Beruf und Pflege vereinbaren

Die Pflegebedürftigkeit eines Familienmitgliedes tritt häufig ohne Vorwarnung ein und stellt für Berufstätige eine große Herausforderung dar. Um Sie bei der Organisation der Vereinbarkeit Ihres Berufes und der Pflege eines Angehörigen zu unterstützen, erhalten Sie im FamilienServiceBüro Hinweise zur ersten Orientierung, zu häufig gestellten Fragen und zu den Ansprechpartnern, die Sie unterstützen können.

Am UKM bestehen unterschiedliche Regelungen, die es den Beschäftigten neben dem Beruf ermöglichen sollen, nahe Angehörige in häuslicher Umgebung zu pflegen. Einen Überblick zur Beantragung von Familienpflegezeit, Pflegezeit oder Freistellungsmöglichkeiten nach tariflichen Regelungen finden unsere Mitarbeitenden im Intranet. Die Sachbearbeiterinnen oder Sachbearbeiter in der Personaladministration sind Ansprechpartner zu diesen Themen.

Veranstaltungen

In Kooperation mit der WWU bietet das UKM Vernetzungstreffen für pflegende Angehörige an. Hier werden die unterschiedlichsten Themen in vertrauensvoller und kollegialer Atmosphäre vorgestellt und besprochen.

Informationen dazu erhalten Sie im FamilienServiceBüro.

Pflegefragen im Spargat zwischen Fürsorge und Selbstbestimmung
UKM-Vernetzungstreff Pflege
Etwa 20 Teilnehmer bei „Vernetzungstreffen Pflege“

Wenn Eltern zum Pflegefall werden, ist das für Familien eine große Aufgabe. Um dieser Herausforderung besser gewachsen zu sein, trafen sich Ende Mai Beschäftigte des UKM und der WWU Münster im Rahmen des Vernetzungstreffens „Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen“ zu dem Workshop „Ich bin noch nicht tot – Pflegefragen im Spagat zwischen Fürsorge und Selbstbestimmung“. Seit 2012 kooperieren die FamilienServiceBüros des UKM und der WWU und bieten in dieser Veranstaltungsreihe Workshops und Fachvorträge zu diversen Themen rund um die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege an.

„Diesmal ist es uns gelungen ein Referententeam des bundesweit aktiven pme familienservice für einen spannenden Workshop zu gewinnen“, so Jessica Upritchard, Leiterin des FamilienServiceBüros am UKM. Die Sozialpädagogin Britta Wissing stellte die vielfältigen Änderungen des dritten Pflegestärkungsgesetzes 2017 vor: So wird die Pflegebedürftigkeit beispielsweise seit Januar nicht mehr in Pflegestufen sondern in Pflegegrade unterteilt. Bei der Unterteilung in die sechs Grade haben Einschränkungen in der eigenständigen Bewerkstelligung des Alltags nun einen höheren Stellenwert als zuvor.

Im zweiten Teil des Workshops ging Familientherapeut Matthias Könning gezielt auf die kommunikativen Schwierigkeiten ein. Kinder wechseln häufig in eine Elternrolle und Eltern werden zu Hilfsbedürftigen – das ist eine enorme Herausforderung. Diese Veränderung führt in den meisten Familien zu einer großen emotionalen Belastung und nicht selten zu Konflikten.

Zum Abschluss des Workshops konnten Teilnehmende in lockerer Atmosphäre Erfahrungen austauschen. Wer wollte, konnte in spontanen Rollenspielen eine schwierige Situation aus dem Alltag nachstellen, um die neuen Kommunikationsansätze auszuprobieren.

Kommunikationstipps

  • Oft fällt es schwer, sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht. Je eher man miteinander über die Möglichkeiten redet, desto eher können Eltern sich mit dem Gedanken anfreunden, Hilfe auch anzunehmen.
  • Kinder sollten ihren Eltern zeigen, dass sie sich mit dem Thema Älterwerden beschäftigt haben. Doch niemand ist allwissend! Fragen Sie ganz offen:  „Wie fühlst du dich dabei?“  
  • Was ist der Wunsch Ihrer Eltern? Möchten sie zu Hause wohnen bleiben oder ist Betreutes Wohnen oder sogar ein Seniorenheim eine Option? Viele Einrichtungen kann man bei einem Tag der offenen Tür unverbindlich anschauen.  
  • Mit zunehmendem Alter nehmen Sehstärke und Reaktionsfähigkeit ab – Auto fahren kann da zur besonderen Herausforderung werden. Immer mehr Fahrschulen bieten deshalb Fahrtüchtigkeitsprüfungen für Senioren an. Sprechen Sie das Thema offen an oder gehen Sie mit Ihren Eltern zu einem Fahrlehrer.
 
 
 
 

Kontakt

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Do 9.00-12.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Sie finden das FamilienServiceBüro Turm West, Ebene 04 
(gegenüber vom Minishop 24)

Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude A1
48149 Münster
T: +49 (0) 251 83-49387
F: +49 (0) 251 83-49388
E-Mail: familienservicebuero(at)­ukmuenster(dot)­de

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Foto Jessica Upritchard, Leiterin FamilienServiceBüro
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Christina Klöckner, Beratung FamilienServiceBüro,
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Foto Kathrin Hohmeier, Organisatorisches FamilienServiceBüro
Kathrin Hohmeier, Organisatorisches FamilienServiceBüro