Medizinische Klinik A

Leukämie

Ein Behandlungsschwerpunkt der medizinischen Klinikk A liegt in der Therapie der Erkrankungen aus dem Formenkreis der Leukämien. Bei einer Leukämie handelt es sich um eine bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems.

Hierbei kommt es zu einer unkontrollierten Vermehrung der Blutstammzellen im Knochenmark, wodurch die Bildung gesunder Blutzellen verdrängt wird. In der Folge treten Symptome wie Infektionen, Abgeschlagenheit und erhöhte Blutungsneigung auf.

Je nach Verlauf lassen sich akute und chronische Formen der Leukämien unterscheiden. Während es bei der akuten Leukämie meist innerhalb weniger Wochen zu lebensbedrohlichen Blutveränderungen kommt, vergehen bei den chronischen Formen häufig mehrere Monate, gelegentlich auch Jahre bis zur Diagnosestellung.
Darüberhinaus werden die Leukämien entsprechend der Herkunft der bösartig veränderten Zellen unterteilt. Bei der akuten bzw. der chronischen myeloischen Leukämie geht die Erkrankung von den Vorläuferzellen der Erythrozyten (rote Blutzellen); Thrombozyten (Blutplättchen) und Granulozyten/Monozyten (eine Fraktion der weißen Blutzellen) aus. Die akute und die chronisch lymphatische Leukämie dagegen resultiert aus einer krankhaft veränderten Vorläuferzelle der Lymphozyten (eine zweite Fraktion der weißen Blutzellen).

Wichtigster Behandlungsansatz bei Leukämien ist die medikamentöse Therapie (Chemotherapie). Ziel ist es, die Leukämiezellen durch Gabe von Zellgiften, sogenannten zytostatischen Substanzen, zu zerstören. Durch diese Art der Therapie wird der Anteil an bösartigen Zellen im Knochenmark reduziert (partielle Remission), häufig ist eine vollständige Rückbildung der Erkrankung möglich (komplette Remission).

Die Knochenmarktransplantation gilt heute als eine sehr wirkungsvolle Therapie im Kampf gegen bestimmte Formen der Leukämie. Dabei wird das mit Leukämiezellen durchsetzte Knochenmark durch eine hochdosierte Chemotherapie dauerhaft zerstört und anschließend Knochenmarkzellen eines Spenders auf den Patienten übertragen, die dann neue funktionstüchtige Blutzellen bilden.

Ein großes Problem der zytostatischen Chemotherapie besteht darin, dass die Substanzen nicht zwischen Leukämiezellen und den gesunden Zellen des Körpers unterscheiden können. Daraus resultieren die unterschiedlichen Risiken und teilweise ebenfalls lebensbedrohliche Komplikationen, die eine Chemotherapie mit sich bringen kann. Durch intensive Forschung konnten in den letzten Jahren Medikamente entwickelt werden, die ganz gezielt in die Steuerung der Krebszellen eingreifen und somit deren Vermehrung hemmen können. Ein sehr erfolgreiches Beispiel hierfür ist der Wirkstoff Imatinib, der in der Behandlung selbst fortgeschrittener Stadien der chronisch myeloischen Leukämie sehr effektiv eingesetzt wird.

In unserer Klinik werden die überwiegende Anzahl der Patienten mit Leukämie im Rahmen verschiedener Studien behandelt. Ziel dieser Studien, die in Kooperation mit anderen hämatologisch-onkologischen Zentren in Deutschland und der ganzen Welt durchgeführt werden, ist es, die Sicherheit und Effizienz neuer Substanzen und Therapieregime zu überprüfen und somit langfristig die Therapie der Leukämie weiter zu verbessern.

 
 
 
 

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