Medizinische Klinik B für Gastroenterologie und Hepatologie

Foto UKM-Zentralklinikum

Unsere Forschungsprojekte

Als universitäre Einrichtung messen wir der Forschung selbstverständlich einen hohen Stellenwert bei. An dieser Stelle seien einige unserer breitgefächerten Forschungsaktivitäten genannt.

  • Charakterisierung von intestinaler Fibrose und Entzündung mittels neuartiger optischer Verfahren
  • Diagnostische Bildgebung von Colitis und colorektalem Carcinom in murinen Modellen
  • microRNAs bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen – Evaluation von Funktion und ihrer Rolle als potentieller Biomarker
  • Stellenwert von Lipidmediatoren im Kontext intestinaler Entzündung
  • Opportunistische virale Infektionen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Infos zu unserem GMI-Labor

Laborleiter GMI-Labor
Prof. Dr. med. Dominik Bettenworth
dominik.bettenworth(at)­ukmuenster(dot)­de


 

  • Klinisch-diabetologische Fragestellungen (therapeutische Interventionsstrategien, Telemedizin)
  • Ernährungsmedizinische Interventionen in speziellen Situationen
  • Gastroenterologische Fragestellungen (bei Gastroparese)
  • Abklärung des Hormonstatus

  • Endosonographie des oberen GI-Traktes
  • Bildgebung im pankreato-biliären System
  • Neue endoskopische Techniken (u.a. dynamische holographische Endoskopie, endoskopische Antirefluxtherapie, ballonassistierte Enteroskopie, transnasale Endoskopie)
  • Screening des kolorektalen Karzinoms


Das Forschungskonzept der Experimentellen Transplantationsmedizin hat seinen Schwerpunkt in der Grundlagenforschung zu entzündlichen Prozessen von Leber, Pankreas und Dünndarm. Ein Ziel ist, innovative Therapieverfahren, wie zellbasierte Therapien, bei genetisch bedingten Erkrankungen, Entzündungskrankheiten der Leber, des Pankreas und Dünndarms zu entwickeln.

Grundlagenforschung

Ein Aspekt der Arbeiten ist die Frage, inwieweit adulte Stammzellen, für die es bereits eine große Erfahrung in der klinischen Anwendung gibt (u.a. Knochenmark oder Nabelschnurblut), für eine Therapie gastrointestinaler Erkrankungen herangezogen werden können. Auch werden in diesen Ansätzen adulte Zellen verwendet, die nach Reprogrammierung und Differenzierung hergestellt werden (sog. induzierte pluripotente Stammzellen, iPS). Im Vordergrund der Untersuchungen stehen neben der Charakterisierung der molekularen Vorgänge auch sicherheitsrelevante Aspekte, die für eine mittelfristige Einführung der neuen Verfahren in die Klinik wichtig sind. Die Verbindung von Zelltherapie und nanotechnologischer Verfahren wird zur Steigerung der Therapieeffizienz einbezogen.

Angewandte Forschung

Die Diagnose von Seltenen Erkrankungen ist oftmals schwierig, da die Symptomatik komplex und patientenspezifisch ist. Die molekulare Analyse der Erbinformation repräsentiert hier einen wertvollen Bestandteil der Diagnose. Für Erkrankungen, wie die Familiäre Transthyretin Polyneuropathie (FAP) oder auch M. Wilson, stehen Zellen, wie u. a. Hepatozyten, für eine experimentelle Erforschung der Pathogenität nur eingeschränkt zur Verfügung. Die Untersuchung von Zellmodellen, die in vitro durch transgene Expression erzielt werden kann, ist ein Bestandteil der Forschungen. Mithilfe von innovativen Technologien zur Darstellung von stammzellabgeleiteten Zellen könnte zukünftig eine Bewertung der individuellen Pathogenese und eine verbesserte Therapie erreicht werden. Auch die Wirkung/-Nebenwirkung von neuen Wirkstoffen kann mit solchen stammzellbasierten Ansätzen experimentell überprüft werden. Die Transplantation geeigneter Zellen stellt eine interessante Alternative zur Organtransplantation dar.

Interdisziplinäre Forschung

Die Forschung im Bereich der Stammzellbiologie/Regenerativen Medizin und der angewandten Forschung steht in enger Kooperation mit den verschiedenen Forschungsschwerpunkten der Universität Münster, dem Max-Planck-Institut Münster sowie Unternehmen im Bereich der Biotechnologie und soll neue Möglichkeiten des Gewebe- und Organersatzes sowie der Diagnostik eröffnen.

Die translationale hepatobiliäre Forschung  stellt einen integralen Bestandteil unserer Klinik dar, und hilft uns neben der Gewinnung neuer Erkenntnisse auch die Behandlung unserer Patienten stetig zu verbessern. Das Hauptiel der translationalen Hepatologie ist die direkte Übersetzung aktueller Forschungsergebnisse in die Klinik, sodass unsere Patienten von neuen wissenschaftlichen  Erkenntnissen unmittelbar profitieren können. Neben Projekten aus dem Bereich der Endoskopie bei hepatobiliären Erkrankungen  werden auch unterschiedliche innovative bildgebende Verfahren in der Diagnostik hepatobiliärer Erkrankungen evaluiert. Darüber hinaus werden auch nicht-interventionelle Fragestellungen aus dem Bereich der Hepatologie und Transplantationsmedizin (z.B. Mikrobiota-Analysen) beforscht. Wir stehen in engem Austausch mit anderen Forschungseinrichtungen am UKM und auch anderen Forschungszentren weltweit. An dieser Stelle seien einige unserer breitgefächerten Forschungsaktivitäten genannt.

Ansprechpartner

SNPs und deren Einfluss auf Immunsuppressiva Spiegel post transplantationem (Leber)
Ansprechpartner Miriam Maschmeier

Veränderungen der intestinale Mikrobiota in der Transplantationsmedizin
Ansprechpartner Hauke Heinzow

Hämodynamische, molekulare und zelluläre Veränderungen nach Anlage eines Transjugulären Intrahepatischen Portosystemischen Shunts (TIPS) 
Ansprechpartner Fabian Bolte

Biliäre Komplikationen nach Lebertransplantation
Ansprechpartner Iyad Kabar und Hauke Heinzow

Die Diagnostik zirkulierender Tumor-DNA als neuartiger Tumormarker des hepatozellulären Karzinoms mittels NGS
Ansprechpartner Iyad Kabar

Die Rolle von microRNA-Familien in der Pathogenese sowie deren Einfluss auf Prognose und Therapieansprechen beim hepatozellulären und Pankreaskarzinom
Ansprechpartner Iyad Kabar

Gastrointestinale Komplikationen der Leberzirrhose
Ansprechpartner Hauke Heinzow

Das hepatorenale Syndrom
Anprechpartner Hauke Heinzow

Das hepatopulmonale Syndrom
Anprechpartner Iyad Kabar

Team

Arbeitsgruppenleiter:

Prof. Dr. med. Hauke Heinzow (hauke.heinzow(at)­ukmuenster(dot)­de)

Priv.-Doz. Dr. med. Iyad Kabar (iyad.kabar(at)­ukmuenster(dot)­de)

Ärztliche Mitarbeiter:

Dr. med. Anna Hüsing-Kabar

Dr. med. Miriam Maschmeier

Dr. med. Bernhard Schlevogt

Dr. med. Fabian Bolte

Doktoranden:

Nina Steidl, Carolin Völler, Marina Dümke, Eva Wilke, Carina Stenger, Amelie Troschel, David Kara, Christina zu Dohna, Jörn Arne Meier, Gina Katharina Merkel, Nurettin Dogan