Medizinische Klinik B (Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie, Klinische Infektiologie)

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

mit der zunehmenden Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 sind wir gezwungen, unsere Kapazitäten in den Ambulanzen zu reduzieren. Wir möchten Sie bitten, dass Sie nur in dringenden Fällen bei uns in der Ambulanz vorstellig werden. Sollten Sie grippeartige Symptome (insbesondere Fieber und Husten) haben, kontaktieren Sie uns bitte zunächst telefonisch (T 0251 8347661), so dass wir das weitere Prozedere abstimmen können, ohne die anderen Patienten zu gefährden.

Wir bitten um Verständnis.

Die Kassenärztliche Vereinigung hat unter der 116117 eine Patientenhotline für „Corona“ eingerichtet. Hier beraten dann Ärzte Anrufer, die Sorge wegen Corona haben. Anrufer müssen allerdings mit relevanten Wartezeiten rechnen.

Öffentliche Testung durch das Netz der Haus- und Fachärzte (Medis Münster) auf dem UKM-Campus
Seit dem 26. September 2020 übernehmen Haus- und Fachärzte die Testungen in dem Container auf dem UKM-Campus (inklusive der Übermittlung der Testergebnisse). Das UKM führt diese öffentlichen Testungen nicht selbst durch, sondern das Netz der Haus- und Fachärzte (Medis Münster) ist für den gesamten Prozess verantwortlich.

Personen mit Corona-verdächtigen Symptomen, fraglichem Kontakt zu Corona-Infizierten oder roter App-Warnung sowie Reiserückkehrer oder Lehrer*Innen/Erzieher*Innen können unter T 116117 die jeweils zuständige Teststelle und deren Öffnungszeiten erfragen.

Informationen für stationäre Patienten

Angesichts der aktuellen Infektions-Situation in Deutschland führen wir bei allen ambulanten und stationären Patienten eine ausführliche telefonische oder persönliche Anamnese durch. Im Verdachtsfall, bei Patienten aus Risikogebieten und in bestimmten klinischen Bereichen testen wir Patienten vor der Aufnahme oder verlangen die Vorlage eines negativen Testergebnisses.

Bitte beachten Sie: Patienten ohne Covid-19-Symptome mit kurzfristigen Aufnahmeterminen sowie Notfälle werden aufgrund eines fehlenden Testergebnisses nicht abgewiesen.

Bitte beachten Sie: Um unsere Patienten, Mitarbeitenden und Besucher vor einer Infektion zu schützen und die Ausbereitung von SARS-CoV2 einzudämmen, ist in allen Gebäuden des UKM das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes erforderlich.

Für den Besuch des UKM dürfen Sie Ihre eigenen, privaten Masken nutzen. Sollten Sie keine Maske dabei haben, stellen wir Ihnen für Dauer ihres Aufenthaltes im Klinikum an der jeweiligen Pforte einen geeigneten Schutz zur Verfügung.

Das Betreten der Gebäude ist ohne Mund-Nasen-Schutz nicht gestattet.

Besuche eingeschränkt möglich

Auf Grundlage der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalens sind am UKM ab sofort eingeschränkt Besuche für bestimmte Patientengruppen wieder möglich.

- Besuche sind ab dem dritten Behandlungstag des Patienten/der Patientin möglich.

- Es sind maximal zwei Besuche pro Woche mit einer Dauer von maximal einer Stunde vorgesehen.

- Als Besucher dürfen zwei fest benannte Personen empfangen werden. Es darf immer nur eine Person anwesend sein.

- Besuche sind werktags von 15.00 bis 19.00 Uhr, an Wochenenden und Feiertage von 08.00 bis 19.00 Uhr möglich.

- Die Besucher erhalten vom UKM vorab eine Besuchererlaubnis, die zusammen mit dem Personalausweis als Zutrittserlaubnis für das UKM gilt, und am Eingang überprüft wird.

Die Besucherregelung gilt für das Zentralklinikum sowie alle externen Kliniken. Ausnahmen werden lediglich für die Geburtshilfe, die Pädiatrie, für die Palliativstationen sowie – nach Absprache mit den verantwortlichen Ärztinnen und Ärzten – für schwerstkranke Patienten zugelassen. Bitte haben Sie Verständnis, dass es für einzelne Bereiche abweichende Vorgaben geben kann. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie wird diese Regelung regelmäßig geprüft und angepasst. Bitte beachten Sie außerdem: Der Zugang zum Zentralklinikum ist NUR über die Haupteingänge Ost und West auf Ebene 04 möglich.

Hinweis zu unseren Ambulanzen und Sprechstunden

Liebe Patientin, lieber Patient,

wenn Sie in den kommenden Tagen einen Termin in einer unserer Ambulanzen haben, melden Sie sich bitte vorab, wenn

- bei Ihnen folgende Symptome bestehen: Fieber, Halsschmerzen und/oder Schluckstörungen, Husten, Atemnot, Geschmacks- oder Geruchsverlust, allgemeine Abgeschlagenheit und/oder Leistungsverlust, soweit nicht durch eine bestehende Vorerkrankung erklärbar, Magen-Darm-Symptome, starken Schnupfen

- Sie Kontakt zu einer SARS-CoV-2 positiven Person hatten

- oder positiv auf Coronavirus getestet wurden.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Kommen Sie bitte nicht in unsere Ambulanzen, wenn Sie unsicher sind, ob Sie von COVID19 betroffen sind.


Vielen Dank!

Differenzierte Patientenversorgung

Angesichts unseres breiten medizinischen Spektrums gibt es innerhalb unserer Klinik natürlich eine weitere Differenzierung innerhalb der Patientenversorgung.

Lebererkrankungen

Die Versorgung von Patienten mit Chronischer Leberwerterhöhung (Hepatitis) ist ein Schwerpunkt der Hepatologie an unserer Klinik. Neben der medikamentösen Behandlung der unterschiedlichen Leberentzündungen legen wir großen Wert auf eine ernährungsmedizinische Beratung und Begleitung unserer Patienten. Wir halten in unserer Klinik ein fundiertes Fachwissen zu Folgeerkrankungen der Leberentzündung wie z.B. Leberzirrhose, Krampfaderbildung in der Speiseröhre oder Leberzellkarzinom vor. Therapieansätze hier sind Chemotherapie, endoskopische Eingriffe (z.B. TIPS), Radiofrequenzapplikation u.a.

Darüber hinaus betreuen wir als Zentrum für Seltene Erkrankungen neben weiteren noch selteneren erblichen Speichererkrankungen u.a. Patienten mit Morbus Wilson, hereditärer Hämochromatose und TTR-Amyloidose in Spezialsprechstunden unserer hepatologischen Ambulanzt. Durch die Möglichkeit der genetischen Untersuchung im eigenen Labor der Med. Klinik B schaffen wir die Grundlage zur Diagnostik dieser Erkrankungen. Hereditäre Lebererkrankungen entstehen durch Veränderungen der Genetik und äußern sich auf verschiedenste Art und Weise. Ein besonderes Augenmerk liegt in unserer Ambulanz auf der hereditären Hämochromatose, eine autosomal-rezessiv vererbte Stoffwechselerkrankung, die durch eine stark erhöhte Eisenaufnahme im Darm gekennzeichnet ist. Infolge dessen kommt es zu einer vermehrten Speicherung von Eisen in der Leber aber auch zu Ablagerungen in der Bauchspeicheldrüse mit Folgeerkrankungen wie Diabetes mellitus oder auch im zentralen Nervensystem mit verschiedenen neurologischen Beschwerden. Der Morbus Wilson hingegen stellt eine Kupferspeichererkankung dar, bei der die Augen, die Leber und ebenfalls das zentrale Nervensystem betroffen sein können.

Die hereditäre Amyloidose tritt häufig durch neurologische Funktionseinschränkungen, Polyneuropathie einhergehend mit Missempfindungen der Hände und Füße sowie teilweise durch die Symptome der Herzbeteiligung in Erscheinung. Häufig beschreiben betroffene Pateinten einen langen Leidensweg mit vielfältiger Diagnostik bis final die Diagnose einer genetisch bedingten Amyloidose steht. Bei dieser Erkrankung wird in der Leber ein für den Körper nicht sinnvoll zu verwertendes Eiweiß gebildet, welches sich z.B. an Nervenendigungen abgelagert und zur neurologischen und/oder kardialen Symptomatik führt.
In unserem Zentrum liegt aufgrund langjähriger Erfahrung der Diagnostik und Therapie seltener hereditärer Erkrankungen eine Expertise in diesem Bereich vor. Wir bieten vielfältige Therapiemöglichkeiten sowie die Optionen der Studienteilnahme bis hin zur Lebertransplantation im Rahmen dieser speziellen erblich bedingten Erkrankungen an.

Transplantationsmedizin

In unserer Klinik werden Patienten bezüglich ihrer Erkrankungen der Leber, Gallenwege, Pankreas und Darm abgeklärt. Im Falle von Versagen der Organfunktionen werden multimodale Behandlungskonzepte angeboten. Hier stellt einen Schwerpunkt die Transplantation von Leber, Pankreas und Dünndarm dar. Patienten werden bezüglich der Indikation zur Transplantation speziell evaluiert und auf dem Weg zur Transplantation begleitet und nach der Transplantation dauerhaft nachbetreut.

  • Schwerpunkt für akutes Leberversagen 
  • Informationen zu Unverträglichkeiten (Medikamente/Grüntee) finden Sie zum Beispiel hier:
  • Virushepatitis
  • Schwerpunkt für Kurzdarmerkrankungen
  • Transplantationsmedizin für Leber, Pankreas, Darm
  • Zelltherapie
  • Leberersatzverfahren

Gastroenterologie

Erkrankungen des Magen-Darmtraktes gehören in unserer Klinik traditionell zu den am häufigsten behandelten Krankheiten. Als überregional bedeutsame Klinik haben wir eine besondere Expertise bei seltenen Krankheiten, die daher häufig bei uns behandelt werden. Zahlreiche Selbsthilfegruppen arbeiten in enger Anbindung an unsere Klinik.

Modernste endoskopische Untersuchungs- und Behandlungsverfahren erlauben uns eine umfassende Versorgung unserer Patienten. Wir arbeiten unter anderem mit Magen- und Darmspiegelung, Kapselendoskopie und Doppelballonenteroskopie. So sind wir in der Lage, auf Grundlage exakter Diagnostik gegebenenfalls direkt zu behandeln. Häufige Erkrankungen sind unter anderem:

  • Morbus Crohn und Colitis ulcerosa (chronische Entzündungen des Darmes)
  • Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse)
  • Onkologische Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
  • Erkrankungen der Gallenwege

Endoskopie

Unser multiprofessionelles Team bietet innovative Therapien und eine 24-Stunden-Notfallversorgung in moderner Umgebung:

  • Hochauflösende HDTV-Endoskopie.
  • Moderne Ausstattung der Untersuchungs- und Überwachungseinheiten.
  • Hygienekontrollen der Endoskopie.
  • Umsetzung der aktuellen Endoskopie-Leitlinien.

Das Leistungsspektrum unserer Endoskopie umfasst folgende Untersuchungen:

  • Magen- und Dickdarmspiegelung inklusive der Entfernung von Polypen und der endoskopischen Therapie von Krampfadern der Speiseröhre bzw. des Magens (z.B. bei Patienten mit Leberzirrhose)
  • Endoskopische Ablationstherapie von z.B. Barrett-Metaplasien
  • Endoskopische Mukosaresektionen und Endoskopische Submukosadissektion bei Frühtumoren des oberen GI-Traktes
  • Eingriffe an den Gallenwegen (ERCP, PTCD, Cholangioskopie), wie die Behandlung von gutartigen sowie bösartigen Gallengangsstenosen, sowie die Behandlung von Gallengangskomplikationen nach einer Lebertransplantation
  • Endoskopischer Ultraschall (Endosonographie) mit Punktionen und verschiedenen Behandlungsverfahren (z.B. endoskopische Radiofrequenzablation von bösartigen Rundherden)
  • perkutane Radiofrequenzablation/Mikrowellenablation von Lebertumoren oder Lebermetastasen
  • Dünndarmendoskopie, inklusive der endoskopischen Betreuung von Patienten nach einer Dünndarmtransplantation
  • Mini-Laparoskopie
  • perkutane Leberbiospien und Milzbiopsien


Diagnostische und therapeutische sonographische Techniken ermöglichen uns Aussagen zu

  • Leberrundherden (Hepatozelluläres Karzinom, Cholangiozelluläres Karzinom, Leberadenome, Fokal Noduläre Hyperplasie, Metastasen, Zysten),
  • abdominellen Raumforderungen, zu Milz- oder Pankreasveränderungen (Pankreatitis, Neuroendokrine Tumore, Adenokarzinom,
  • vaskulären Fragestellungen wie Budd-Chiari, Pfortaderthrombose, Veno-Occlusive-Disease z.B. nach Stammzelltransplantation oder Fragestellungen zur Darmsonographie wie entzündliche Veränderungen oder stenotische Veränderungen bei Morbus Crohn.

Das UKM wurde von der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) für seine hohe Expertise in diesem Bereich ausgezeichnet. Das UKM hat in den Bereichen Anästhesiologie, Pränatalmedizin und Geburtshilfe sowie Innere Medizin Gastroenterologie/Hepatologie (Medizinische Klinik B) jeweils die höchste Zertifizierungsstufe erreicht und hat daher deutschlandweit als erste Klinik mit der höchsten Auszeichnung der DEGUM als interdisziplinäres Zentrum erhalten.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zeichnet sich z.B. durch gemeinsame wissenschaftliche Projekte aus. Ein Schwerpunkt der Ultraschallforschung der Medizinischen Klinik B liegt derzeit im Bereich der s.g. CEUS (Kontrastmittelsonographie) und zukünftig auch der „targeted Ultrasound“ Diagnostik und Therapie. Darüber hinaus findet eine Ausbildungsrotation zwischen der Medizinischen Klinik B für Gastroenterologie und Hepatologie und der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie statt. Jährlich bieten wir verschiedene interdisziplinäre Ultraschall-Veranstaltungen (DEGUM Grundkurse Sonographie, und CEUS Campus) für Fortbildungszwecke an und sind als interdisziplinäres Team auf der DIVI (Deutsche interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin) mit einem Kurs der interventionellen Sonographie vertreten. 

Transkutane Sonographie

Die Stärken der transkutanen Sonographie als Untersuchungsmethode liegen in ihrer schnellen Verfügbarkeit, der unbegrenzten Wiederholbarkeit, fehlenden Invasivität und flexibler Anwendbarkeit - je nach klinischer Fragestellung und Untersuchungsregion - sowie in der kostengünstigen Durchführung.

Wir verfügen über eine langjährige Erfahrung und exzellente fachliche Kompetenz sowie modernste Techniken der Sonographie, die uns und den Patienten die idealen Voraussetzungen für eine optimale zeitgemäße Diagnostik und Therapie bieten.

Diagnostik

  • Nativ- und Farbdoppler-Sonographie von Leber, Gallenblase, Gallenwege, Nieren, Nebennieren, Pankreas, Milz, Dünn- und Dickdarm, Retroperitoneum, Abdominelle Gefäße, Lymphknoten, Kleines Becken, Hals, Schilddrüse
  • Kontrastmittelsonographie von Leber, Gallenblase, Gallenwege, Pankreas, Milz, Darm, Weichteilen
  • Sonographisch-gestützte Feinnadelpunktionen (auch unter Kontrastmittel), von Leber, Gallenblase, Pankreas, Milz, Weichteilen, unklaren abdominellen Raumforderungen, Schilddrüse
  • Quantitative Verfahren: Duplex-Sonographie von Gefäßen, Elastographie/Steifigkeitsmessung von Leber, Milz, Pankreas, Darm, Tumore, quantitative Kontrastmittelsonographie

Therapeutische Verfahren

  • Behandlung von pathologischen Flüssigkeitsverhalten, z.B. Abszesse, Aszites, Pleuraerguß; z.B. mittels Punktion, Drainage, Spülung, Antibiotika-Installation
  • Behandlung von zystischen Veränderungen der Leber, Milz und Nieren: Punktion, Sklerosierung (mit Ethanol oder Doxicyclin), Spülung
  • Tumortherapeutische Anwendungen mittels Radiofrequenzablation (RFA) oder perkutaner Ethanol-Installation (PEI) zur Lokaltherapie von Leber-, Bauchspeicheldrüsen- und Nierentumoren

Interventionelle Endosonographie

Die Endosonographie wurde initial als diagnostisches Verfahren entwickelt, hat aber mittlerweile auch eine große Bedeutung im Rahmen therapeutischer Verfahren. Dabei wird die Rate an schweren Komplikationen der therapeutisch eingesetzten Endosonographie je nach Anwendung zwischen 2% bis 4% angegeben. Die Endosonographie stellt somit ein sicheres Verfahren in der interventionellen gastroenterologischen Diagnostik dar.

Diagnostik

  • Nativ-, Farbdoppler- und Kontrastmittel-Endosonographie des Pankreas, der Milz, der Nebennieren, Lymphknoten, Wandveränderungen von Duodenum-, Magen und Speiseröhre (wie bösartige und gutartige Tumore des Duodenum, Magen, Speiserühre)
  • Endosonographisch-gestützte Feinnadelpunktionen (auch unter Kontrastmittel), von Gallenblase, Pankreas, Milz, unklaren abdominellen Raumforderungen, Lymphknoten, submukösen Raumforderungen

Therapeutische Verfahren

  • Endosonographisch-gesteuter transmurale Drainage von Pankreaspseudozysten oder Pankreasnekrosen
  • Endosonographisch-gestützte fokale Therapie von Pankreastumoren und subepithelialen Tumoren durch Installation von Ethanol oder Chemotherapeutika
  • Endosonographisch-gestützte Drainage von z.B. Biliomen oder  infizierter Gallenblasen sowie intrahepatischen Abszessen
  • Endosonographie-gestützte Injektion von Ethanol zur Neurolyse des Plexus coeliacus bei ausgeprägter Schmerzsymptomatik z.B. im Rahmen eines fortgeschrittenen Tumorleidens 
  • Endosonographisch-gestützte Tattoo-Injektion zur präoperativen Markierung von z.B. kleinen Pankreastumoren

Chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Die Erkrankungshäufigkeit der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Morbus Crohn und Colitis ulcerosa hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Trotz großer Forschungsfortschritte sind CED bis heute nicht heilbar. Unser Ziel ist daher eine möglichst gute und umfassende Betreuung unserer Patienten, um Krankheitskomplikationen zu verhindern und einen weitestgehend normalen Alltag zu ermöglichen.

Unsere umfassende medikamentöse Betreuung umfasst alle gängigen Arzneimittel. Außerdem bieten wir für geeignete Patienten die Möglichkeit, im Rahmen von klinischen Studien unter strenger Überwachung neuartige Präparate zu erhalten.

Weitere Informationen für Patienten und Zuweiser finden Sie hier.

Endokrinologie / Diabetologie / Ernährungsmedizin

Endokrinologie
Wir behandeln alle Hormonerkrankungen und sämtliche Stoffwechselkrankheiten in unserer Sektion. Dazu zählen z. B. Erkrankungen der Schilddrüse, der Nebenschilddrüsen, der Nebennieren und der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Darüber hinaus gehören zu unserem Behandlungsspektrum Störungen der männlichen und der weiblichen Geschlechtshormone, sowie die gegengeschlechtliche Hormonbehandlung bei Patienten mit Geschlechtsidentitätsstörungen. Auch Knochenstoffwechselerkrankungen wie z.B. Osteoporose, Morbus Paget, Phosphatdiabetes werden in unserer Sektion diagnostiziert und behandelt. In enger Zusammenarbeit mit der Gastroenterologie, der Allgemeinchirurgie, der Radiologie/Nuklearmedizin und  der Onkologie werden Patienten mit neuroendokrinen Tumoren therapiert und betreut. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Sektion ist eine seltene Stoffwechselerkrankung Lipodystrophie.

Diabetologie
Aufgrund der ansteigenden Anzahl von Patienten mit Diabetes  mellitus  ist diese die häufigste Stoffwechselerkrankung unserer Zeit.  In unserer Ambulanz behandeln wir  Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1, Diabetes mellitus Typ 2, Schwangerschaftsdiabetes und  weiteren  Diabetesformen. Als Fachabteilung  sind wir darauf spezialisiert, modernste Verfahren bei der Diagnostik und Therapie  der verschiedenen Diabeteserkrankungen zum Einsatz zu bringen. Das Ziel ist eine Verbesserung des eigenen Therapie-Managements  und eine Verbesserung der Lebensqualität.  So beraten und schulen wir Patienten  durch Diabetes-und Ernährungsfachkräfte zu den Themen Diabetesgrundlagen, Ernährung, Selbstkontrolle und  Medikamententherapie.  Darüber hinaus setzen wir auch Insulinpumpen ein und verwenden moderne Glukose-Monitoring-Systeme (CGM/FGM). Die Fachabteilungen (z.B. Neurologie, Nephrologie, Kardiologie usw.) stehen uns zur Behandlung von Folgeerkrankungen  zur Seite. Bei stark übergewichtigen Diabetes-Patienten können chirurgische Behandlungen wie Gastric sleeve ( Schlauchmagen ) oder Magenbypass  sinnvoll sein. Eine strukturierte  Vor- und Nachsorge mit individueller Betreuung wird dazu in unserer Abteilung angeboten. 

Ernährungsmedizin
Ein vielfach unterschätztes Gebiet innerhalb der Medizin ist die Ernährung der Patienten. Krankhafte oder durch Krankheit bedingte Unterversorgung mit Ernährung führt zu Untergewicht. Dies zieht weitere gesundheitliche Probleme nach sich und kann im Extremfall bis zum Tod durch Verhungern führen. Zu den ernährungsmedizinischen Maßnahmen, die wir in diesen Fällen ergreifen, gehören unter anderem die Optimierung der natürlichen Ernährung, die passagere künstliche Ernährung (Trinknahrung) und PEG-Sonden oder auch intravenöse Ernährung. Sämtliche Formen der enteralen (künstlichen Ernährung über Sonden) und parenteralen Ernährung (künstliche Ernährung über Infusionslösungen) werden bei uns von speziell ausgebildeten Fachkräften betreut.

Extremes Übergewicht ist ebenfalls gefährlich: Zwischen der sogenannten Adoposias und Diabetes besteht ein direkter Zusammenhang, so dass in manchen Fällen eine Magen–OP der einzige Weg zur Behandlung einer Diabetes–Erkrankung ist, um lebensbedrohliche Folgeerscheinungen dieser Stoffwechselkrankheit zu verhindern. So ist beispielsweise  Diabetes oft die unerkannte Grunderkrankung bei Schlaganfall. Die guten Prognosen für unsere Patienten, die sich einer Magen verkleinernden OP unterziehen, sind unter anderem der engen und guten Zusammenarbeit mit den Chirurgen am UKM gedankt.

Daneben gilt unsere ernährungsmedizinische Sorge tumorerkrankten Patienten, um einer Mangelernährung in Folge der strapaziösen Krebstherapie entgegen zu wirken.

Klinische Infektiologie

Die Infektionsstation der Medizinischen Klinik B hat Kapazität für 15 Patienten. Es werden hier Patienten des gesamten Universitätsklinikums aufgrund von Infektionserkrankungen behandelt. Integriert sind 5 Isolierzimmer mit Schleusenfunktion bei Infektionen, welche über die Luft übertragbar sind (zum Beispiel Influenza, Windpocken und Tuberkulose). Zu den bei uns behandelten Krankheitsbildern gehören unter anderem Infektionen mit multiresistenten Bakterien, die einer speziellen Antibiotika-Therapie bedürfen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behandlung von Patienten mit einer HIV Infektion und daraus resultierender AIDS-Erkrankung. Wir behandeln zudem begleitende, ebenfalls sexuell übertragbare Krankheiten wie Syphilis, Gonorrhoe und Herpes- sowie opportunistische Infektionen (Toxoplasmose, Cytomegalie-Virus-Infektionen, Pilzinfektionen).

Als Abteilung der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie verfügen wir außerdem über eine hohe Expertise in der Diagnostik und Therapie von Infektionen des Magen-Darmtraktes, unter anderem mit Hepatitis-Viren (zum Beispiel Hepatitis A, B, C) und Durchfallerregern wie Noroviren und Salmonellen sowie Clostridien. Nach der stationären Behandlung binden wir unsere Patienten an unsere infektiologische Ambulanz an. Hier finden sie weitere Informationen.

 
 
 
 

Kontakt

Medizinische Klinik B (Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie, Klinische Infektiologie)

Univ.-Prof. Dr. med.
Hartmut Schmidt
Direktor
Albert-Schweitzer-Campus 1
Gebäude A14
(ehemals: Domagkstraße 3a)
48149 Münster

Sekretariat
T 0251 83-57935
F 0251 83-57771
ambulanzmedb(at)­ukmuenster(dot)­de
medb.ukmuenster.de
 

Organspende

Ausführliche Informationen zur Organspende finden Sie hier.

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Internationale Patienten

International patients may find further information here.