Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie

Tagesklinik Roxel

Wer wird aufgenommen?

Die familienorientierte tagesklinische Behandlung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 - 17 Jahren erfolgt in unserer Tagesklinik in zwei organisatorisch und therapeutisch getrennten Gruppen: 
In der Kindergruppe werden Grundschulkinder zwischen 6 und 11 Jahren aufgenommen, es gibt 6-7 Behandlungsplätze. 
In der Jugendlichengruppe werden Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren aufgenommen, es gibt ebenfalls 6-7 Behandlungsplätze.

Wie sieht das Konzept der Tagesklinik Roxel aus?

Es steht jeweils ein multiprofessionelles Team zur Verfügung, welches Therapeut/innen mit unterschiedlichen Professionen und Arbeitsschwerpunkten vorweist: 
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, systemische Familientherapie, Kunsttherapie, Körpertherapie, Motopädie und Heilpädagogik. Der Tag beginnt um 8:30 Uhr mit Begrüßung und Schulstunden, die hier vorort abgehalten werden.
Insbesondere im Rahmen der Behandlung der Kinder im Grundschulalter haben wir zusätzlich den Ansatz der Multifamilientherapie, d.h. die gleichzeitige Therapie mehrerer Familien und ihrer Kinder. Dadurch werden heilsame Kräfte aus den jeweiligen Familiensystemen wirksam genutzt, die für Kinder und Eltern gewinnbringend sein können. Die tägliche Anwesenheit eines Elternteils zum gemeinsamen Mittagessen und am Nachmittag bis zum Ende des Behandlungstages gegen 16:30 Uhr ist für die Kindergruppe sinnvoll und eine nützliche Voraussetzung den therapeutischen Prozeß effektiv zu gestalten.
Die tägliche Beschulung (Helen-Keller-Schule Münster) ist gleichwohl ein wichtiger Baustein innerhalb der Tagesklinik in Roxel, für jede Gruppe steht eine kompetente Lehrerin zur Verfügung. Die meisten unserer Patientinnen und Patienten haben schwierige Phasen in ihrer Herkunftsschule erlebt oder brauchen spezifische Unterstützung, um die vorhandenen individuellen Ressourcen wieder  nutzen zu können. Der Übergang in eine alters- und entwicklungsgerechte Schule, die nicht über- oder unterfordert ist ein wichtiges Ziel, genau so wie Strukturierung der Freizeit, die sich an den Talenten und Ressourcen der Persönlichkeit orientieren sollte.

Für wen sind wir da?

Wir behandeln typische Entwicklungsstörungen des Kindes- und Jugendalters. die mit Ängsten, Depressivität, Beziehungsstörungen zu Gleichaltrigen, Aufmerksamkeits- und Lernstörungen im schulischen Kontext, Bindungsstörungen, Selbstfindungsstörungen, Identitäts- und Selbstwertkrisen bei Jugendlichen und anderen Verhaltensauffälligkeiten, die zu Defiziten im Kontakt mit anderen Kindern oder Jugendlichen führen.
Ausnahmen sind akute Gefährdungssituationen (Suizidalität, Psychose, Sucht), die unter Umständen eine vollstationäre Therapie oder eine spezifische Fachklinik erforderlich machen.

Oberärztin
Frau Dr. med. Herbst

Psychologin
Frau Edeler

Psychologe
Herr Dr. phil. Mayer

Kunsttherapeutin, grad. im DFKGT
Frau Strothe

Körpertherapeutin
Frau Serrano Minar

Musiktherapeut
Herr Hoppert

Stationsleitung Kinderbereich und Jugendbereich
Frau Falk

Sowie ein weiteres Team aus Krankenpflegern, Kinderkrankenpflegern, Erziehern und Heilpädagogen.