Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie

Teamfoto Tagesklinik Roxel, UKM Kinder- und Jugendpsychiatrie

Tagesklinik Roxel

Die kinder- und jugendpsychiatrische Tagesklinik Roxel für Kinder, Jugendliche und Familien bietet psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen ein umfangreiches und multiprofessionelles therapeutisches Angebot. Der tagesklinische Ansatz ermöglicht besonders gute Voraussetzungen die gesamte Familie in die Behandlung mit einzubeziehen und therapeutische Fortschritte auch im Alltagsrahmen sofort umzusetzen. Dafür stehen zwölf Behandlungsplätze auf zwei altersgemäß zugeordneten Stationen zur Verfügung, die Kinderstation nimmt Patienten im Alter von 6 -12 Jahren, die Jugendstation im Alter von 13-17 Jahren auf. Die tägliche Beschulung wird von der Helen-Keller-Schule für Kranke der Stadt Münster in unserer Klinik durchgeführt.

Ausführlichere Informationen finden Sie auch in unserem Flyer  und den Willkommensmappen der Stationen (Kinderstation | Jugendstation)

Die Behandlungen finden jeweils von Montag bis Donnerstag von 8.15 bis 16.00 Uhr und Freitag von 8.15 bis 15 Uhr statt.

Wir behandeln Kinder und Jugendliche mit seelischen Erkrankungen aus dem gesamten Spektrum der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die typischen Entwicklungsstörungen des Kindes- und Jugendalters stehen im Mittelpunkt unseres Behandlungsangebotes: Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen, Schulabsentismus, Aufmerksamkeits- und Lernstörungen, soziale Beziehungsstörungen zu Gleichaltrigen (Mobbing), aggressive und impulsive Verhaltensstörungen sowie schwere intrafamiliäre Konfliktsituationen (z.B. nach Trennungen oder Traumatisierungen). Suchterkrankungen oder seelische Belastungen mit Selbst- und Fremdgefährdung bedürfen dagegen in aller Regel einer vollstationären Behandlung.

Auch wenn die Gründe, die zu einer Behandlung in der Tagesklinik geführt haben, bei allen Familien unterschiedlich sind, so gibt es häufig auch viele Gemeinsamkeiten. Es hilft zu erleben, dass andere Familien auch Sorgen haben, und dies macht es leichter, gemeinsam nach Lösungen zu suchen und diese zu erproben.

Wir geben den Familien in der MFT den Raum, sich gegenseitig zu helfen und bieten an, Verhalten zu verstehen und in neue Zusammenhänge zu bringen. Dies geschieht in wöchentlichen Treffen mit der Gruppe der Patienten und ihren Eltern/Erziehungberechtigten auf Augenhöhe und in respektvoller Atmosphäre.

Auf der Kinderstation steht die Familie deutlich im Mittelpunkt der Behandlung. Dafür werden die Kinder an drei Tagen in der Woche von einem Elternteil in der Therapie begleitet. In dem systemisch ausgerichteten Therapiekonzept, das tiefenpsychologische und verhaltenstherapeutische Bausteine mit einschließt, wird der positive kommunikative Austausch zwischen Eltern und Kind u.a. durch Eltern-Kind-Interaktionstherapien und multi-familientherapeutische Gruppen gefördert. In dem hoch strukturierten Tagesablauf ist neben den umfangreichen therapeutischen Bausteinen mit Kunst- und Mototherapie auch Platz für pädagogisch geführte Spielzeiten mit viel Bewegung- auch im Freien - und kreative Lern- und Förderangebote.

Mehr Infos gibt es in unserer Willkommensmappe

Auf der Jugendstation arbeiten wir mit und an der Eigenmotivation unserer Patienten und stellen die Autonomieentwicklung und individuell zugeschnittene Einzeltherapien verstärkt in den Fokus. Im Rahmen von Gruppentherapien und erlebnispädagogischen Angeboten wird auf eine positive Gruppendynamik hingewirkt. Körperliche Aktivierung wird großgeschrieben. Die Integration des Familiensystems und darüber hinaus sozialen Bezugssystems hat dabei auch auf der Jugendstation einen hohen Stellenwert. Im Rahmen von engem Alltagsaustausch mit den Eltern, regelmäßigen familientherapeutischen Gesprächen und einer verbindlichen wöchentlichen Multi-Familien-Therapie bildet sich die Wichtigkeit der familiären Dynamik ab. Bei Bedarf kommen individuelle Eltern-Kind-Interaktionstherapien und pädagogische Elternberatungen zum Einsatz. 

Mehr Infos gibt es in unserer Willkommensmappe

Durch unser aktuell neu eingeführtes FiSch (Familie in Schulen)-Projekt im Rahmen der tagesklinischen Behandlung, bei dem ein Elternteil das Kind oder den Jugendlichen an einem Vormittag pro Woche in die Schule begleitet, legen wir einen besonderen Fokus auf schulische Problematiken. Gefördert werden eine positive Kommunikation und ein besseres Verständnis zwischen Eltern und Kindern sowie auch zwischen Eltern und Lehrern. Dieses Projekt wird in Kooperation mit der Helen-Keller-Schule umgesetzt.

Oberärztin
Dr. med. Antje Herbst

Assistenzärzte
Dr. med. Svenja Niederstrasser
Kristin Köppen

Psychologen
Verena Landwehr

Kunsttherapie 
Kay Susanne Strothe

Körper- und Bewegungstherapie 
Christina Baumeier
Alexander Hetke

Stationsleitung Kinderbereich und Jugendbereich
Erika Falk
Sebastian Hörmann (stv.)

Klinischer Sozialdienst
Petra Gerding

sowie ein Team aus Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflegern, Sozialpädagogen/Sozialarbeitern, Fachkrankenpflegern für Psychiatrie und Kindheitspädagogen.

 
 
 
 

Kontakt

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie

Tagesklinik Roxel, (Außenstelle)

Schelmenstiege 1, 48163 Münster

Sekretariat
T +49 251 83-56673
F +49 251 83-52275
kipsych(at)­uni-muenster(dot)­de

Mo-Do: 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Fr: 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr