Unsere Forschungsprojekte

Der Forschung kommt in unserer Einrichtung ein hoher Stellenwert zu. Durch die Teilnahme an multizentrischen klinischen Studien unseres Faches leisten wir unseren Beitrag zur Verbesserung der Therapieoptionen bei unterschiedlichen Leukämien, dem Malignen Lymphom und dem Multiplen Myelom. In mehreren Arbeitsgruppen widmen wir uns darüber hinaus eigenen Forschungsschwerpunkten.
grundlagenwissenschaftliche Forschung

Wie läßt sich die GvHD spezifischer diagnostizieren und behandeln?

Häufiges Symptom einer GvHD sind Darmentzündungen. Trotz engmaschiger Kontrollen wird diese Symptomatik vielfach relativ spät erkannt. Die am Mausmodell durchgeführten Untersuchungen ergaben: Bei transplantierten Mäusen, die auf entzündliche Prozesse hin untersucht wurden, zeigten Entzündungen im Zusammenhang mit einer GvHD zu Beginn nur stellenweise. Die Erkenntnisse zum Verlauf der GvHD-Symptome im Darmbereich sind noch im vorklinischen Stadium, lassen aber schon jetzt wesentlich genauere Diagnoseverfahren erwarten.

Wie kann die Selbsterneuerung leukämischer Stammzellen bei akuter myeloischer Leukämie gestoppt werden?

Immunzellen erkennen leukämische Stammzellen und bauen diese ab, ohne dabei gesunde Zellen mit abzutöten - dies wiesen die Forscher am UKM im Mausmodell nach. Der Angriff des neuen Immunsystems richtet sich nur gegen die leukämischen Zellen, pathologische Folgen für den gesamten Organismus des Wirtes blieben aus. Unter welchen Bedingungen die Immunzelle des Transplantats diese Differenzierung vornimmt, ist Gegenstand dieser Forschungsgruppe, die unter anderem von der José-Carreras-Stiftung unterstützt wird.
Klinische Forschung
Auf Initiative unseres Zentrums hin führen wir in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Dresden eine großangelegte Studie zur Erforschung von Akuten Leukämien durch. Forschungsgegenstand sind die Transplantationsindikationen von Akuter Myeloischer Leukämie (AML) bei erster kompletter Remission und bei Standardrisiko.

Wie lässt sich die Behandlung mit  Strahlen- und Chemotherapie verträglicher gestalten?

Eine multizentrische klinische Studie unter gemeinsamer Leitung von Forschern aus Münster und Dresden untersucht die Möglichkeiten zur Dosisreduzierung der toxischen Therapieregime. Ausgangspunkt der Studie waren Daten von insgesamt 60 Patienten. Die Ergebnisse wurden im Wissenschaftsmagazin „Blood“ veröffentlicht. Mehr Informationen finden Sie hier.