen (PET-CT) frühzeitig erkennen und Patienten, die nicht gut ansprechen, aus der Behandlung herausnehmen und sie schneller einer Operation zuführen.

Die Entfernung des Tumors durch Operation ist in der Regel ein großer Eingriff, bei dem sowohl der rechte Brustkorb als auch der Bauchraum eröffnet werden. Entfernt werden ein Teil der Speiseröhre und der umgebenden Lymphknoten, die Wiederherstellung der Nahrungspassage erfolgt durch Zwischenschalten eines Magen- oder Darmanteils. Wir führen diese Operationen an unserer Klinik häufig (50 Eingriffe/Jahr) durch.

Neuerdings bieten wir bei bestimmten Tumoren auch eine limitierte, weniger eingreifende Entfernung des Tumors mit Zwischenschalten von Dünndarm an (OP nach Merendino). Für diese Operation muss der Brustkorb des Patienten nicht eröffnet werden. Wenn eine Operation nicht möglich oder sinnvoll ist, sind weitere Behandlungsmöglichkeiten verfügbar. Dazu gehört das Einsetzen von beschichteten Hohlkörpern (Stents) über Speiseröhrenspiegelung oder der Einsatz von Lasertherapie.

Behandlungsschwerpunkt Magen

Der Schwerpunktbereich ist Teil des UKM Magenzentrums. Hohe und verbindliche Behandlungsstandards, die aktuellen wissenschaftlichen und klinischen Ergebnissen entsprechen, sind somit gewährleistet. In vielen Fällen profitieren unsere Patienten von kombinierten Therapien mittels Chemotherapie, Bestrahlung, lokalen Verfahren und Antikörpergaben. Im Mittelpunkt steht immer das Bestreben, unseren Patientinnen und Patienten eine ebenso wirkungsvolle wie schonende operative Behandlung anzubieten, möglichst mittels minimal-invasiver Verfahren, der sogenannten „Schlüsselloch-Chirurgie“. Große Bauchschnitte kommen daher heute eher selten vor, lassen sich aber nicht immer vermeiden.

Magenkrebs

Wird ein Magenkarzinom erkannt, ist es wichtig, Größe und Ausdehnung des Tumors festzustellen und zu klären, ob sich bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet haben. Ist das der Fall, entscheiden wir, ob wir unserem Patienten zur Vorbehandlung eine Chemotherapie vorschlagen oder den Tumor gleich operativ entfernen. Die Vorbehandlung dient der Schrumpfung des Tumors und führt bei manchen Patienten zu besseren Langzeitergebnissen.

Magenschleimhautentzündung

Eine Magenschleimhautentzündung wird üblicherweise vom Hausarzt behandelt. Nach der Einnahme spezieller Medikamente heilt die Magenschleimhautentzündung ohne weitere Folgeerscheinungen aus. Bei Diagnose bestimmter Keime ist die Einnahme von Antibiotika erforderlich.

Magengeschwür

Geschwüre im Magen bzw. häufiger im Zwölffingerdarm werden meist durch die Besiedlung mit einem speziellen Keim, dem Helicobacter pylori, verursacht. Dieser Keim kann durch die Einnahme von Antibiotika bekämpft werden. Verschwindet der Keim, heilen auch die Geschwüre ab. Magengeschwüre werden erst dann operiert, wenn Komplikationen auftreten. Dies ist beim Durchbruch des Magengeschwürs (Perforation) oder einer sonst nicht zu stillenden Magenblutung erforderlich.

Gutartige Geschwülste

In der Regel operieren wir gutartige Tumore mittels Schlüsselloch-Technik. Für die betroffenen Patienten ist das Verfahren gut verträglich.
 
 
 
 
 
 
 

Spezialisierte Behandlungszentren