Epilepsiezentrum Münster-Osnabrück (EMOS)

Besuche eingeschränkt möglich

Auf Grundlage der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalens sind am UKM ab sofort eingeschränkt Besuche für bestimmte Patientengruppen wieder möglich.

  • Besuche sind ab dem dritten Behandlungstag des Patienten/der Patientin möglich.
  • Es sind maximal zwei Besuche pro Woche mit einer Dauer von maximal einer Stunde vorgesehen.
  • Als Besucher dürfen zwei fest benannte Personen empfangen werden. Es darf immer nur eine Person anwesend sein.
  • Besuche sind werktags von 15.00 bis 19.00 Uhr, an Wochenenden und Feiertage von 08.00 bis 19.00 Uhr möglich.

Die Besucher erhalten vom UKM vorab eine Besuchererlaubnis, die zusammen mit dem Personalausweis als Zutrittserlaubnis für das UKM gilt, und am Eingang überprüft wird.

Die Besucherregelung gilt für das Zentralklinikum sowie alle externen Kliniken. Ausnahmen werden lediglich für die Geburtshilfe, die Pädiatrie, für die Palliativstationen sowie – nach Absprache mit den verantwortlichen Ärztinnen und Ärzten – für schwerstkranke Patienten zugelassen. Bitte haben Sie Verständnis, dass es für einzelne Bereiche abweichende Vorgaben geben kann. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie wird diese Regelung regelmäßig geprüft und angepasst. Bitte beachten Sie außerdem: Der Zugang zum Zentralklinikum ist NUR über die Haupteingänge Ost und West auf Ebene 04 möglich.

 

Epilepsieambulanz Münster

In der Epilepsieambulanz können sich Menschen mit neu aufgetretener Epilepsie und ungeklärten Anfällen vorstellen, aber auch Patienten mit lange bekannter, aber schwer behandelbarer Epilepsie. Eine Überweisung vom Hausarzt oder Facharzt ist dafür erforderlich. Für das Erstgespräch wird etwa eine Stunde eingeplant, in der die bisherige Krankengeschichte erhoben und die weiteren diagnostischen und therapeutischen Schritte besprochen werden. Neben der medizinischen Epilepsiesprechstunde bieten wir auch eine psychologische Epilepsiesprechstunde an für Patienten, bei denen die seelischen Folgen durch die Epilepsieerkrankung im Vordergrund der Beschwerden stehen – oder bei denen neben epileptischen auch seelisch bedingte (psychogene) Anfälle auftreten.

Kontakt und Terminvergabe

Epilepsieambulanz Münster

Klinik für Neurologie mit Institut für Translationale Neurologie
Epilepsieambulanz
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude A 1
Ebene 5 West
48149 Münster

Vergabe ambulanter Termine
T 0251 83 - 4 80 16
Mo.-Fr. 10.00-12.00 Uhr und 13.00-15.00 Uhr

Ambulante Sprechstunden
Montag-Mittwoch 9.00-14.00 Uhr
Freitag 9.00-12.00 Uhr

Medizinische Epilepsiesprechstunde

Für das Erstgespräch in der Epilepsiesprechstunde wird eine Stunde eingeplant, in der die bisherige Krankengeschichte erhoben und die weiteren diagnostischen und therapeutischen Schritte besprochen werden. Für Folgetermine steht eine halbe Stunde zur Verfügung. Damit wir Ihnen bestmöglich helfen können, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Sie sollten die folgenden Unterlagen und Informationen zusammenstellen und zu Ihrem Ambulanztermin mitbringen:
  • MRT- (Kernspin-) Aufnahmen des Gehirns: Wir bitten Sie, sich alle verfügbaren MRT-Aufnahmen Ihres Gehirn von der Praxis oder dem Krankenhaus, in denen die Aufnahmen angefertigt wurden, zu besorgen. Sie sollten die Aufnahmen in elektronischer Form (auf CD) mitbringen! Schriftliche Befunde allein oder auch Papierausdrucke der MRT-Aufnahmen sind nicht hilfreich.
  • Wenn Sie schon längere Zeit an Epilepsie leiden, sollten Sie eine Liste mit allen Epilepsiemedikamenten erstellen, die sie bis jetzt eingenommen haben. Ihr Hausarzt, Neurologe und/oder Kinderarzt kann Ihnen dabei helfen. Am besten wäre es, wenn Sie zu jedem Medikament notieren, wie lange Sie es eingenommen haben, wie hoch die höchste Dosis pro Tag war, wie gut oder schlecht es auf die Anfälle gewirkt hat (zum Beispiel "anfallsfrei", "gute Wirkung", "keine Wirkung", "mehr Anfälle") und welche Nebenwirkungen Sie jeweils hatten. Außerdem ist für uns wichtig, welche Kombinationen von Epilepsiemedikamenten Sie schon eingenommen haben. Nur so können wir entscheiden, welche weitere Medikamente und welche Kombinationen von Medikamenten bei Ihnen in Zukunft noch sinnvoll sind.
  • Außerdem bringen Sie bitte alle anderen medizinischen Unterlagen zu Ihrer Epilepsie mit, zum Beispiel Berichte von Ihrem Hausarzt, Neurologen oder Kinderarzt, alte Arztbriefe von Krankenhausbehandlungen, EEG-Befunde etc.
  • Bitte schicken Sie uns keine Unterlagen im Vorfeld per Post! Häufig werden solche Briefe falsch zugestellt und stehen dann am Tag Ihres Ambulanzbesuchs nicht zur Verfügung.
  • Viele Menschen mit Epilepsie sind während ihrer Anfälle bewusstlos und können sich darum nicht an alle Details der Anfallssymptome erinnern. Darum ist es wichtig, dass sie von einem Familienangehörigen, Ehepartner, Freund oder Betreuer begleitet werden, der einen oder mehrere Ihrer Anfälle schon einmal als Augenzeuge gesehen hat. Nur so haben wir die Chance, möglicherweise wichtige Details zum Ablauf Ihrer Anfälle zu erfahren.
Und noch etwas: Falls Sie Ihren Termin in unserer Sprechstunde nicht wahrnehmen können, geben Sie uns bitte mindestens eine Woche zuvor telefonisch Bescheid. Wir können dann einem anderen Patienten einen früheren Termin geben, der sonst länger auf einen Termin warten müsste.

Psychologische Epilepsiesprechstunde

Anfälle sind das Hauptsymptom einer Epilepsie. Für die Lebensqualität spielen allerdings noch weitere Faktoren eine Rolle. So sind Menschen mit Epilepsie durch das wiederholte Erleben von Anfällen immer wiederkehrenden stressreichen Ereignissen ausgesetzt und leiden unter den belastenden und einschränkenden Bedingungen einer chronischen Erkrankung. Patienten mit Epilepsie haben außerdem gegenüber dem Durchschnitt der Bevölkerung ein 5- bis 10-mal höheres Risiko an psychischen Beschwerden zu leiden. Insbesondere Depressionen und Angststörungen werden oft spät erkannt oder bleiben häufig unbehandelt. Seit Juli 2015 bieten wir daher neben der medizinischen Epilepsieambulanz auch eine spezialisierte Beratung in für diejenigen Patienten an, die unter den psychischen Begleiterscheinungen einer Epilepsie oder einer durch die Epilepsie bedingten Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit leiden. Die Sprechstunde richtet sich außerdem an Patienten, bei denen Stress oder andere psychische Faktoren eine bedeutsame Rolle bei der Anfallsentstehung spielen und an Patienten mit nicht-epileptischen, seelisch bedingten (sog. psychogenen) Anfällen.

Dr. med. Gabriel Möddel
Ärztlicher Leiter des Epilepsiezentrums, Ambulanzen, Video-EEG-Diagnostik, Operative Epilepsietherapie
Facharzt für Neurologie, Epileptologe (DGfE)

Priv.-Doz. Dr. Dr. med. Stjepana Kovac
Oberärztin, Epileptologin (DGfE)

Prof. Dr. med. Christian E. Elger
Facharzt für Neurologie, Epileptologe

Dr. med. Lisa Marie Langenbruch
Fachärztin für Neurologie, Epileptologin (DGfE)
Ambulanz

Dr. med. Christine Strippel
Assistenzärztin

Silvia Schubert
Medizinisch-technische Assistentin - Funktionsdiagnostik
Routine-EEG

Luca-Jay Bombardelli
Medizinisch-technischer Assistent - Funktionsdiagnostik
Video-EEG-Monitoring

Carry Garzke
Medizinisch-technische Assistentin - Funktionsdiagnostik
Video-EEG-Monitoring

Juliana Gericks
Medizinisch-technische Assistentin - Funktionsdiagnostik
Video-EEG-Monitoring

Gabriele Kemper
Epilepsiefachassistentin
Video-EEG-Monitoring

Pia Wenge
Medizinisch-technische Assistentin - Funktionsdiagnostik
Video-EEG-Monitoring

 
 
 
 
Leitung

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Sven Meuth
Stellv. Direktor und Leitender Oberarzt
der Klinik für Neurologie
Direktor des Instituts für Translationale Neurologie

Dr. med. Gabriel Möddel
Ärztlicher Leiter des Epilepsiezentrums
Facharzt für Neurologie, Epileptologe (DGfE)