Medizinische Klinik A

Peptid-basiertes Vaskuläres Tumor Targeting (Leitung: Prof. Dr. med. Wolfgang E. Berdel, Dr. rer. nat. Christian Schwöppe, Prof. Dr. med. Rolf Mesters)

Ziel dieses Projektes ist ein selektiver Verschluss von Tumorgefäßen durch gezielte Gewebefaktor-induzierte Aktivierung der Blutgerinnung mit anschließender Thrombosierung und Tumornekrose. Ein Ansatz stellt die Verwendung von Fusionsproteinen dar, welche aus der extrazellulären Domäne des gerinnungsaktivierenden Gewebefaktors (truncated tissue factor, tTF) sowie einem Peptidliganden (z.B. NGR bzw. RGD) bestehen. Letzterer ermöglicht die präferentielle Bindung des Proteins an Oberflächenproteine der Tumorendothelien. Mit Hilfe von in vivo Experimenten an Tumor-tragenden Nacktmäusen konnte die Wirkung der Fusionsproteine tTF-RGD und tTF-NGR eindeutig nachgewiesen werden. Das Wachstum verschiedener Xenotransplantate menschlicher Tumoren konnte nach Behandlung mit den tTF-Fusionsproteinen signifikant gehemmt werden. Darüber hinaus wurde nicht nur die Thrombenbildung in histologischen Untersuchungen belegt, sondern ebenfalls der reduzierte Blutfluss in behandelten Tumoren mit Hilfe von Kontrast-verstärktem MRI (magnet resonance imaging).

Ziel dieses Projektes ist es, die antivaskuläre Wirkung von tTF-Fusionsproteinen nicht nur im murinen, sondern auch im humanen System mit Hilfe funktioneller Bildgebung besser verfolgen und beurteilen zu können (Wirkung, Pharmakokinetik, Biodistribution, Nebenwirkungen, Einfluss auf Metastasierung etc.). Hierzu wird momentan die Herstellung/Reinigung des rekombinanten tTF-NGR-Fusionsproteins für eine klinische Phase I Studie etabliert. Eine Reinraumanlage sowie das notwendige Equipment zur Herstellung unter GMP-Bedingungen stehen zur Verfügung.

 
 
 
 

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