Medizinische Klinik A

Informationen über Lungenerkrankungen

Im Folgenden finden Sie einige Erläuterungen zu häufigen Lungenerkrankungen. Wir stehen Ihnen gerne für weiteren Informationen und spezifische Beratungen zur Verfügung.

Bösartige Erkrankungen der Lunge, des Rippenfells und des Thorax

Von den bösartigen Erkrankungen des Thorax ist der Lungenkrebs (Lungenkarzinom, alte Bezeichnung: Bronchialkarzinom) die bei weitem häufigste Krebserkrankung. Lungenkrebs ist in Deutschland mit jährlich über 40 000 Sterbefällen die vierthäufigste Todesursache und die häufigste Krebstodesursache. Der Krebszellen entwickelt sich aus geschädigten Lungenzellen (z.B. der Schleimhaut der Atemwege oder der Zellen in den Lungenbläschen), die sich unkontrolliert vermehren und somit das gesunde Gewebe der Lunge zerstören.

Rauchen ist mit weitem Abstand die häufigste Ursache für Lungenkrebs. Lungenkrebs wird in der Mehrzahl der Fälle zu spät erkannt. Im Anfangsstadium verursacht der Lungenkrebs keine Beschwerden, und selbst im fortgeschrittenen Stadium liegen oftmals keine Symptome vor. Lungenkrebs wird daher nicht selten per Zufall bei einer Röntgenuntersuchung, zum Beispiel im Rahmen einer Vorbereitung für einen medizinischen Eingriff, entdeckt. Erkältungsbeschwerden wie Husten, Brustschmerzen, Abgeschlagenheit oder Appetitlosigkeit können auch auf einen Lungenkrebs hindeuten. Erkrankungen der Atemwege, die länger als zwei Wochen anhalten, sind bei allen Personen über 40 Jahre immer verdächtig auf das Vorliegen einer bösartigen Erkrankung und sollten immer von einem Lungenfacharzt abgeklärt werden.

Zu den Diagnoseverfahren bei Lungenkrebs gehören neben der speziellen körperlichen Untersuchung und Laboruntersuchungen eine Lungenfunktionsdiagnostik, eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie), eine Bildgebung der Lunge (Röntgenaufnahme bzw. Computertomographie des Thorax) und eine nuklearmedizinische PET-CT-Untersuchung, mit der stoffwechselaktive und damit tumorverdächtige Areale überall im Körper erkannt werden können.

Die Art der Therapie hängt vor allem vom Tumorstadium ab. Die Therapieentscheidung sollte daher unter Berücksichtigung des Allgemeinzustandes der Patienten interdisziplinär zwischen Lungenspezialist (Pneumologe), Thoraxchirurg, Strahlentherapeut und Krebsspezialist (Onkologe) getroffen werden. Lungenkrebs ist nur im Frühstadium heilbar, hier ist die Lungenoperation mit vollständiger Entfernung des Tumor und umliegenden Arealen notwenig. Leider liegt bei Erstdiagnose häufig bereits eine fortgeschrittene Erkrankung vor, bei der nur noch in Ausnahmefällen eine Heilung möglich ist. Bei einer fortgeschrittenen Erkrankung wird, neben anderen Therapieverfahren, vor allem eine Chemotherapie durchgeführt. Seit einigen Jahren stehen für bestimmte Tumorunterarten zusätzlich Medikamente zur molekular zielgerichteten Therapie zur Verfügung, wie z.B. der Hemmung des EGF-Rezeptors, der in Lungenkrebszellen in genetisch veränderter Form vorliegen kann.

Obstruktive Erkrankungen der Atemwege

Das Wort obstruktive Lungenerkrankungen beschreibt eine Lungenerkrankung, die durch verengte Atemwege (Bronchien) gekennzeichnet ist. Obstruktive Lungenerkrankungen sind sehr häufig. Hierzu zählen das Asthma bronchiale (einschließlich allergischem Asthma bronchiale), die COPD (engl.: chronic obstructive pulmonary disease; chronisch obstruktive Lungenerkrankung) und das Lungenemphysem.

Asthma bronchiale ist eine Erkrankung, bei der die Schleimhaut in den Atemwegen dauerhaft entzündet ist. Deswegen reagieren die Atemwege überempfindlich auf Reize, die gesunde Menschen gar nicht oder kaum wahrnehmen. Unspezifische Reize (z.B. Kälte) oder eingeatmete Allergene (z.B. Baumpollen) führen dazu, dass sich die Muskeln in den Bronchialwänden verkrampfen. Die Bronchien verengen sich, es kommt zur Atemnot und zusätzlich zur Produktion von zähem Schleim, der nur schwer abgehustet werden kann. Neben der Atemnot äußert sich Asthma in pfeifenden Geräuschen beim Ausatmen und Husten mit einem zähen schleimigen Auswurf. Bei Kindern kann es zu einem trockenen, schmerzhaften Husten kommen. Viele Betroffene klagen auch über beklemmende Engegefühle in der Brust. Beim Verdacht auf Asthma ist die Lungenfunktionsdiagnostik die wichtigste Untersuchung. Dank des medizinischen Fortschritts können die meisten Asthmapatienten beschwerdefrei leben.

Vom Asthma bronchiale abzugrenzen ist die chronische (obstruktive) Bronchitis (COPD), bei der der Schutzmechanismus der Bronchialschleimhaut nicht mehr richtig funktioniert. Die Schleimhaut ist dauerhaft überreizt und produziert verstärkt ihr Sekret. Die Lunge reagiert mit Husten, um den Schleim hinaus zu befördern. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine Bronchitis chronisch, wenn es über zwei Jahre lang in mindestens drei Monaten pro Jahr zu Husten mit schleimigem Auswurf kommt.

Bei fortschreitender COPD, aber auch beim Asthma, kann ein Lungenemphysem entstehen. Beim Lungenemphysem werden die Lungenbläschen (Alveolen), in denen es zum Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid kommt, teilweise zerstört. Zusätzlich staut sich die Luft in den Lungen, so dass diese sich allmählich aufbläht. Die gestaute Luft erhöht beim Ausatmen den Druck auf die Atemwege, die in sich zusammenfallen und zu Atemnot führen.

Eine seltene Ursache einer COPD bzw. eines Lungenemphysems ist der Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (AAT-Mangel). Hierbei handelt es sich um eine erbliche Stoffwechselerkrankung, bei der durch den AAT-Mangel ein unkontrollierter Eiweißabbau von Enzymen das Lungen- und Lebergewebe schädigt. Neben der Ausbildung eines Lungenemphysems kann der AAT-Mangel auch eine Leberzirrhose hervorrufen. In Deutschland kommt der AAT-Mangel ähnlich häufig wie die Mukoviszidose vor und gehört zu den häufigsten Erbkrankheiten, ca. 10.000 Menschen sind hier betroffen Eine schnelle und zuverlässige Blutuntersuchung (eine Blutentnahme am Ohrläppchen ist ausreichend) klärt, ob ein Mensch die erbliche Veranlagung für den AAT-Mangel in sich trägt. Nicht alle Patienten mit einem AAT-Mangel entwickeln eine COPD, wobei bei Rauchern mit AAT-Mangel die Erkrankung deutlich häufiger und früher ausbricht. Bei frühzeitiger Diagnose kann das weitere Fortschreiten der Lungenerkrankung durch Infusion von Alpha-1-Antitrypsin abgemildert werden.

Die COPD bzw. das Lungenemphysem sind nicht heilbar, da die Verengung der Bronchien in Folge der COPD (im Unterschied zum Asthma) nur wenig wieder rückgängig zu machen ist. Eine frühe Diagnose ist daher sehr wichtig. Dabei helfen regelmäßige Lungenfunktionstests und die Bildgebung der Lunge. Der Verlauf einer COPD kann nur aufgehalten oder verlangsamt werden. Von besonderer Bedeutung ist die rechtzeitige und gründliche Behandlung von Krankheitsschüben. Die Behandlung von COPD ist eine Langzeittherapie, die durch Umstellung der Lebensweise und physikalische Therapie positiv beeinflusst werden kann. Rauchentwöhnung, gesunde Ernährung und gezieltes sportliches Training können die körperliche Belastbarkeit wieder steigern.

Lungenfibrose

Lungenfibrose ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen des Lungengewebes, die zu einem narbigen Umbau des Lungengerüstes führen. Die Lungenfibrose beginnt mit einem entzündlichen Prozess in den Lungenbläschen (Alveolen). Dieser führt dazu, dass sich das Bindegewebe zwischen den Lungenbläschen krankhaft vermehrt. Mit der Zeit verhärtet das Gewebe, es entsteht eine narbenartige Struktur. Lungenfibrose bedeutet übersetzt „Narbenlunge“. Die verhärtete Lunge dehnt sich nicht mehr so gut und der Körper benötigt mehr Kraft für die Atmung. Der Sauerstoffaustausch wird dadurch beeinträchtigt, so dass die körperliche Leistungsfähigkeit abnimmt. Ein starker Sauerstoffmangel im Blut zeigt sich durch bläuliche Verfärbungen von Fingern, Lippen oder Zunge. Asbest oder andere Staubbelastungen (z.B. Vogelstaub) können die Ursachen für Lungenfibrosen sein. Bei anderen Formen der Lungenfibrose ist die Ursache unbekannt, dann wird von einer idiopathischen Lungenfibrose gesprochen. Eine Lungenfibrose kann nicht mehr rückgängig gemacht, sondern nur aufgehalten oder verlangsamt werden.

Pulmonale Hypertonie (Lungenhochdruck)

Patienten mit Pulmonaler Hypertonie leiden am Bluthochdruck in den Blutgefäßen des Lungenkreislaufs. Bei Gesunden ist der Blutdruck im Lungenkreislauf in Ruhe und unter Belastung niedrig, so dass das sauerstoffarme Blut vom rechten Herzen ohne großen Widerstand durch die Lunge in das linke Herz gepumpt werden kann. Bei Lungenhochdruck wird zwischen primärer und sekundäre Hypertonie unterschieden. Die primäre Pulmonale Hypertonie ist sehr selten und die Ursachen sind unbekannt. Demgegenüber tritt die Sekundäre Pulmonale Hypertonie als Folgeerkrankungen anderer Grunderkrankungen (z.B. COPD und Lungenemphysem, Lungenfibrose, Lungenembolie, Erkrankungen der Schilddrüse oder Herzfehler) wesentlich häufiger auf. Durch diese Grunderkrankungen wird das Lungengewebe geschädigt oder der Blutfluss durch die Lunge behindert. Der Sauerstoffaustausch wird gestört und die Blutzufuhr in den betroffenen Lungenabschnitten durch Verengung der Gefäße herunterreguliert. Durch den so verminderten Lungengefäßquerschnitt erhöht sich der Blutdruck in den Blutgefäßen des Lungenkreislaufs.

Die ersten Anzeichen einer Pulmonalen Hypertonie sind unspezifisch, so dass die Krankheit oft zu spät erkannt und behandelt wird. Schreitet die Erkrankung voran, klagen Betroffene über Müdigkeit, Kreislaufstörungen, Engegefühl in der Brust, Herzstolpern oder Schwindel. Im Spätstadium kommt es zu einer stark eingeschränkten körperlichen Leistungsfähigkeit.

Die Lungenfunktionsdiagnostik, Veränderungen im EKG (Elektrokardiogramm), die Ultraschalluntersuchungen des Herzens und die Bildgebung der Lunge geben wichtige Hinweise auf das Vorliegen einer Pulmonalen Hypertonie. Die endgültige Diagnose wird durch eine Katheteruntersuchung des rechten Herzens und des Lungenkreislaufes gestellt. Durch den Medizinischen Fortschritt der letzten beiden Jahrzehnte stehen mittlerweile wirksame Therapien zur Verfügung.

Lungenentzündung (Pneumonie)

Verschiedener Erreger (Bakterien, Viren oder Pilze) können Lungengewebe infizieren. Von einer Lungenentzündung wird gesprochen, wenn die tiefen Lungenabschnitte, d.h. die Lungenbläschen und das dazwischen liegende Bindegewebe, von Erregern befallen werden. In Deutschland ist die Lungenentzündung die tödlichste Infektionskrankheit. Bei rechtzeitiger Erkennung und Behandlung heilt eine Lungenentzündung in den meisten Fällen folgenlos aus.

Die häufigsten Erreger der Lungenentzündung sind die Pneumokokken, die vermehrt in der kalten Jahreszeiten auftreten. Bevorzugt sind Menschen mit geschwächtem oder noch nicht ausgebildetem Immunsystem betroffen – Kinder, ältere und kranke Menschen. Weitere Risikogruppen sind Patienten mit einer chronischen Herzerkrankung, erhöhtem Blutzucker (Diabetes mellitus), HIV-Infizierte, Alkoholkranke und Personen, die mit einer Chemo- oder Strahlentherapie behandelt werden.

Eine Lungenentzündung kann sich unterschiedlich äußern. Häufig sind die Symptome, zumindest zu Beginn der Erkrankung, denen eines grippalen Infekts ähnlich, so dass eine Lungenentzündung leicht verkannt werden kann. Die Krankheitszeichen hängen vom Gesundheitszustand des Betroffenen und vom Erreger ab. Typische Symptome sind hohes Fieber, Schüttelfrost, Husten und Atemnot. Beim Atmen und Husten können Schmerzen in der Brust auftreten, besonders, wenn das Rippenfell betroffen ist. Beim Abhören der Lunge (Auskultation) verursacht das angeschwollene Lungengewebe und der vermehrte Schleim in den Atemwegen charakteristische Rasselgeräusche. Die Bildgebung der Lunge zeigt eine Verschattung des betroffenen Lungenabschnitts und sichert die Diagnose. Die Therapie mit Antibiotika sollte durch einen spezialisierten Arzt erfolgen.

Zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen zählt eine gesunde Lebensführung. Für Risikogruppen empfiehlt das Robert-Koch-Institut eine jährliche Grippeschutzimpfung und in Intervallen zusätzlich eine Pneumokokken-Schutzimpfung. Schutzimpfungen verhindern zwar eine Infektion nicht vollständig, können aber den Krankheitsverlauf erheblich abmildern.

Mukoviszidose (Zystische Fibrose)

Die Mukoviszidose (Zystische Fibrose) ist eine erbliche Stoffwechselerkrankung, die durch Veränderung eines Gens auf dem Chromosom 7 verursacht wird. Das Gen, das den Transport von Chlorid und Natrium in den Schleimdrüsen reguliert, ist defekt. Neben den Bronchien sind die Bauchspeicheldrüse, der Dünndarm, die Speichel- und Schweißdrüsen sowie die Samenleiter betroffen. Der von den Schleimdrüsen produzierte zähe Schleim verstopft die Organe und ist Namengeber der Erkrankung (mucus (lat.): Schleim; viscidus (lat.): zäh). Zumeist sind die Atemwege und der Magen-Darm-Trakt am stärksten betroffen. Der Schleim verstopft die Atemwege, so dass die Patienten sehr viel husten und unbehandelt sehr häufig an Bronchitis und Lungenentzündung erkranken. Die Mangelernährung wird durch die unzureichende Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen im Magen-Darm-Trakt hervorgerufen.

Die Mukoviszidose gehört zu den häufigsten erblich bedingten Stoffwechselkrankheit in Deutschland. Etwa jeder 25. Mensch in Deutschland ist Genträger, aber nur wenn beide Eltern den Gendefekt an ihr Kind weiter vererben, bricht die Krankheit beim Kind aus. In Deutschland sind zwischen 8.000 und 10.000 Kinder und Erwachsene von dieser unheilbaren Erkrankung betroffen. Der medizinische Fortschritt hat allerdings dazu geführt, dass die Krankheit inzwischen immer besser behandelt werden kann. Durch verbesserte Früherkennung im Kindesalter und früh beginnende, konsequente Therapie steigt laut der Mukoviszidose e.V., dem Bundesverband Selbsthilfe bei Zystischer Fibrose, die Lebenserwartung der Betroffenen zunehmend. Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte bei hartnäckigem Durchfall, Unterernährung, Wachstumsverzögerungen, ständigem Husten, wiederholten Lungenentzündungen und salzig schmeckender Haut immer auch an eine Mukoviszidose gedacht werden.

Zum Mukoviszidosezentrum des UKM:

http://www.klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=8317

Schlafapnoe-Syndrom

Das Schlafapnoe-Syndrom (SAS) ist ein Krankheitsbild, welches durch Atemstillstände über 10 Sekunden während der Schlafphasen charakterisiert ist. Ursächlich unterscheidet man zwischen Schlafapnoe-Syndromen mit und ohne Einengung (Obstruktion) der oberen Atemwege. Im klinischen Alltag überwiegen jedoch Mischformen, die unter anderem durch Alkohol, Übergewicht und Medikamente begünstigt werden. Als Folge eines Schlafapnoe-Syndroms kommt es zu einer ausgeprägten Tagesmüdigkeit bis hin zum plötzlich auftretenden Einschlafzwang.

Das SAS  mit Obstruktion der oberen Atemwege ist gekennzeichnet durch einen Tonusverlust der Pharynxmuskulatur und ist sehr häufig vergesellschaftet und mitverursacht durch Nasenpolypen, Septumdviation, Tonsillenhyperplasie oder Makroglossie. Das SAS  ohne Obstruktion der oberen Atemwege ist auf eine Störung des zentralen Atemantriebs zurückzuführen oder eine eine neuromuskuläre Erkrankungen zurückzuführen, die zu einer alveolären Hypoventilation führt.

Eine Vielzahl von Atemstillständen führt zu einer reduzierten Sauerstoffversorgung, die wiederum zu mehrfachen Aufweckreaktionen führt, die jedoch häufig von den Patienten nicht bemerkt werden. Stattdessen wird der Organismus in einen erhöhten Alarmzustand („micro-arousal“) versetzt, was sich wiederum negativ auf Schlafqualität und Nachterholung auswirkt. Als Resultat aus fehlendem Erholungswert und erhöhter körperlicher Alarmbereitschaft kommt es zum Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen, Schnarchen, Tagesmüdigkeit, Stimmungsschwankungen,  Schlaf- und Konzentrationsstörungen oder gestörter Insulinwirkung.

Hinweise auf das Vorliegen eines Schlafapnoe-Syndroms ergeben sich meist aus den Berichten der Patienten bzw. deren Lebensgefährten. Eine Sicherung der Diagnose ist mittels ambulantem Schlafmonitoring bzw. einer Polysomnographie (Langzeitmessung im Schlaflabor) möglich. Im Rahmen dieser Untersuchungen werden unter anderem die Art der Atemströmung, die Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz sowie Atembewegungen erfasst.

Eine Therapie beinhaltet stets Allgemeinmaßnahmen wie Gewichtsreduktion, Schlafhygiene oder Alkoholverzicht. Die spezifische Therapie wird mit individuell angepassten Überdruck-Beatmungsgeräten (CPAP-Beatmung zum Offenhalten der Atemwege) durchgeführt. Alternative Behandlungsverfahren können beispielsweise in Schienungsverfahren oder einer operativen Erweiterung des Nasenrachenraumes bestehen.